Freunde im Sommer am Strand
Body & Soul

Ab welchem UV-Index sollte ich nicht mehr in die Sonne gehen?

Wäre es nicht schön, einfach die Sonne zu genießen, ohne sich um den Schutz Gedanken machen zu müssen? Eine Orientierungshilfe bietet Ihnen der UV-Index: eine smarte Zahl, die Ihnen sagt, wie intensiv die aktuelle Sonneneinstrahlung wirklich ist.  

​​​​​​​Text: Patrizia Lehmkuhl, Redaktion: Christin Müller 

Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick 

Der UV-Index ist Ihr kostenloses und tagesaktuelles Frühwarnsystem für Sonnenbrand, akute Hautschäden und langfristige Risiken wie Hautkrebs. Bereits ab einem Wert von 3 sollten Sie konsequent Sonnenschutz nutzen. Wer erkennt, wann Schutz notwendig ist, kann Outdoor-Aktivitäten clever planen und unnötige Gefahren vermeiden. 

Was ist der UV-Index? 

UV steht für ultraviolette Strahlung. Der UV-Index (UVI) fasst die Stärke der UV-Strahlung an einem Ort in einer leicht verständlichen Zahl zusammen und signalisiert Ihnen, wie schnell ein Sonnenbrand droht. Je höher die Zahl, desto größer das Risiko für Sonnenbrand, Hautalterung, Augenschäden und Hautkrebs. 

Wie hoch ist der heutige UV-Index?

Sie wollen wissen, wie der tagesaktuelle UV-Index in Ihrer Region ist? Das bundesweite solare UV-Messnetz misst an über 40 Orten bundesweit die am Erdboden einfallende UV-Strahlung. Die aktuellen Messdaten finden Sie auf der Website des BfS.

Was beeinflusst den UV-Index? 

Verschiedene Faktoren bestimmen, wie hoch der UV-Index aktuell ausfällt: 

  • Sonnenhöhe: Je höher die Sonne am Himmel steht, desto stärker ist die UV-Belastung.
  • Ozon und Luftpartikel: Mehr Ozon und Aerosole dämpfen die Strahlung, weniger bedeutet höhere Werte.
  • Reflexion: Wasser, Sand, Schnee oder helle Fassaden verstärken die Belastung.
  • Bewölkung: Reduziert die UV-Strahlung, schützt aber nicht vollständig – UV-Strahlen dringen auch durch Wolken.

Tipp: Den exakten Wert erfahren Sie bei vielen Wetterdiensten oder direkt mit einer UV-Testkarte. 

Wie nutzen Sie den UV-Index praktisch? 

Der UV-Index ist keine abstrakte Zahl, sondern hilft, gezielte Schutzmaßnahmen zu treffen. Die WHO hat das klar definiert: 


Quelle: WHO, Grafik: pme Familienservice GmbH

Bereits kurze Aufenthalte in der Mittagssonne können sonst zu schmerzhaften Rötungen und Blasenbildung führen – und steigern langfristig auch das Risiko für Hautkrebs und Augenschäden.

Lichtschutzfaktor bei Sonnencreme: Das sollten Sie wissen 

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencremes gibt an, wie viel länger Sie nach dem Eincremen Ihre Eigenschutzzeit verlängern können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt: 

  • Ab UV-Index 3: Sonnenschutz für alle! 
  • Kinder: LSF mindestens 30 
  • Erwachsene: LSF mindestens 15 

Noch wichtiger als die Wahl des LSF sind Auftrag und Anwendung: 

  • Menge: Ca. 5–6 Esslöffel für den ganzen Körper. 
  • Nachcremen: Alle 2 Stunden sowie nach dem Schwimmen oder Abtrocknen. 

Ihr Hauttyp ist entscheidend: Sehr helle Haut kann bereits nach wenigen Minuten verbrennen. Beachten Sie: Wichtig ist die konsequente Anwendung und die Ergänzung durch schützende Kleidung und Aufenthalte im Schatten!

Welche Sonnencreme ist die richtige für mich?

Sie sind unsicher, welche Sonnencreme zu Ihnen passt und wie Sie Ihre Haut optimal vor der Sonne schützen? In unserem weiterführenden Artikel erfahren Sie, worauf es beim richtigen Sonnenschutz ankommt. 

 

Mythen rund um Sonne & Sonnenschutz – kurz aufgeklärt 

„Es ist bewölkt, also sicher.“ – Falsch. Wolken reduzieren die UV-Strahlung, blockieren sie aber nicht vollständig. 

