Voller Erfolg: Kidsdigital 2022

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Ein voller Erfolg: Das war KidsDigital 2022

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Asset-Herausgeber

24.05.2022
Gabriele Strasser
2839

Welche Skills brauchen Kinder für eine digitale Zukunft? Und welche Rolle spielen Kitas dabei? Die Speaker beim hybriden Livestream "KidsDigital" am 19. Mai boten spannende Einblicke in die pädagogische Praxis, griffen relevante gesellschaftliche Fragestellungen auf, wagten den Vergleich mit anderen Ländern und stellten Technologien vor, die schon bald Alltag für uns werden könnten. Über 1.500 Teilnehmer:innen waren dabei.

Moderatorin Jessica Mina-Knopp und Speaker Thomas Feibel bei KidsDigital 2022

Thomas Feibel: Sind Eltern die richtigen Vorbilder in der Medienbildung?

Der Kinder- und Jugendbuchautor Thomas Feibel meint, dass Eltern zum ersten Mal ihren Kindern etwas beibringen wollen, was sie selbst nicht können. Dabei spricht er von der Nutzungsdauer und Rezeption digitaler Medien und deren vielseitigen Inhalten. Seiner Meinung nach unterliegt jedes Medium einer eigenen digitalen Lesefähigkeit, und dessen Eigenschaften müssen schrittweise erlernt werden. Ob Spiele, Online-Nachrichten, Apps, soziale Netzwerke, Bots oder Smart-Home-Systeme – jedes Medium braucht eine eigene Lesefähigkeit. Doch wer soll diese Fähigkeit vermitteln? Er sieht nicht nur Eltern, Kita und Schule in der Pflicht. Sein Appell richtet sich dahin, die öffentlichen Bibliotheken stärker mitzudenken. Das wäre der richtige Ort mit geschultem Personal und digitalen Geräten.


Der Expertentalk: Wie wichtig ist digitale Bildung für Kinder?

Wie fördert der Einsatz digitaler Medien die Kompetenzen von Kindern? Was müssen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bereitstellen, damit Digitalisierung in Kita und Schule gelingt?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich vier Expert:innen in zwei Talkrunden. Es diskutierten mit: Malte Mienert, Professor für frühkindliche Bildung; Ilse Wehrmann, Expertin für Frühpädagogik; Eva Reichert-Garschhammer, stellvertretende Direktorin am Staatsinstitut für Frühpädagogik; Thomas Feibel, Kindermedien-Experte und Jugendbuchautor. 
 


 

Einig war sich die Talkrunde, dass es bei der Digitalisierung in Kitas nicht um Konsum geht, sondern um eine aktive und sinnvolle Mediennutzung. Kinder hätten ein Recht auf digitale Bildung, der Bildungserfolg dürfe nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängen. Hier sei auch die Politik gefordert. Ilse Wehrmann brachte es auf den Punkt: „Die Entwicklung von Kindern in den ersten sechs Jahren darf nicht von der Finanzkraft einer Kommune und dem Familienbild eines Bürgermeisters abhängen.“


Kreativ mit digitalen Medien

Musiker und Rapper der Band "Meine Freunde" Florian Sump war lange Zeit in einer pme-Kita tätig. Aus dieser Zeit berichtet er, welche digitalen und musikalischen Projekte er mit den “jungen Nachwuchstalenten” umgesetzt hat.

Mit einem Tablet ausgerüstet und mit Fantasie im Rucksack sind er und die Kinder durch den Ozean geschwommen, haben sich durch den Dschungel gekämpft und sind auf Berge geklettert. Dabei wurden Yogabewegungen zu Hip-Hop-Beats einstudiert, wilde Tiere aus dem Zoo eingefangen und dem Hahn Rhythmusgefühl beigebracht. Ein kleines Geburtstagsständchen der Familienband “Deine Freunde” für das 30-jährige Firmenjubiläum des pme Familienservice rundete den Beitrag ab.


Politikerin Diana Kinnert: Was bringt die digitale Epoche mit sich?

​​​​​​​Politikerin und Autorin Diana Kinnert beschäftigt sich mit der neuen Einsamkeit. Sie bemerkt schnell, dass das kein Thema der älteren Generation ist, sondern vor allem die jungen Menschen betrifft – von Aufsteigern, Menschen in digitalen Berufen, bis hin zu Kindern und Jugendlichen.

Ihrer Meinung nach ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche kritisch hinterfragen, was sie im Netz sehen, auf welche Kontakte sie treffen und auf welchem Weg diese Kontakte entstehen. Schnell landen sie durch Algorithmen in Filterblasen und lassen sich von Buzzwords und einseitigen Meinungen leiten. Auch der Perfektionsdruck, der durch soziale Netzwerke entsteht, führt bei jungen Menschen oft zum Rückzug und belastet das Selbstwertgefühl. 
 

