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Eltern & Kind

Hochsensibilität bei Kindern: Bedeutung und Hilfe für Eltern

Hochsensible Kinder fühlen intensiver, nehmen Reize stärker wahr und denken oft tiefgründiger als andere. Dieser Artikel erklärt, wie sich Hochsensibilität bei Kindern äußert, welche Ursachen dahinterstecken und wie Eltern ihr hochsensibles Kind stärken können. 

Ein Beitrag von Ramona Krämer, Elternberaterin und systemische Familientherapeutin beim pme Familienservice. 

Hochsensibilität bei Kindern: kurz zusammengefasst

Hochsensibilität bei Kindern zeigt sich dadurch, dass sie Reize und Emotionen besonders intensiv wahrnehmen und verarbeiten. Typische Anzeichen sind eine ausgeprägte Empathie, eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen oder Gerüchen sowie ein deutliches Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe. Die Ursachen liegen meist in einer speziellen genetischen und neurobiologischen Veranlagung.

Eltern können ihr hochsensibles Kind gezielt stärken, indem sie mit Verständnis reagieren, einen strukturierten Alltag bieten und die individuellen Bedürfnisse des Kindes ernst nehmen. 

Was ist Hochsensibilität bei Kindern? 

Hochsensibilität beschreibt ein besonders feinfühliges Nervensystem, das auf äußere und innere Reize wie grelles Licht, Lärm, Gerüche oder Stimmungen sehr sensibel reagiert. Hochsensible Kinder sind oft schneller gestresst oder erschöpft, verarbeiten Informationen tiefer und benötigen mehr Zeit, um Eindrücke zu verarbeiten. Studien zeigen, dass sie besonders auf Details achten und ein ausgeprägtes Gefühlsleben haben. 

Wie zeigt sich Hochsensibilität bei Kindern? Symptome im Alltag 

Typische Symptome und Hinweise für Hochsensibilität im Kindesalter sind:

  • Starke emotionale Reaktionen und Mitgefühl: Sie nehmen Stimmungen von Menschen besonders stark wahr, reagieren leidenschaftlich bei Ungerechtigkeit oder beim Konsum von Geschichten und Filmen und zeigen ausgeprägte Empathie.
  • Überempfindlichkeit gegenüber Sinneseindrücken: Laute Geräusche, starke Gerüche, Licht, Berührungen oder bestimmte Kleidungsstücke (z. B. mit kratzenden Nähten) werden schnell als störend empfunden. Auch intensiver oder unangenehmer Geschmack kann beim Essen Probleme bereiten.
  • Tiefe Verarbeitung und viele Fragen: Hochsensible Kinder stellen häufig ungewöhnlich viele und tiefgehende Fragen und durchdenken Situationen intensiv. 
  • Großes Bedürfnis nach Rückzug: Nach aufregenden oder lauten Situationen brauchen sie Ruhephasen und ziehen sich gern zurück, um Erlebtes zu verarbeiten.

"Besondere Ereignisse können sehr lange nachhallen. Hochsensible Kinder finden nach ereignisreichen Tagen schwer in den Schlaf und können auch in den Folgetagen noch Stressreaktionen zeigen" – Ramona Krämer, Elternberaterin und systemische Familientherapeutin beim pme Familienservice 

  • Probleme mit Veränderungen und Gruppen: Unerwartete Veränderungen, neue Situationen oder große Gruppen lösen schnell Unsicherheit oder Zurückhaltung aus. 
  • Perfektionismus und Gewissenhaftigkeit: Sie möchten es besonders „richtig“ machen, reagieren sensibel auf eigene Fehler und haben hohe Ansprüche an sich selbst. 
  • Hohe Sensibilität beim Thema Essen und Geschmack: Bestimmte Konsistenzen, Geschmäcker oder Gerüche bei Lebensmitteln werden intensiv wahrgenommen und oft abgelehnt.

"Hochsensible Kinder nehmen manchmal bereits kleinste Mengen von Gewürzen, Schärfe oder Salz wahr und empfinden diese als unangenehm und das Essen infolgedessen als ungenießbar." – Ramona Krämer

Wie erkennt man Hochsensibilität bei Kindern? Test & Diagnose

Da Hochsensibilität ein Charaktermerkmal ist und keine psychische Störung, gibt es keine offizielle medizinische Diagnose.  

