Nasser Hund im Pool
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Hund und Hitze: Wie Hunde gut durch den Sommer kommen

Sommer, Sonne, 30 Grad – was sich für uns nach Urlaub, Freiheit und Eisdiele anfühlt, kann für Hunde schnell zur echten Belastungsprobe – und im schlimmsten Fall – zum Gesundheitsrisiko werden. Umso wichtiger ist es, die Vierbeiner im Sommer gut zu schützen. In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Fragen und Do’s & Don’ts im Umgang mit Hunden bei Hitze zusammengestellt. 

Text: Maximilian Zahn und Christin Müller

 

Ab wann ist Hitze für Hunde gefährlich?

Auch wenn es draußen „nur“ warm wirkt, für Hunde kann Hitze viel schneller kritisch werden, als wir denken. Zwar besitzen Hunde Schweißdrüsen an den Pfotenballen, diese reichen aber nicht aus, um die Körpertemperatur zu regulieren. Den größten Teil der Wärme geben sie über das Hecheln ab.

An diesen typischen Warnzeichen erkennen Sie, ob Ihr Hund überhitzt ist:

  • starkes, anhaltendes Hecheln (intensiver als sonst)
  • deutlich langsameres Laufen
  • auffällige Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
  • glasiger Blick

Spätestens wenn mehrere dieser Anzeichen auftreten, braucht Ihr Hund sofort eine Pause im Schatten, Ruhe und Zugang zu frischem Wasser. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel abkühlen und pausieren als zu wenig.

Was tun mit Hund bei Hitze? Do’s für Spaziergänge im Sommer

Hunde brauchen Bewegung – aber nicht um jeden Preis. Gerade im Sommer hilft dir ein einfacher Grundsatz: Lange Runden früh und spät, kurze Runden mittags.

  • Längere Spaziergänge in die frühen Morgen- und Abendstunden verlegen: Dann sind die Temperaturen deutlich angenehmer und der Kreislauf Ihres Hundes wird weniger belastet.
  • Mittagsrunden kurz und schattig halten: Wenn ein Gassi-Gang in der Mittagshitze nötig ist, dann möglichst im Schatten, in langsamem Tempo, auf weichem Untergrund (Gras, Erde, Waldwege).

Heißer Asphalt und Hundepfoten: Der 7-Sekunden-Test

Durch Sonneneinstrahlung heizt sich Asphalt oft deutlich stärker auf, als wir es über die Lufttemperatur wahrnehmen. Das kann schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen.

Ein einfacher Test:

Legen Sie Ihre Hand für etwa 7 Sekunden auf den Boden. Fühlt es sich für Sie zu heiß an, ist es auch zu heiß für Hundepfoten. Weichen Sie dann auf Gras, Erde oder schattige Wege aus oder verschieben Sie den längeren Spaziergang auf kühlere Tageszeiten.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze schützen?

Damit Ihr Hund gut durch heiße Tage kommt, helfen ein paar einfache Alltagsregeln:

  • Immer Wasser dabeihaben – unterwegs und im Büro: Stellen Sie ausreichend frisches Wasser in Reichweite Ihres Hundes bereit und kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Napf noch gefüllt ist.
  • Im Büro auf einen kühlen, zugluftfreien Platz achten: 
    • Der Liegeplatz sollte nicht direkt an Fensterfronten oder anderen Wärmequellen liegen. Lüften Sie regelmäßig und sorgen Sie für eine luftige, aber zugfreie Umgebung.
  • Kleinere Portionen füttern: An sehr warmen Tagen können kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten sinnvoll sein. Sie sind leichter verdaulich und belasten den Organismus weniger.
  • Fellpflege anpassen: Gerade Hunde mit viel Unterwolle genießen es, wenn lose Haare regelmäßig ausgebürstet werden. Das ersetzt keinen „Sommerhaarschnitt“, erleichtert aber die Thermoregulation.


Trinken ist auch für Hunde im Sommer besonders wichtig.

Was können Hunde bei Hitze spielen? Hitzefreundliche Beschäftigungen

Wilde Ballspiele in der prallen Sonne sind im Sommer keine gute Idee. Es gibt aber viele Alternativen, mit denen Sie Ihren Hund sinnvoll auslasten, ohne seinen Kreislauf zu überfordern.