„Vorgebräunte Haut braucht keinen Schutz.“ – Falsch. Dunklere Haut bietet etwas mehr Eigenschutz, jedoch keinen vollständigen Schutz. 

„Sonnencreme reicht allein.“ – Falsch. Optimal ist eine Kombination aus Sonnenschutzmitteln, Kleidung, Schatten und angepasster Aufenthaltszeit. 

„Die Nutzung von Sonnencreme führt zu Vitamin-D-Mangel.“ – Falsch. Wissenschaftlich gibt es hierfür keine Belege. 

Praktische Merkhilfen zum Sonnenschutz für Ihren Alltag 

  • Nutzen Sie UV-Informationen (Wetterdienste, UV-Testkarten), um Ihre Tagesplanung anzupassen – etwa Kleidung, Aufenthaltsdauer und Zeitpunkt von Outdoor-Aktivitäten. Praktisch: Eine UV-Testkarte zeigt Ihnen den konkreten Wert direkt an Ihrem Aufenthaltsort. 
  • Bei hohem UV-Index: Legen Sie Outdoor-Aktivitäten möglichst außerhalb von 11 bis 15 Uhr. 
  • Besonders bei starker Reflexion (Wasser, Sand, Schnee, helle Umgebung oder im Gebirge) ist erhöhter Schutz nötig. 
  • Schützen Sie Kinder besonders – ihre Haut ist sehr empfindlich. 

Fazit: Der UV-Index schützt Ihre Haut 

Der UV-Index ist Ihr zuverlässiger Begleiter für sonnige Tage. Schon ab UVI 3 empfehlen Experten konsequenten Sonnenschutz: ausreichend Creme, regelmäßig nachcremen, Schatten aufsuchen und besonders auf Kinder achten.

Lassen Sie sich nicht von Mythen täuschen: Auch Wolken und vorgebräunte Haut bieten keinen Freifahrtschein. Planen Sie mit dem UV-Index, vermeiden Sie die intensive Mittagssonne und genießen Sie sorglos den Sommer. 

Kurz gesagt: Wer den UV-Index nutzt, schützt sich und andere clever und kann die Sonne entspannt genießen. 

FAQ: Häufige Fragen zum UV-Index & Sonnenschutz 

Ab welchem UV‑Index sollte ich nicht mehr in die Sonne gehen?

Nicht zwangsläufig „nicht mehr“, aber ab UV‑Index 8 (sehr hoch) sollten Sie direkte Sonne meiden, schattige Orte aufsuchen und besonders strenge Schutzmaßnahmen ergreifen (hoher LSF, Schutzkleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille). Ab UVI 3 gilt: konsequent Sonnenschutz nutzen.

Brauche ich bei bewölktem Himmel Sonnenschutz?

Ja. Wolken dämpfen UV, schützen aber nicht vollständig. Bei diffusen Bedingungen kann UV‑Strahlung weiterhin Hautschäden verursachen — Sonnenschutz ist ratsam, besonders ab UVI ≥3.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF) bei Sonnencreme?

Der LSF gibt an, wie viel länger Sie nach dem Eincremen in der Sonne bleiben können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verglichen mit Ihrer Eigenschutzzeit. Beispiel: LSF 30 verlängert die Eigenschutzzeit theoretisch um das 30‑Fache.

Welche LSF‑Werte werden empfohlen?

Ab UVI 3: Sonnenschutz für alle. Empfohlen: Kinder mindestens LSF 30; Erwachsene mindestens LSF 15. Bei hoher Intensität (UVI ≥6) empfehlen Expert:innen LSF 30–50+ je nach Hauttyp und Expositionsdauer.

Wie viel Sonnencreme muss ich auftragen?

Richtwert: Ca. 2 mg/cm² Haut — das entspricht für den ganzen Körper etwa 5–6 Esslöffeln (gestrichen). In der Praxis: großzügig auftragen, nicht sparsamen Tupfen verwenden.

Wie oft muss ich nachcremen?

Mindestens alle 2 Stunden sowie unmittelbar nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen.

Reicht Sonnencreme allein?

Nein. Beste Schutzwirkung ergibt die Kombination: Sonnencreme + schützende Kleidung (UV‑Schutzkleidung), Schatten, Sonnenhut und Sonnenbrille sowie zeitliche Planung (Mittagsstunden meiden).

Was ist der Unterschied zwischen UVA und UVB?