Eine Selbsteinschätzung anhand der Highly Sensitive Person Scale nach Elaine Aron ist daher nach wie vor die Basis für die Bestimmung einer Hochsensibilität. In Anlehnung daran gibt es auch einen Hochsensibilitäts-Test für Kinder, der Eltern hilft, Anzeichen zu erkennen.  

Leidet das Kind unter typischen Merkmalen, kann der Gang zum/zur Kinder- und Jugendpsycholog:in sich dennoch lohnen, um eine genauere Einschätzung zu erhalten und ggf. von anderen diagnostizierbaren Störungen abzugrenzen. AD(H)S bei Kindern oder eine Autismus-Spektrum-Störung können sich in manchen Bereichen ähnlich äußern.  

Was sind die Ursachen von Hochsensibilität? 

Die Anlage zur Hochsensibilität ist meist genetisch bedingt – sie kann familiär gehäuft vorkommen. Neurobiologisch zeigen hochsensible Kinder eine höhere Konzentration von Noradrenalin im Blut und eine schnellere Ausschüttung von Adrenalin, werden also leichter in Erregung versetzt.  

Die bewusste Reizunterdrückung ist weniger aktiv, wodurch mehr Informationen ungefiltert ins Bewusstsein dringen. Zudem zeigt das limbische System im Gehirn, das für Emotionen und Stressverarbeitung zuständig ist, eine erhöhte Aktivität.  
 

Welche Stärken haben hochsensible Kinder?

Hochsensible Kinder tragen viele positive Eigenschaften und Stärken in sich, die sich im Alltag zeigen: 

  • Hohe Empathiefähigkeit 
  • Kreativität und ausgeprägte Intuition 
  • Starke Verknüpfung von Gedanken mit Bildern ("Big Picture") 
  • Detailliebe 
  • Stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn und ethisches Bewusstsein 
  • Reflexionsfähigkeit und gründliches Abwägen

Diese Stärken ermöglichen es hochsensbilen Kindern, effizient, gründlich und mit viel Weitblick zu handeln. 

Was brauchen hochsensible Kinder? 

Damit sich hochsensible Kinder optimal entfalten und ihre Stärken einbringen können, brauchen Sie von ihren Bezugspersonen emotionale und strukturelle Unterstützung. Im Detail bedeutet das:

Emotionale Unterstützung für hochsensible Kinder

  • Bedingungslose Liebe, Akzeptanz und die Sicherheit, ernst genommen zu werden
  • Viel Bestätigung zur Stärkung ihres Selbstbewusstseins, denn sie machen oft die Erfahrung, in ihrer Andersartigkeit nicht verstanden zu werden 
  • Positive Vorbilder im Umgang mit Emotionen 
  • Strategien, um sich ihr Ruhebedürfnis zu erfüllen und sich von unerwünschten Reizen und Gefühlen abzugrenzen

Strukturelle Unterstützung für hochsensbile Kinder

  • Viel Ruhe und ausreichend Pausen, auch Ausflüge in die Natur tun ihnen gut
  • Klare Abläufe, Rituale und eine reizreduzierte Umgebung (wenig Medienkonsum, genug unverplante Zeit, nicht zu viele Hobbys) 
  • Vorbereitung auf Neues oder Veränderung, die anstehen
  • Rücksichtnahme auf individuelle Reizschwellen 

7 Tipps wie Sie Elternteil Ihr hochsensibles Kind unterstützen

  • Erkennen und akzeptieren Sie, dass Ihr Kind nicht absichtlich „schwierig“ ist.
  • Vermeiden Sie Reizüberflutung, indem Sie Elektronik reduzieren, geordnete Räume schaffen und Ihrem Kind feste Rückzugsorte anbieten.
  • Schaffen Sie im Alltag regelmäßig bewusste Ruhephasen und Pausen.
  • Führen Sie Ihr Kind in herausfordernden Situationen klar und ruhig. 
  • Nehmen Sie die Wahrnehmung Ihres Kindes ernst, stellen Sie diese nicht in Frage oder werten sie ab.
  • Suchen Sie den Austausch mit anderen Eltern und hinterfragen Sie gut gemeinte Ratschläge kritisch.
  • Holen Sie sich Unterstützung, wenn die Belastung zu groß ist, zum Beispiel durch Beratungsangebote oder Austauschgruppen.
Buchtipps zu Hochsensibilität bei Kindern  