Gute Ideen für Beschäftigung bei Hitze:

  • Nasenarbeit im Schatten: Zum Beispiel Leckerli-Suchspiele im Garten oder in der Wohnung. Das fordert den Kopf, aber nicht den Puls.
  • Ruhige Trainingsübungen: Tricks, Impulskontrolle, kleine Gehorsamsübungen – kurze Einheiten, die Konzentration statt Schnelligkeit verlangen.
  • Entspannung statt Action: Kuscheleinheiten, Massage, gemeinsames Chillen an einem kühlen Ort. Auch das ist wertvolle Zeit zusammen und hilft Ihrem Hund, herunterzufahren.​​​​​​​

Darf mein Hund Eis essen? Kühlung von innen für Hunde im Sommer

Die gute Nachricht: Ja, Hunde dürfen Eis essen – aber bitte hundegerecht. 

Klassisches Milcheis, Schokolade oder stark gezuckerte Sorten sind für Hunde tabu. Es geht aber auch einfach und sicher selbst gemacht.

Selbst gemachtes Hunde-Eis – einfache Ideen:

  • Naturjoghurt (laktosearm oder -frei, je nach Verträglichkeit) mit etwas Wasser verdünnen, in Silikonformen oder einen Kong füllen und einfrieren.
  • Püriertes, hundegerechtes Obst (z. B. Banane oder etwas Wassermelone ohne Kerne und Schale), mit Wasser mischen und einfrieren.
  • Brühe-Eis: etwas natriumarme, ungewürzte Fleischbrühe mit Wasser verdünnen und in Eiswürfelformen einfrieren.

Wichtig:      

  • Eis immer in kleinen Portionen geben und beobachten, ob Ihr Hund es gut verträgt.
  • Zu harte, große Eisblöcke können Zähne belasten – lieber kleinere Portionen oder leicht angetaut anbieten.
Gefrorenes rohes Fleisch: Hinweis für Barfer:innen

Gefrorenes rohes Fleisch kann an heißen Tagen eine besondere Leckerei sein – sollte aber nur in kleinen, gut angetauten Portionen gegeben werden. Tiefgefrorene große Fleischstücke können Zähne belasten und den Magen reizen. Beobachten Sie, wie Ihr Hund das gefrorene Fleisch verträgt, und setzen Sie es eher als gelegenen Extra-Snack ein, nicht als tägliche „Hauptkühlung“.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze abkühlen? Kühlung von außen

Neben Wasser und angepasster Bewegung gibt es praktische Möglichkeiten, Ihren Hund zusätzlich zu kühlen:

  • Feuchte Tücher oder Kühlmatten: Eine kühle, leicht feuchte Unterlage kann sehr angenehm sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund selbst entscheiden kann, ob er darauf liegen möchte oder nicht.
  • Kühlspielzeug aus dem Kühlschrank: Es gibt spezielles Spielzeug, das Sie mit Wasser füllen und kühlen können. Oder Sie füllen einen Kong mit etwas Futter, frieren ihn ein und lassen Ihren Hund im Schatten daran schlecken. 
  • Wasserspaß mit Maß: Viele Hunde lieben Planschbecken oder seichte Uferbereiche. Kurze Abkühlungen sind super, aber vermeiden Sie dauerhaftes, sehr wildes Toben im Wasser – auch das kann den Kreislauf belasten.

Don’t: Hund im Sommer im Auto lassen

Ein besonders wichtiges Don’t im Umgang mit Hund und Hitze:

Hunde dürfen im Sommer nicht im Auto zurückgelassen werden, auch nicht „nur fünf Minuten“ und auch nicht bei leicht bewölktem Himmel.


Hunde sollten im Sommer nicht im Auto zurückgelassen werden. Überhitzung und Kollaps drohen.

  • Bereits ab etwa 20 Grad Außentemperatur kann sich ein Auto in kurzer Zeit massiv aufheizen.
  • Die Innentemperatur steigt um mehrere Grad oft innerhalb von Minuten.
  • Beispiel: 24 Grad Außentemperatur können sich im Auto innerhalb von 10 Minuten auf rund 31 Grad erhöhen.​​​​​​​

Für Hunde kann das lebensgefährlich werden. Sie können der Hitze nicht entkommen, hecheln sich im Stress weiter hoch und drohen zu kollabieren.