Kurz: UVA dringt tiefer ein und fördert Hautalterung; UVB verursacht Sonnenbrand und hat hohe Bedeutung für Hautkrebsrisiko. Beide sind schädlich und sollten gemindert werden.

Welche Besonderheiten gelten für Kinder und Babys?

Babys (unter 1 Jahr): direkte Sonne vermeiden; im Schatten und mit schützender Kleidung halten. Bei Kindern: LSF ≥30, häufig nachcremen, besonders schützen zwischen 11–15 Uhr und bei reflektierenden Umgebungen (Wasser, Sand, Schnee).

Wie nutze ich den UV‑Index praktisch für meine Tagesplanung?

Prüfen Sie morgens/tagesaktuell den UVI (Wetterdienste, BfS/DWD). Planen Sie Aktivitäten vormittags oder später am Tag, wählen Sie passende Schutzmaßnahmen je nach UVI‑Band (z. B. UVI 3–5 → LSF 30, Schatten; UVI 6–7 → LSF 30–50, kurze Aufenthalte; UVI ≥8 → Aufenthalt im Schatten, Schutzkleidung, hohe LSF).

Quellen & Lesetipps 





 

null Wie die ILB Mitarbeitende krisenfest macht

Das Gebäude der ILB in Potsdam
Führung & HR

Teamresilienz stärken: Wie die ILB Mitarbeitende krisenfest macht

Kathleen Wiesener, Referentin für Personalentwicklung bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), beleuchtet im Interview die Bedeutung eines starken Teamgeists und wie gezielte Maßnahmen wie Coaching, Feedbackkultur und externe Moderation dazu beitragen, die Mitarbeitenden zu stärken. Sie erklärt, welche Strategien die ILB nutzt, um ein resilientes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mitarbeitende die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um in Krisensituationen erfolgreich zu sein.

Was versteht die ILB unter Teamresilienz und warum ist sie für das Unternehmen besonders wichtig?

Für uns bedeutet Teamresilienz die Fähigkeit eines Teams, gemeinsam Herausforderungen, Krisen oder Stresssituationen zu bewältigen und gestärkt daraus hervorzugehen. Dazu gehören Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung, gute Kommunikation und Vertrauen innerhalb der Gruppe. Ein resilientes Team kann sich schnell an neue Umstände anpassen und bleibt auch in schwierigen Zeiten produktiv.

Vor welchen spezifischen Herausforderungen stehen Sie bei der Stärkung der Resilienz Ihrer Teams?

Die Digitalisierung stellt unsere Mitarbeitenden vor erhebliche Anpassungsanforderungen. Hinzu kommen häufige Reorganisationen, etwa aufgrund neuer Richtlinien oder Effizienzmaßnahmen. Zudem herrscht in vielen Bereichen eine hohe Arbeitsbelastung, bedingt durch Krankheitsausfälle oder unbesetzte Expertenstellen infolge des Fachkräftemangels.

Wie haben Sie das Thema Teamresilienz in Ihrer Organisation verankert?

Die ILB hat bereits vor vielen Jahren den Teamzusammenhalt und die Resilienz als zentrale Themen erkannt. Wir bieten unseren Mitarbeitenden systematisch Unterstützung durch Coaches und Trainerinnen der pme Akademie an. Es ist uns gelungen, bei den Führungskräften ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass eine gute Teamdynamik das Wohlbefinden fördert. Das führt zu weniger Konflikten und geringeren krankheitsbedingten Ausfällen und stärkt die Leistungsfähigkeit des Teams.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der pme Akademie?

Die pme Akademie unterstützt uns bei der Organisation von Teamings sowie der Moderation größerer Workshops - die Spanne reicht von kleinen Teams von 4 Personen bis zu ganzen Bereichen von 80 Teilnehmenden. Zudem arbeiten wir mit ihren Konfliktmoderatorinnen zusammen. Führungskräfte sind Teil des Systems und können damit nicht neutral vermitteln, daher ist externe Unterstützung sehr wertvoll. Es gibt auch präventive Angebote, die Führungskräfte und Mitarbeitende befähigen, Konflikte anzusprechen und Feedback zu geben.

Entfalten Sie jetzt das volle Potenzial Ihrer Führungskräfte und Teams.

Unsere Trainer:innen und Coaches der pme Akademie begleiten Sie in schwierigen Transformations- und Changeprozessen oder analysieren gemeinsam, wie Sie die Stärken Ihres Teams noch besser nutzen können. 

Mehr Infos zu den Seminaren und Trainings: pme Akademie

Was bewirken diese Angebote bei Ihren Mitarbeitenden?