Das hochsensible Kind – Wie Sie auf die besonderen Schwächen und Bedürfnisse Ihres Kindes eingehen” von Elaine N. Aron 

Hochsensible Kinder – Lösungen für 51 herausfordernde Alltagssituationen” von Johanna Hinze 

Die pme-Elternberatung 

Unsere Elternberater:innen begleiten Eltern in allen Fragen von der Schwangerschaft bis zum Erwachsenwerden des Kindes. Persönlich und vertraulich: Wir sind online, telefonisch und vor Ort für Sie da. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der pme Elternberatung

FAQ zu Hochsensbilität bei Kindern 

1. Woran erkenne ich, dass mein Kind hochsensibel ist? 

Hochsensible Kinder reagieren besonders empfindlich auf Geräusche, Gerüche oder Stimmungen, zeigen starke Empathie und brauchen häufig Rückzugsmöglichkeiten. 

2. Ist Hochsensibilität eine Krankheit? 

Nein, Hochsensibilität ist keine Krankheit, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal. 

3. Was hilft meinem hochsensiblen Kind im Alltag? 

Feste Routinen, ruhige Rückzugsorte, verständnisvolle Kommunikation und gezielte Pausen fördern das Wohlbefinden hochsensibler Kinder. 

4. Lässt sich Hochsensibilität durch Erziehung ändern? 

Die Sensibilität selbst lässt sich nicht „aberziehen“, aber das Kind kann lernen, besser mit Reizen umzugehen und seine Stärken zu nutzen. 

5. Sollte ich professionelle Hilfe suchen? 

Wenn Unsicherheiten bestehen oder die Hochsensibilität zu Alltagsproblemen führt, kann Beratung durch Fachleute wie Kinder- und Jugendpsycholog:innen sinnvoll sein, um Unterstützung und Entlastung zu finden. 
 

null Hilfreiche Tipps für entspannter Wechseljahre

Fröhliche Frau im mittleren Alter
Body & Soul

Von Brainfog bis Jobstress: Wechseljahre meistern

Die Wechseljahre sind ein großer Einschnitt im Leben einer Frau. Anna Kipp-Menke, systemische Beraterin, und Giannina Schmelling, zertifizierte Ernährungsberaterin haben hilfreiche Tipps für einen guten Umgang mit häufigen Beschwerden.

Was passiert im Körper während der Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind eine wichtige Lebensphase, die rund 9 Millionen Frauen in Deutschland betrifft. Die Auswirkungen sind sehr unterschiedlich: Etwa ein Drittel spürt starke Beschwerden, ein weiteres Drittel mäßige und ein Drittel kaum Symptome.

Während dieser Phase verändert sich der Hormonhaushalt tiefgreifend. Das wirkt auf den ganzen Körper. Meist zeigen sich Schlafstörungen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme und Gewichtszunahme.

Wichtiger Tipp: Regelmäßige Bewegung unterstützt den Körper und das Gehirn und kann Beschwerden mindern.

Wann beginnen die Wechseljahre und wie lange dauern sie?

Wechseljahre können schon Ende 30 mit ersten hormonellen Veränderungen beginnen – also lange vor dem Ausbleiben der Regelblutung (Menopause).

Die Symptome entstehen zunächst durch einen Mangel an Progesteron, dessen Spiegel in den Wechseljahren als erstes abnimmt. Erst im Anschluss daran sinkt auch der Östrogenspiegel.

Die hormonellen Veränderungen können sich dabei über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren erstrecken. Deshalb unterscheidet man zwischen Prämenopause, Perimenopause und Postmenopause.

Was bewirkt die Menopause im Gehirn?