Unsere klare Empfehlung:

  • Planen Sie Einkäufe und Erledigungen so, dass Ihr Hund gar nicht erst im Auto warten muss.
  • Wenn Ihr Hund nicht mit in den Laden darf: lieber zu Hause lassen oder eine Betreuung organisieren.​​​​​​​

Welche Hunderassen vertragen Hitze besonders schlecht?

Nicht alle Hunde kommen gleich gut mit hohen Temperaturen zurecht. Einige benötigen einen besonders sorgfältigen Schutz:

  • Kurznasige Rassen (z. B. Mops, Französische Bulldogge): Sie haben ohnehin oft Atemprobleme, die sich bei Hitze verstärken.
  • Welpen und ältere Hunde: Ihr Kreislauf ist empfindlicher, sie regulieren ihre Temperatur schlechter und ermüden schneller.
  • Hunde mit dunklem Fell: Dunkles Fell zieht mehr Sonnenwärme an, der Körper heizt sich schneller auf.
  • Hunde mit viel Unterwolle: Sie tragen sprichwörtlich einen „Pelzmantel“ und können Hitze schlechter abgeben.

Für diese Hunde gilt in besonderem Maß: Ruhe ist im Sommer wichtiger als Action. Sie sollten lieber mehrere kurze, ruhige Runden in kühleren Zeiten als ausgedehnte Sporteinheiten in der Mittagshitze machen.

Fazit: Hund und Hitze – Do’s & Don’ts für einen entspannten Sommer

Hunde begleiten uns durch den Alltag, ins Büro, in den Urlaub und natürlich durch die warmen Monate. Mit einigen bewussten Do’s & Don’ts für Hunde im Sommer können Sie viel dazu beitragen, dass Ihr Hund die Hitze gut verkraftet:

  • Spaziergänge in die kühlen Tageszeiten verlegen und heißen Asphalt meiden
  • Warnzeichen für Überhitzung ernst nehmen und immer frisches Wasser bereithalten
  • Hunde niemals im Auto zurücklassen – auch nicht „nur kurz“
  • Besondere Rücksicht auf Risikogruppen wie Welpen, Senior:innen, kurznasige und dunkelhaarige Hunde nehmen
  • Im Sommer mehr Ruhe zulassen und auf hitzefreundliche Beschäftigung setzen
  • Für zusätzliche Abkühlung sorgen – zum Beispiel durch Schattenplätze, Kühlunterlagen, Kühlspielzeug und gelegentlich selbst gemachtes Hunde-Eis

So wird der Sommer für Mensch und Hund zu einer möglichst unbeschwerten Zeit.

FAQ: Hund und Hitze – die häufigsten Fragen

Ab wann ist Hitze für Hunde gefährlich?

Schon wärmere Sommertage können belastend sein, vor allem bei direkter Sonne, hoher Luftfeuchtigkeit oder viel Bewegung. Spätestens ab Temperaturen um 25–30 Grad sollten Sie Spaziergänge in kühlere Tageszeiten legen und auf Warnzeichen wie starkes Hecheln, Müdigkeit oder verlangsamtes Laufen achten.

Ab wieviel Grad darf ein Hund nicht im Auto gelassen werden?

Es gibt keinen sicheren Grenzwert. Bereits ab etwa 20 Grad Außentemperatur kann sich ein Auto in kurzer Zeit so stark aufheizen, dass es für Hunde gefährlich wird. Die sicherste Regel lautet daher: Hunde im Sommer grundsätzlich nicht im Auto zurücklassen – auch nicht „nur kurz“.

Darf mein Hund Eis essen?

Ja, wenn es hundegerecht ist. Selbst gemachtes Hunde-Eis aus Naturjoghurt, etwas Obst oder verdünnter, ungewürzter Fleischbrühe ist eine gute Möglichkeit. Wichtig sind kleine Portionen und gut verträgliche Zutaten. Zucker, Schokolade und stark gewürzten Produkte sind tabu.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze abkühlen?

Hilfreich sind Schattenplätze, frisches Trinkwasser, feuchte Tücher oder Kühlmatten, kühlende Leckereien wie Hunde-Eis sowie Kühlspielzeug aus dem Kühlschrank. Zusätzlich sollten Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden verlegt und körperliche Anstrengung reduziert werden.

