Lehrer gibt Schüler lachend High Five
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Ganztagsförderungsgesetz: was Eltern wissen sollten

Das neue Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) schafft einen bundesweiten Rechtsanspruch auf qualitative Ganztagsbetreuung, um Familien mit Kindern im Grundschulalter besser zu entlasten. Ab dem Schuljahr 2026/27 erhalten Kinder der ersten Klassenstufe einen Anspruch auf ganztägige Betreuung, der schrittweise bis zum Schuljahr 2029/30 auf alle Klassenstufen 1 bis 4 ausgeweitet wird.  

Damit soll die bisherige Betreuungslücke zwischen Kita und Schule geschlossen und eine verlässliche Betreuung über den Vormittag hinaus ermöglicht werden.

Fachexpertin: Melanie Besold, Rechtsanwältin bei pme Familienservice. 

Was bedeutet das Ganztagsförderungsgesetz für Familien? 

Mit dem neuen Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (GaFöG) gibt es erstmals einen bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschulzeit. Familien sollen auf diesem Weg eine verlässliche Betreuung über den Schulvormittag hinaus erhalten – ohne auf private Nachmittagsangebote angewiesen zu sein. 

Damit soll die bisherige Lücke zwischen der Kindertagesbetreuung und der Grundschule geschlossen werden: Wo nach der Kita-Zeit häufig Betreuungsengpässe entstanden, steht künftig eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung zur Verfügung. 

Wann tritt das Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) in Kraft? 

Das Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) tritt schrittweise ab dem Schuljahr 2026/2027 in Kraft, beginnend mit der ersten Klasse. Die Einführung erfolgt stufenweise, sodass bis zum Schuljahr 2029/2030 alle Grundschulkinder einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung haben. 

Rechtsrahmen des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) 

Der Ganztagsanspruch ist im Sozialgesetzbuch VIII § 24 Abs. 4 verankert und stellt einen wichtigen Baustein der familienpolitischen Förderung und des Ausbaus hochwertiger Kindertagesbetreuung dar – mit dem Ziel, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verstärkt zu fördern.  

  • Start: Schuljahr 2026/2027 für Kinder der 1. Klasse 
  • Ausbau der Ganztagsbetreuung erfolgt schrittweise bis 2029/2030: Jährlich kommt eine Klassenstufe dazu.
  • Betreuungszeit: Bis zu 8 Stunden täglich (inkl. Unterrichtszeit) und an fünf Werktagen pro Woche 
  • Ferien: Betreuung ist grundsätzlich möglich.
  • Schließzeiten: maximal vier Wochen pro Jahr


 

Wer hat Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung? 

Grundsätzlich hat jedes Grundschulkind einen Anspruch auf Ganztagesbetreuung (siehe Kapitel „Rechtsrahmen des Ganztagsförderungsgesetzes“). In der Praxis ist jedoch von Kapazitätsengpässen auszugehen.  

  • Eltern sollten sich frühzeitig über Anmeldung und Kapazitäten bei ihrer Schule oder Kommune informieren. 
  • In vielen Regionen gibt es Wartelisten, die sich häufig an der Dringlichkeit (Berufstätigkeit, keine alternativen Betreuungsmöglichkeiten etc.) orientieren. Wer rechtzeitig nachfragt, sichert sich die besten Chancen auf einen Platz.
  • Notbetreuung oder Übergangslösungen können verfügbar sein, falls aktuell keine Kapazitäten bestehen.
Berücksichtigung von Härtefällen bei Engpässen!

Bei Kapazitätsengpässen werden bei der Platzvergabe in der Regel sogenannte Härtefälle berücksichtigt, etwa wenn keine alternative Betreuung bei Alleinerziehenden oder beidseitig berufstätigen Eltern vorhanden ist. Die Entscheidung liegt im Ermessen des jeweiligen Trägers. 

Welche Angebote umfasst das neue Ganztagsförderungsgesetz? 

Laut des neuen Ganztagsförderungsgesetzes können neben der Kernbetreuung von Kindern im Grundschulalter auch zusätzliche Angebote wie

  • Hausaufgabenbetreuung, 
  • Förderunterricht,
  • oder Freizeitgestaltung in Anspruch genommen werden. 

Die Gestaltung dieser Zusatzangebote liegt in der Verantwortung der jeweiligen Träger, die je nach Bundesland und Kommune unterschiedliche Modelle umsetzen können.  