Viele Frauen leiden während der Menopause unter Konzentrationsproblemen und „Brainfog“. Das Gehirn reagiert auf die sinkenden Östrogenspiegel und passt sich an. Dabei kommt es zu vorübergehenden Veränderungen.

Diese neurologischen Symptome ähneln denen in anderen Lebensphasen wie Pubertät oder Schwangerschaft. Das Gehirn macht quasi ein hormonelles „Update“ und baut neue Vernetzungen auf.

 Was ist die Menopause, was die Perimenopause?

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Menstruation und damit das Ende der Fruchtbarkeit (Fortpflanzungsfähigkeit). Durchschnittlich tritt die Menopause im Alter von 52 Jahren ein.

Die Perimenopause ist die Übergangsphase der Wechseljahre, die zur Menopause führt. In dieser Zeit beginnen die Eierstöcke allmählich weniger Östrogen und Progesteron zu produzieren, was zu körperlichen und emotionalen Veränderungen führen kann. Sie beginnt im Durchschnitt mit 47,5 Jahren. 

Warum sind die Wechseljahre evolutionär sinnvoll?

Die Menopause ist keine Krankheit oder Strafe. Viele Forschende vermuten, sie ist evolutionär sinnvoll. Denn „Großmütter spielen eine wichtige Rolle“, indem sie Familien unterstützen und Wissen weitergeben. Die Menopause bereitet Frauen auf diese neue Aufgabe vor.

So gelingt ein positives Mindset in den Wechseljahren

Wie Frauen die Wechseljahre erleben, hängt stark ihrer Einstellung ab. Wer diese Zeit als Chance statt als Krise sieht, erlebt oft mehr Gelassenheit und Selbstbewusstsein.

Diese Phase kann der Start für neue berufliche Wege, Beziehungen oder persönliche Ziele sein. Eine positive Haltung fördert das Wohlbefinden und hilft, Herausforderungen besser zu meistern.

6 Tipps für entspanntere Wechseljahre 

Das hilft gegen Konzentrationsprobleme und "Brainfog"

  • Akzeptieren Sie diese Symptome als vorübergehend.
  • Nutzen Sie Tracker für wichtige Dinge und ein festes Ablagesystem.
  • Legen Sie schwierige Aufgaben in Zeiten, in denen Sie sich gut konzentrieren können.
  • Atemübungen wie die 4-7-8-Übung bringen Klarheit in Ihre Gedanken.
  • Vermeiden Sie Multitasking. Erledigen Sie Aufgaben nacheinander.
  • To-do-Listen und Kalender bringen Struktur und Ruhe.

Bewegung: Eine Wunderwaffe gegen Wechseljahrsbeschwerden

Ausdauer- und Krafttraining, sowie Gleichgewichts- und Flexibilitätstraining wirken Wunder. Sie regulieren das Gewicht, senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verbessern Schlaf und Stimmung. Schon regelmäßige Spaziergänge steigern das Wohlbefinden.

Die richtige Ernährung für die Wechseljahre

Viele Frauen nehmen in den Wechseljahren Gewicht zu, vor allem am Bauch. Das erhöht Krankheitsrisiken. Eine ballaststoffreiche, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung hilft, den Stoffwechsel und die Gehirnfunktion zu unterstützen.

So vermeiden Sie Blutzuckerspitzen:

  • Bevorzugen Sie unverarbeitete Lebensmittel.
  • Essen Sie ausgewogen mit Proteinen, gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten.
  • Machen Sie 4-5 Stunden Pausen zwischen den Mahlzeiten. Empfehlenswert: 3 Mahlzeiten täglich.

Empfehlenswerte Lebensmittel in den Wechseljahren

  • Omega-3-reiche Lebensmittel wie Leinöl, Chiasamen, fetter Fisch, Walnüsse und Avocado wirken entzündungshemmend.
  • Proteine in Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten und Milch helfen die Muskelmasse zu erhalten.
  • Gemüse, Vollkornprodukte und Nüsse fördern die Verdauung und stabilisieren den Blutzucker.
  • Trinken Sie täglich mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Vermeiden Sie Kaffee und Alkohol, da sie Hitzewallungen verstärken können.