Was können Hunde bei Hitze spielen?

Ideal sind ruhige Beschäftigungen: Nasenarbeit, Suchspiele, Intelligenzspielzeug, kurze Trainingsübungen im Schatten oder in der Wohnung sowie Entspannungsübungen. Wildes Rennen und Springen in der Sonne sollten Sie vermeiden. 

null Was ist Stressmanagement – Definition, Methoden und Übungen

Eine junge Frau sitzt entspannt auf dem Balkon und arbeitet
Psyche

Was ist Stressmanagement? Definition, Methoden, Übungen

Deadlines, Termine, Familienalltag, Einsamkeit – im Alltag und im Job begegnen uns Situationen, die uns schnell stressen. Oft merken wir gar nicht, dass wir gestresst sind oder machen einfach weiter wie bisher. Bis wir nicht mehr können und im allerschlimmsten Fall ein Burnout droht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ordnet Stress als eine der größten Gesundheitsgefahren dieses Jahrhunderts ein. 

Ein gutes Stressmanagement hilft, Job- und Alltagssituationen leichter zu meistern und die Belastung allmählich zu reduzieren.

1. Was ist Stress und welche Stresssymptome gibt es?

1.1. Wie entsteht Stress?

Eine Stressreaktion ist ein Notfallprogramm unseres Körpers, die für unsere Vorfahr:innen überlebenswichtig war: Droht Gefahr, zum Beispiel durch einen Tiger, spult der Körper ein Programm ab, das ihn auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Der Sympathikus, ein Teil unseres vegetativen Nervensystems, sorgt dafür, dass unser Körper Adrenalin ausschüttet.

Adrenalin erhöht:

  • die Atemfrequenz
  • die Herzfrequenz
  • die Muskeltätigkeit

Adrenalin hemmt:

  • die Verdauung
  • den Sexualtrieb
  • den Speichelfluss

​​​​​​Die Stressreaktion macht unseren Körper stärker, schneller und weniger schmerzempfindlich für den Kampf oder die Flucht. Ist der Tiger dann verschwunden, wird der Parasympathikus aktiviert und versetzt den Körper wieder in den Ruhezustand.

Aus medizinischer Sicht ist Stress eine körperliche Reaktion, die den Organismus kurzfristig besonders leistungsfähig machen soll – und keinerlei krankmachende Effekte hat. 

Andauernder Stress hingegen kann Körper und Seele ernsthaft schaden. Chronischer Stress macht sich im Körper durch einen erhöhten Cortisolspiegel bemerkbar.

 

Chronischer Stress kann zur Folge haben:

  • Eingeschränkte Gedächtnisfunktion
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Potenz- /Zyklusstörungen
  • Schlafstörungen
  • Geschwächtes Immunsystem & Krankheitsanfälligkeit

​​​Das Wichtigste im Umgang mit Stress sind also Bewegung und Ruhephasen, durch die der Körper wieder auf Normalbetrieb umstellen kann.

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1.2. Was führt zu Stress am Arbeitsplatz?

Tiger sind zum Glück eher selten am Arbeitsplatz anzutreffen.

Dennoch ist der Job voller Stressoren. Ein zu hohes Arbeitspensum, Termindruck, Unterbrechungen und Störungen, Informationsflut und schlechte Arbeitsplatzbedingungen sind laut der Studie der Technischen Krankenkasse „Entspann dich, Deutschland“ aus 2021 die Hauptstressoren am Arbeitsplatz.

Was allerdings genau Stress bei einem Mitarbeitenden auslöst, kann sehr stark variieren. Stress, Stressoren und Stresssymptome sind so vielfältig, wie wir Menschen selbst.

Ein Betriebliches Stressmanagement kann Rahmenbedingungen schaffen, um präventiv und akut Abhilfe zu leisten.  

1.3. Test: Kennen Sie Ihre persönlichen Stressverstärker?

Mit diesem Test finden Sie heraus, was bei Ihnen ganz persönlich Stress auslöst:

Test: Was sind meine persönlichen Stressverstärker?