In einigen Regionen arbeiten Schulen eng mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, Sportvereinen oder Musikschulen zusammen, um ein vielfältiges Angebot bereitzustellen. Dabei haben die Träger einen gewissen Gestaltungsspielraum, um auf lokale Bedürfnisse und Ressourcen einzugehen.

Ist die Ganztagsbetreuung kostenfrei? 

Obwohl der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung besteht, ist die Betreuung nicht immer komplett kostenfrei. Die Höhe der Elternbeiträge hängt von Schulform, Bundesland und Trägerschaft ab. Beispiele: 

  • Gebundene Ganztagsschulen: Betreuung ist meist kostenfrei, abgesehen von außerschulischen Angeboten wie Ferienbetreuung. 
  • Offene Ganztagsschulen (OGS): Unterricht am Vormittag ist verpflichtend; zusätzliche Angebote wie Hausaufgabenbetreuung oder Freizeitprojekte können kostenpflichtig sein. 
  • Träger der Kinder- und Jugendhilfe: Bei Horten oder ähnlichen Einrichtungen können Elternbeiträge für Betreuung oder Zusatzangebote erhoben werden. 

Zu der Ganztagsbetreuung gehört in der Regel auch die Bereitstellung eines gesunden Mittagessens nach allgemeinem Standard. Dieses wird häufig über eine Verpflegungspauschale abgerechnet, die je nach Region und Anbieter unterschiedlich hoch sein kann. 

Bleiben Sie informiert zu gesetzlichen Änderungen für Familien. Lesen Sie jetzt “Elterngeldreform 2027: Was sich ändern könnte“! 

Tipps für Eltern zur neuen Regelung der Ganztagsförderung

Die Ganztagsbetreuung unterscheidet sich stark – je nach Bundesland, Kommune und Schule. Eltern sollten daher prüfen: 

  • Verfügbare Plätze: Wie viele Kinder können aufgenommen werden? Gibt es Wartelisten? 
  • Anmeldefristen und Verfahren: Bis wann muss angemeldet werden? Gibt es digitale Anmeldemöglichkeiten?
  • Übergangslösungen: Werden Not- oder Übergangsbetreuungen angeboten, falls aktuell kein Platz frei ist?
  • Kosten und Zusatzangebote: Welche Angebote (Mittagessen, Ferienbetreuung, AGs) sind verfügbar, und wie werden sie finanziert? 
Tipp!

Frühzeitig bei Schule oder Kommune nachfragen, Anmeldungen rechtzeitig einreichen und sich über Alternativen informieren. So haben Sie die besten Chancen auf einen passenden Platz für Ihr Kind.

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FAQ: Häufige Fragen zum Ganztagsförderungsgesetz 

1. Was ist das Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG)? 

Ein Gesetz, das bundesweit Grundschulkindern einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung sichert, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. 

2. Ab wann gilt der Anspruch auf Ganztagsbetreuung? 

Der Anspruch wird ab dem Schuljahr 2026/27 für Erstklässler eingeführt und schrittweise bis zum Schuljahr 2029/30 auf alle Klassenstufen 1 bis 4 erweitert. 

3. Wer hat Anspruch auf Ganztagsbetreuung? 

Grundsätzlich alle Kinder im Grundschulalter, wobei regionale Kapazitätsengpässe möglich sind. Eltern sollten sich daher frühzeitig anmelden. 

4. Welche Angebote sind in der Ganztagsbetreuung enthalten? 

Neben der Betreuung gehören Hausaufgabenhilfe, Förderunterricht und Freizeitaktivitäten zum Angebot. Die konkrete Ausgestaltung hängt von Kommune und Trägern ab. 

5. Ist die Ganztagsbetreuung kostenfrei? 

Die Betreuung ist nicht immer vollständig kostenlos. Die Kosten variieren je nach Schulform, Bundesland und Einrichtung. Oft sind Zusatzangebote und das Mittagessen kostenpflichtig. 

6. Wie können Eltern ihr Kind anmelden? 

Eltern sollten sich rechtzeitig bei der Schule oder Kommune über Voraussetzungen, Fristen und Wartelisten informieren und die Anmeldung entsprechend einreichen. 

null Wirtschaftspsychologin Vera Starker: "Hass ist destruktiv – Zuversicht das genaue Gegenteil"

zu sehen ist die Autorin Vera Starker
Psyche

Wirtschaftspsychologin Vera Starker über Zuversicht

Durch Zuversicht können wir unser Leben und die Gesellschaft gerade in unsicheren Zeiten positiv gestalten, ist sich Vera Starker sicher. Im Interview spricht die Spiegel-Bestsellerautorin darüber, wie Zuversicht als gestaltende Kraft in unserer Gesellschaft wirken kann. Sie teilt persönliche Erfahrungen und gibt Impulse, wie wir in Krisenzeiten optimistisch bleiben und aktiv positive Veränderungen bewirken können.