Ob Erwachsener oder Kind – wir sitzen allein in einem Zimmer, wir machen allein Seherfahrungen oder haben allein Gefühle vor dem Gerät. “Das muss nicht so sein”, sagt dKinnert Sie appelliert an die jüngere Generation, sich mehr über die Erfahrung, die man allein macht, auszutauschen. Nur so lässt sich feststellen, dass es anderen auch so geht. Das gibt uns das Gefühl, weniger allein zu sein, und nimmt die Angst.


Morten Svendsen: „Wir müssen Kinder auf eine neue Welt vorbereiten“

Morten Svendsen ist CEO der dänischen Firma Assemble, die die Kitasoftware Nemborn entwickelt hat. Diese ist seit einigen Jahren in allen Kitas des pme Familienservice im Einsatz. Ziel der Software ist es, die Kommunikation zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften zu optimieren, denn, so Morten Svendsen, „ein Kind lernt am meisten zu Hause innerhalb seiner Komfortzone".

Beim Kongress KidsDigital gab er auch einen Einblick in den Stand der Digitalisierung im Dänemark. Hier sei der digitale Bereich sehr weit fortgeschritten, denn fast alle Kitas würden von der Regierung betrieben, die vollständig auf digitale Kommunikation mit den Bürgern setzt. Er wagte außerdem einen Blick in die Zukunft, der in der Feststellung gipfelte: „Kinder, die heute in die Kita gehen, werden einmal in Jobs arbeiten, die wir jetzt noch nicht kennen."


Coding mit Kids – Tipps aus der Ferienbetreuung

​​​​​​​Katharina Pöllmann führt beim pme Familienservice Ferienprogramme durch, darunter auch Coding-Camps mit Kids. Bei KidsDigital zeigte sie auf unterhaltsame Art, wie schon die Kleinsten mit einfachen Apps und Geräten verstehen, was sich hinter „Coding“ verbirgt. Ihre Tipps reichten von Aufwärmspielen, bei denen sich Kinder gegenseitig durch Tippen auf den Rücken und die Schultern „programmieren“, über kleine Roboter bis hin zu kindgerechten Programmiersprachen. Sie sagt: „Nicht jedes Kind muss programmieren können. Aber jedes Kind sollte es zumindest mal ausprobieren und die Grundzüge verstehen“. 
 

 

Eine Übersicht der vorgestellten Apps: 

  • Box Island, für Kinder ab 6 Jahre (mit Anleitung auch schon für größere Vorschulkinder)
  • Scratch Jr.: Vorstufe zur Programmiersprache Scratch, mit ca. 6-7 Jahren
  • Scratch: für Kinder ab ca. 8 Jahren, die bereits lesen können
  • Swift Playgrounds: Eher für ältere Kinder geeignet, denn die Befehle sind in der Regel in Englisch, und es wird mit "echtem Programmiercode" gearbeitet.
  • Python: Eine einsteigerfreundliche Programmiersprache, die ca. ab der 6. Klasse empfohlen wird und mit der sich auch komplexe Sachverhalte programmieren lassen. 

 

Weitere Tipps:

Programmieren mit der Maus: Auf der Grundlage von Scratch findet sich hier ein ansprechendes Lernspiel für die ersten kleinen Programmierungen. 

Code.org: Eine gemeinnützige Organisation, die vor allem Kinder für das Thema Informatik begeistern möchte.


„Wir müssen die Technik beherrschen, damit sie uns nicht beherrscht“

Warum ist digitale Bildung aus Sicht des pme Familienservice wichtig? pme-CEO Alexa Ahmad ist leidenschaftliche Vorreiterin für Digitalisierung. Im Gespräch mit Moderatorin Jessica Mina-Knopp sagte sie, warum: Deutschland hat keine Rohstoffe, sondern ist ein Bildungsland. Und spätestens seit der Pandemie wissen wir, dass wir um die Digitalisierung nicht herumkommen. Deshalb sei es so wichtig, den Kindern von klein auf ein Grundverständnis davon zu vermitteln, wie die Technik funktioniert. „Intellekt geht nur mit digitaler Bildung“, so Alexa Ahmad.


Best Practice: zwei Kita-Leitungen über ihre Erfahrungen mit digitalen Medien

Martin Mucha und Hanna Schrenk haben vieles gemeinsam. Beide sind Kita-Leitungen, sie haben eine Leidenschaft für Medienpädagogik, und ihre Kitas wurden als Apple Distinguished School ausgezeichnet, eine Zertifizierung für herausragende Leistungen in der digitalen Bildung. Im Gespräch schilderten sie, wie digitale Medien ihre Kita bereichern und die iPads in den Alltag integriert werden – oder wie Hanna Schrenk es ausdrückt: „Digitale Medien machen die Welt der Kinder größer“. 

 

Roboter in der Kita: der nächste große Step?

​​​​​​​Zum Schuss gab der Artificial Intelligence & Robotics Manager Marek Matuszewski  einen lebendigen Einblick, wie Roboter in Kitas zum Einsatz kommen können. So könnten sie für Sicherheit sorgen, Dokumentationsaufwand reduzieren und z. B. bei Hygiene und Ordnung unterstützen. Mit dem Roboter Photon zeigte er anschaulich, wie Kinder in der Kita selbst mit Robotern aktiv werden können. 
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