2. Was ist Stressmanagement?

Unter Stressmanagement versteht man die Gesamtheit aller Methoden und Strategien, um Stress zu verhindern, zu reduzieren oder zu bewältigen.

Das persönliche Stressmanagement umfasst die individuellen Methoden des Einzelnen um mit belastenden Situationen umzugehen.

Das betriebliche Stressmanagement zielt in erster Linie darauf ab, für die Mitarbeitenden eine Atmosphäre zu schaffen, in der besonders kreativ und produktiv gearbeitet werden kann. Viele Angebote in diesem Bereich helfen aber ebenso das persönliche Stressmanagement der Angestellten weiterzubringen.

 

3. Stresskompetenz entwickeln

3.1. Welche Methoden der Stressbewältigung gibt es?

Gerade in unserer schnelllebigen Welt, können wir uns nur schwer Unterbrechungen und der Informationsflut entziehen. Das heißt: Stress lässt sich nicht vermeiden.

Wenn wir den Stress nicht loswerden können, müssen wir lernen damit zu leben und mit belastenden Situationen zurecht zu kommen. Dies bedeutet die persönliche Stresskompetenz zu steigern, um heikle Momente früh erkennen und mit der richtigen Strategie begegnen zu können.

Ebenso hilft es die eigene Widerstandskraft zu stärken, also Stressresistenz aufzubauen. Ist es nicht möglich belastende Situationen zu meiden, kann man diese zumindest ändern, um präventiv dem Stress vorzubeugen.

Es gibt unterschiedliche Methoden des Stressmanagements. Welche Methode am besten passt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ein effektives Stressmanagement sollte eine Vielfalt von Methoden der Stressbewältigung aufweisen.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über mögliche Stressmanagement-Strategien geben.  

3.2. Multimodales Stressmanagement (Kaluza)

Das multimodale Stressmanagement geht auf den Psychologen Gert Kaluza zurück, der dieses Prinzip immer noch anwendet. Das Modell zeigt verschiedene Ebenen der Stressbewältigung, die an unterschiedlichen Punkten ansetzen auf. Dabei spielt die Umwelt eine tragende Rolle, sowie die persönliche Einstellung und der eigene Umgang mit stressigen Situationen. 

 

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3.3. Was ist das Stressmodell nach Kaluza?

Prof. Gert Kaluza, psychologischer Psychotherapeut, Trainer und Coach gilt schon seit den 1990er Jahren als einer der führenden Experten im Bereich Stressmanagement. Zahlreiche Krankenkassen empfehlen das von ihm entwickelte Stressbewältigungsprogramm.

Das Modell besagt im Kern, dass sich Stress aus drei Schlüsselfaktoren zusammensetzt. Diese so genannte “Stressampel” besteht aus:

  1. Allen äußeren Umständen, die Stress auslösen. Zu den so genannten „Stressoren“ zählen unter anderem Zeitdruck, Streit, Informationsflut. (“Ich gerate in Stress, wenn...”)
  2. Allen inneren Umständen, die Stress auslösen. Diese „persönlichen (mentalen) Stressverstärker“ sind zum Beispiel eigene Denkmuster, negative Glaubenssätze, Drang zu Perfektionismus. (“Ich setze mich selbst unter Stress, indem …")
  3. Allen körperlichen Reaktionen auf Stress. Solche „Stressreaktion“ können sich auf drei Ebenen äußern. So kann sich Stress physisch z.B. über starkes Schwitzen äußern, oder im Verhalten z.B. durch übermäßige Gereiztheit oder auf eine kognitiv-emotionale Weise z.B. in Form eines Blackouts. (“Wenn ich im Stress bin, dann …")

3.4. Die drei Säulen der Stresskompetenz

Auf Basis dieses Modells hat Kaluza die drei Säulen der individuellen Stresskompetenz konzipiert.   