So lindern Sie Hitzewallungen

  • Tragen Sie Kleidung aus Naturfasern wie Wolle, Seide oder Baumwolle.
  • Nutzen Sie die Zwiebeltechnik: Mehrere dünne Schichten statt einer dicken.
  • Bevorzugen Sie Kleidung, die Arme und Hals frei lässt, z. B. Westen.
  • Tragen Sie Stofftaschentücher, Erfrischungstücher oder ein Fläschchen Kölnisch Wasser bei sich.
  • Offenes Ansprechen im Job kann helfen, z. B. „Ich mache kurz eine Pause zum Frischmachen.
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Die Wechseljahre sind nicht das Ende, sondern eine wertvolle Chance für einen neuen Lebensabschnitt. Nehmen Sie die körperlichen Veränderungen liebevoll an und nutzen Sie die Zeit, um gut mit sich selbst in Kontakt zu kommen."
Anna Kipp-Menke, Systemische Beraterin

 

 


 

Wechseljahre und Job: Warum es wichtig ist, darüber zu reden 

Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden fallen am Arbeitsplatz oft durch das Raster. Während bei Grippe krankgemeldet wird, müssen Frauen Schlafstörungen, Hitzewallungen oder Konzentrationsschwierigkeiten meist verschweigen und normal weiterarbeiten.

Die Studie „Menosupport“ (2023) zeigt, dass Beschwerden Karriereentscheidungen beeinflussen und Frauen teilweise Stundenzahl reduzieren oder früher in Rente gehen.
Fakten aus der Studie:

  • 68 % wünschen sich offenere Kommunikation.
  • 57 % wollen mehr Unterstützung von Arbeitgebern.
  • 24 % reduzieren wegen Beschwerden ihre Arbeitszeit.
  • 19 % planen einen vorzeitigen Ruhestand.

Wie Arbeitgeber Frauen in den Wechseljahren unterstützen können

Offene Kommunikation fördern

Ein offenes Klima hilft, Tabus abzubauen. Frauen können so besser über Beschwerden sprechen und Hilfen erhalten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement einbinden

Infos zu hormonellen Veränderungen, Ernährung und Prävention unterstützen Frauen gezielt.

Entlastung im Arbeitsalltag anbieten

  • Flexible Arbeitszeiten
  • Homeoffice bei Belastung
  • Ruheräume für kurze Pausen
  • Einfache Krankmeldungen

Psychosoziale Unterstützung ermöglichen

  • Psychologische Beratung (Betriebspsychologen).
  • Coaching und Mentoring speziell für Frauen.
  • Kurse zu Stressbewältigung, Meditation, Yoga, Achtsamkeit.
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 Buchtipp: Das Gehirn in der Menopause von Dr. Lisa Mosconi

Dr. Mosconi regt ein neues Bewusstsein für die Menopause an. Sie betrachtet sie nicht als Ende, sondern als wichtigen Übergang mit Chancen für Wachstum.
dtv Verlag, München, 2025

 

FAQ – häufige Fragen zu den Wechseljahren

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Wechseljahre dauern etwa 4 bis 7 Jahre. Die Symptome treten meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf.

Hilft Bewegung wirklich gegen Beschwerden?

Ja. Sport verbessert die Stimmung, reguliert das Gewicht, fördert den Schlaf und kann Symptome wie Hitzewallungen lindern.

Welche Ernährung ist in den Wechseljahren sinnvoll?

Eine ballaststoffreiche, vitaminreiche und ausgewogene Ernährung mit gesunden Fetten und Proteinen unterstützt den Stoffwechsel und das Gehirn.

Wie kann ich Hitzewallungen schnell lindern?

Tragen Sie leichte Kleidung, nutzen Sie wie empfohlen die Zwiebeltechnik, und kühlen Sie sich bei Bedarf mit Erfrischungstüchern oder einem Ventilator.

Kann der Arbeitgeber mich in den Wechseljahren unterstützen?

Ja. Offene Kommunikation, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Ruheräume und psychosoziale Unterstützung sind wichtige Hilfeangebote.