Unsere Mitarbeitenden empfinden diese Angebote als sehr hilfreich. Sie schätzen es, abseits des Arbeitsalltags über das Teamgefühl sprechen zu können. Seit der Corona-Pandemie arbeiten viele im Homeoffice, was zu weniger informellen Treffen und mehr Rückzug führt. Hybride oder digitale Meetings sind oft stark sachorientiert, doch persönlicher Austausch ist entscheidend, um Bindung und ein Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Wie unterstützen Führungskräfte konkret ihre Teams in schwierigen Zeiten und sorgen für ein resilientes Arbeitsumfeld?

Wir fördern das Wir-Gefühl auf vielfältige Weise, um die Zusammenarbeit zu stärken. Gemeinsam mit der Belegschaft haben wir Leitlinien für eine transparente, konstruktive Kommunikation, eine lebendige Feedbackkultur und bereichsübergreifende Zusammenarbeit entwickelt.
Nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Mitarbeitenden tragen die Verantwortung, diese Werte regelmäßig zu thematisieren und zu reflektieren. Regelmäßige Teamevents bieten die Möglichkeit, trotz hybrider Arbeitsmodelle persönliche Verbindungen zu pflegen und über die Arbeitsinhalte hinaus gemeinsame Interessen zu besprechen.

Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um sicherzustellen, dass sich Mitarbeitende trauen, offen über Herausforderungen oder Fehler zu sprechen?

Ein konstruktiver Umgang mit Fehlern und Herausforderungen ist fest in unserem Zielbild einer Lernenden Organisation verankert. Wir fördern Transparenz und ermutigen unsere Führungskräfte, ihren Mitarbeitenden den Rücken zu stärken und eine lösungsorientierte Haltung einzunehmen, statt nach Schuldigen zu suchen.

Wie funktioniert das in der Praxis? Gibt es Tools und Techniken, auch über Rückschläge und Fehler systematisch zu sprechen?

Wir integrieren das Thema Feedback systematisch in unsere Jahresgespräche und schaffen so immer wieder Bewusstsein für dessen Bedeutung. Darüber hinaus gab es Kampagnen, wie konstruktives Feedback gegeben werden kann, mit Newslettern, Postkartenaktionen und Schulungsmaßnahmen.

Welche Programme, Schulungen oder Ressourcen bieten Sie an, um die Resilienz der Teams und Einzelpersonen kontinuierlich zu fördern?

Neben verschiedenen Kommunikationsschulungen, wie etwa im Konfliktmanagement, bieten wir Teams in Krisenzeiten die Möglichkeit, externe Mediatorinnen oder Moderatorinnen für Teambuilding hinzuzuziehen. Der pme Familienservice ist dabei ein wichtiger Partner.
Darüber hinaus haben alle Führungskräfte die Möglichkeit, sich einen Coach auszuwählen, der sie in herausfordernden Situationen begleitet. Oft geht es im Arbeitsalltag nur um das „Was“ und weniger um das „Wie“. Wenn ein Team neu zusammengesetzt oder eine neue Führungskraft eingesetzt wird, unterstützen wir den Prozess durch gezielte Begleitung.

Wie sorgen Sie dafür, dass Mitarbeitende in stressigen Phasen nicht überfordert werden und leistungsfähig bleiben?

Stressmanagement ist ein zentrales Thema, das wir sowohl bei unseren Mitarbeitenden als auch bei den Führungskräften durch Schulungen unterstützen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Führungskräfteentwicklung, damit sie sich selbst und ihre Teams vor Überlastung schützen und Krisen gezielt meistern können. Zudem bieten wir über einen externen Partner Sozialberatung und praktische Unterstützung in schwierigen privaten und beruflichen Situationen an.

Im Moment spüren wir eine sehr starke Polarisierung in der Gesellschaft. Wird das auch in Ihren Teams spürbar? Wachsen die Konflikte?

Nach meiner Wahrnehmung wird bei uns mit großer Zurückhaltung über Politik gesprochen, möglicherweise, um Konflikte zu vermeiden. Ich kann hier nur für mein Team sprechen: Uns ist ein wertschätzender Umgang miteinander sehr wichtig und dazu gehört auch, unterschiedliche Meinungen zu respektieren. Ein Beispiel war die Impfdebatte während der Corona-Pandemie, bei der es sowohl Befürworter als auch Gegner gab. Ich habe viel Toleranz erlebt. Ein gutes Miteinander ist uns wichtig und hilft, Krisen gemeinsam zu bewältigen.