Instrumentale Stresskompetenz

Reduzieren von Stressoren mit Hilfe der instrumentellen Stresskompetenz:

  • Fachliche Weiterbildung gegen Überforderung
  • Problemlösungskompetenz steigern
  • Hilfe zu Selbstmanagement
  • Lernen Unterstützung anzunehmen und einzufordern
  • Lernen nein zu sagen und Grenzen zu setzen

Mentale Stresskompetenz   

Veränderung der inneren Einstellung dank der mentalen Stresskompetenz:

  • Negative Glaubenssätze aus der Kindheit entlarven
  • Förderliche Denkweisen entwickeln lernen 
  • Positive Glaubenssätze formulieren
  • Glauben an eigenen Kompetenzen fördern

Regenerative Stresskompetenz

Entschärfen von Stressreaktionen durch die regenerative Stresskompetenz:

  • Ausreichend und richtige Bewegung
  • Gesunde Ernährung
  • Pausenkultur
  • Schlafhygiene
  • Entspannungstechniken

 


 

4. Was gehört zum Betrieblichen Stressmanagement?

Bei dem Wort Stressmanagement denkt man wohl zuerst an Entspannung, Pausen und Yoga. Doch zeigt das Stressmodell nach Kaluza deutlich, dass Stressmanagement unbedingt weitergedacht werden muss. So ist Stress zwar individuell, dennoch ist es möglich für alle Beschäftigten einen Rahmen zu schaffen, in der die persönliche Stresskompetenz geschult werden kann.

4.1. Organisatorische Ebene: Reduzieren von Stressoren

Sicher lässt sich das Arbeitspensum manchmal schwierig steuern. Aber durch optimierte Arbeitsprozesse können die Belastungssituation für einzelne Mitarbeiter:innen reduziert werden. 

  • Investieren Sie in fachliche Weiterbildung und beugen Sie so Überforderung vor.
  • Vertrauen Sie Ihren Mitarbeiter:innen und lösen Sie sich von starren Arbeitszeiten und Präsenzpflicht.
  • Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen eine Anpassung an die persönliche Leistungskurve und geben Raum für Vereinbarkeit von privaten und beruflichen Belangen.
  • Angebote zu Zeit- und Selbstmanagement können helfen das Arbeitspensum besser zu meistern

4.2. Persönliche Stressoren reduzieren

Sicher sind Kolleg:innen oder die Führungskraft nicht immer die richtige Adresse die schweren Kindheitserinnerungen und die daraus hervorgehenden persönlichen Stressoren aufzuarbeiten. Aber es gibt viele Möglichkeiten als Unternehmen auch in dieser Hinsicht ein Angebot für die Mitarbeitenden herzustellen.

Bieten Sie eine neutrale Vertrauensstelle an, wohin sich die Beschäftigten bei Bedarf wenden können.

4.3. Entspannungsangebote für Beschäftigte

Nicht umsonst haben Betriebliche Gesundheitsangebote Hochkonjunktur. Business Yoga, Massagen oder gratis Sportangebote schaffen einen gesunden Ausgleich zum Arbeitsalltag und sorgen zudem für mehr Motivation bei Mitarbeiter:innen. Denn wer sich in seinen persönlichen Belangen von seinem Arbeitgeber beachtet und wertgeschätzt fühlt,  baut eine Bindung zum Unternehmen auf.

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5. Einfache und effektive Übungen zur Stressbewältigung

1. Schnelle Entspannung mit der 4-7-8-Atemübung

2. Drei einfache Yoga-Übungen für den Rücken

3. Sinne-Achtsamkeitsübung

4. Finger-Yoga: Nackenverspannungen in 3 Minuten lösen

6. Stressmanagement mit dem pme Familienservice

Ob Kommunikationstrainings für Führungskräfte, Unterstützung bei der Etablierung einer gesunden Fehlerkultur, ein abwechslungsreicher Gesundheitstag oder ein hybrides BGM-Konzept?

Gerne machen wir Ihnen ein Angebot für ein maßgeschneidertes, betriebliches Stressmanagement.

Lassen Sie sich von Ihrer/m Geschäftskundenbetreuer:in beraten oder nehmen Sie Kontakt zu den Berater:innen unserer 24/7 Service-Hotline auf: 0800 8010070-80.

Vorträge und Seminare gegen Stress

In unserem Veranstaltungskalender finden Sie vielfältige Angebote zur Stressprävention.

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Quellen:

www.tk.de/resource/blob/2116464/9ff316aaf08870ed54aa8a664502ac67/2021-stressstudie-data.pdf

www.gkm-institut.de/downloads.html

coachinglovers.com/coaching-tool/stressampel-nach-kaluza/​​​​​​

coachinglovers.com/stressmanagement/stressbewaeltigung