Wie können wir Kinder stärken?

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Herbert Renz-Polster: Wie können wir Kinder jetzt stärken

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06.08.2021
Gabriele Strasser
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Welche Spuren hat die Pandemie bei Kindern hinterlassen und wie können wir sie jetzt stärken? Wir haben den bekannten Autor und Kinderarzt Herbert Renz-Polster gefragt.

Kinderarzt und Bestsellerautor Herbert Renz-Polster
(Foto: Kösel Verlag)

Welche Spuren hat die Pandemie bei Kindern hinterlassen?

Herbert Renz-Polster: Man kann das nicht allgemein beantworten, da gibt es sogar innerhalb einer Familie große Unterschiede. Für manche Kinder war die Pandemie leicht tragbar, andere sind daran traurig und ängstlich geworden, einige wenige wurden von der Last schwer heruntergedrückt. Um letztere müssen wir uns ganz besonders kümmern.

Was brauchen Kinder jetzt am meisten?

Kinder brauchen jetzt vor allem das Erleben einer normalen Welt, in der sie eine wichtige Rolle spielen und in der sie mitreden können. Nur wenn die Kinder wieder spüren „Ich bin nicht ausgeliefert!“ bekommen sie wieder Biss. Kinder brauchen jetzt viel Gelegenheit für freies Gestalten und Spielen, Sport und Abenteuer. Sie jetzt auf möglichst gutes Funktionieren trimmen zu wollen, wäre kontraproduktiv.

Welchen Tipp haben Sie für Eltern?

In den letzten ein, zwei Jahren gab es ziemlich viel Streit in den Familien. Ich wünsche mir vor allem, dass Eltern lernen, wie sie Konflikte mit den Kindern besser angehen können. Da gibt es noch immer so viel Verletzung und Kränkung. Dass wir einen echten Teamgeist entwickeln, auch als Familie, das ist für mich die Basis.

Was wünschen Sie sich von Seiten der Politik?

Dass sie die Schulen und Kitas so unterstützt, dass die Kinder verlässlich in ihre Einrichtungen gehen können. In der Bildungspolitik darf es nicht darum gehen, die Kinder wieder „über Stöckchen springen“ zu lassen, jetzt müssen sich die Kinder auch in der Schule wieder als Persönlichkeiten aufstellen. Das ist die Zeit für gemeinsame Exkursionen und Projekte, bei denen es darum geht, etwas aufzubauen und die Welt zu entdecken – körperlich, handwerklich, künstlerisch, sozial. Ohne, dass die Augen der Kinder wieder zum Leuchten kommen, wird das auch mit dem Schulstoff langfristig nicht klappen.

 

Herbert Renz-Polster ist Bestsellerautor, Kinderarzt und vierfache Vater und bringt sein tiefgründiges Verständnis der kindlichen Entwicklung in die Erziehungsdebatte ein. Sein Plädoyer macht Mut und zeigt, was wir alle tun können, damit unsere Kinder, die in ihnen angelegten Stärken und Fähigkeiten entfalten.

 

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