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Gesetzliche Änderungen für Familien

29.12.2020
Gabriele Strasser
2310

Zum neuen Jahr gibt es verschiedene Neuerungen. Unter anderem werden die Corona-Hilfsmaßnahmen für Familien sowie die Flexibilisierung des Elterngelds verlängert.

Corona-Hilfsmaßnahmen für Familien 

Um die Belastungen für Familien wegen der Corona-Pandemie abzufedern, hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr verschiedene Maßnahmen beschlossen, zunächst befristet bis Ende 2020. Diese werden nun fortgesetzt. Das betrifft unter anderem den Entschädigungsanspruch, wenn Eltern wegen Schul- und Kitaschließungen nicht arbeiten können. Voraussetzung ist, dass das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen einer Behinderung auf Hilfe angewiesen ist. Außerdem darf keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit bestehen. 

Sind diese Voraussetzungen gegeben, erhalten Eltern und Alleinerziehende eine Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des entstandenen Verdienstausfalls (maximal 2016 Euro) für längstens 10 Wochen pro erwerbstätigem Elternteil beziehungsweise 20 Wochen für Alleinerziehende. Dieser Maximalzeitraum muss nicht an einem Stück in Anspruch genommen werden, sondern kann über mehrere Monate verteilt werden.

 

Corona-Regelungen zum Elterngeld 

Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, können ihre Elterngeldmonate verschieben und diese auch nach dem 14. Lebensmonat des Kindes nehmen, spätestens zum Juni 2021.

Bis zum 31. Dezember 2021 verlängert wurde die Regelung, dass Monate mit geringerem Einkommen von der Elterngeldberechnung ausgenommen werden können. Das betrifft werdende Eltern, die durch die Corona-Pandemie Einkommensverluste haben, weil sie in Kurzarbeit arbeiten oder freigestellt sind.

 

Mehr Kindergeld, höherer Kinderzuschlag

Das Kindergeld wird zum 1. Januar 2021 um 15 Euro pro Kind erhöht. Somit erhalten Eltern für die ersten beiden Kinder jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 und ab dem vierten Kind 250 Euro. Der Kinderzuschlag für Familien mit kleinem Einkommen wird zum Januar um 20 Euro auf bis zu 205 Euro pro Monat und Kind erhöht.

Der Kinderfreibetrag steigt ab Januar 2021 auf 5460 Euro, 2730 Euro je Elternteil. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf steigt auf 2928 Euro, 1464 Euro je Elternteil.

 

Mindestlohn steigt in mehreren Stufen

Interessant unter anderem für Familien, die in ihrem Haushalt eine Kinderbetreuungsperson oder Haushaltshilfe beschäftigen sowie Beschäftigte im Privathaushalt: Der Mindestlohn steigt bis zum 1. Juli 2022 stufenweise an. Zum 1. Januar wird er von bisher 9,35 auf 9,50 Euro erhöht, zum 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro.

 

Gegen Altersarmut: Die Grundrente kommt

Ebenfalls zum 1. Januar 2021 tritt die Grundrente in Kraft. Ziel ist es, die Lebensleistung von Menschen gerechter anzuerkennen und Geringverdienern den Gang zum Sozialamt zu ersparen.

Anspruch auf Grundrente hat, wer mindestens 33 Jahre lang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt, aber wenig verdient hat. Als Faustregel gilt ein durchschnittlicher Verdienst von maximal 80 Prozent des Durchschnittsverdienstes pro Jahr. Rund 1,3 Millionen Menschen werden davon profitieren, darunter viele Frauen sowie Menschen in Ostdeutschland. Die Verbesserungen werden auch Rentnerinnen und Rentnern zugutekommen.

Quelle: BMFSFJ 

 

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