„Mutig sein“ bedeutet für mich, trotz Ängsten zu handeln

"Mut zur Zuversicht" ist ein sehr kraftvoller Titel. Was hat Sie persönlich dazu inspiriert, ein Buch zu schreiben, das sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt?

Vera Starker: Ich bin von Natur aus ein zuversichtlicher Mensch. Doch im vergangenen Jahr merkte ich, dass auch mir die vielen negativen Nachrichten zunehmend die Energie raubten. Das führte dazu, dass ich mich eingehend mit dem Thema Zuversicht auf wissenschaftlicher Ebene beschäftigte. 

„Mutig sein“ bedeutet für mich, trotz Ängsten zu handeln. Und Zuversicht ist der Schlüssel, um diesen Mut zu finden. In einer Zeit, in der wir mit vielen Unsicherheiten konfrontiert sind, brauchen wir die Zuversicht, um uns auf positive Veränderungen einzulassen und ins Handeln zu kommen.

In Ihrem Buch betonen Sie die transformative Kraft der Zuversicht. Wie sehen Sie die Rolle von Zuversicht als gestaltende Kraft in unserer Gesellschaft?

Zuversicht hat das Potenzial, uns handlungsfähig zu halten, auch inmitten von Krisen. Sie ermöglicht es uns, nicht in der Ohnmacht zu verharren, sondern aktiv Lösungen zu suchen, um komplexe Probleme zu lösen. 

Gerade in Zukunft, in einer Welt voller Herausforderungen, wird die Kraft der Zuversicht entscheidend sein, um uns kontinuierlich anzupassen und positive Veränderungen zu ermöglichen. Ohne Zuversicht bleibt uns nur das Zögern – mit Zuversicht können wir gestalten.

Was ist Ihrer Meinung nach der erste Schritt, den jeder von uns gehen kann, um aktiv eine positive Veränderung zu bewirken?

Es ist wichtig, zu erkennen, wo wir tatsächlich Einfluss nehmen können. Zuversicht entsteht vor allem, wenn wir das Gefühl haben, etwas bewirken zu können. Wir sollten uns auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir direkt etwas verändern können, anstatt uns von Dingen überwältigen zu lassen, die außerhalb unserer Reichweite liegen. 

Der nächste Schritt ist, realistische Ziele zu setzen, die zu unseren Kompetenzen passen. Wenn wir uns zu hohe Ziele stecken, die wir nicht erreichen können, verlieren wir das Gefühl von Wirksamkeit. Die Kraft der Zuversicht liegt darin, handlungsfähig zu bleiben und positive Veränderungen in den Bereichen zu bewirken, auf die wir Einfluss haben.

Hass ist destruktiv – Zuversicht das genaue Gegenteil

In einem Kapitel Ihres Buches gehen Sie intensiv auf das Thema Hass ein. Wie können wir als Gesellschaft lernen, Hass zu überwinden, und welche Rolle spielt Zuversicht dabei, einen positiven Wandel zu bewirken?

Vera Starker:  Hass ist destruktiv – Zuversicht das genaue Gegenteil. Wir müssen uns entscheiden, ob wir auf Hass reagieren oder auf Zuversicht setzen. Zuversicht bedeutet, Herausforderungen klar zu erkennen und dann nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen – auch wenn diese zunächst klein erscheinen. 

Es ist entscheidend, sich mit Menschen zu umgeben, die ebenfalls eine konstruktive Haltung einnehmen und positive Veränderungen anstreben. Der Zusammenhalt schafft eine Kraft, die es uns ermöglicht, als Gesellschaft in eine positive Richtung zu gehen.

Gab es einen persönlichen Moment in Ihrem Leben, in dem „Mut zur Zuversicht“ für Sie selbst eine entscheidende Rolle gespielt hat? Wenn ja, könnten Sie uns mehr darüber erzählen?

Vera Starker: Ja, in meiner Jugend habe ich einige sehr herausfordernde menschliche Erfahrungen gemacht, die mich vor eine schwere Entscheidung stellten: Sollten diese Ereignisse mein Leben bestimmen oder könnte ich sie überwinden? 

Ich entschied mich, sie zu überwinden, was mir die Erkenntnis brachte, dass es immer einen Weg gibt – auch wenn er noch so klein erscheint. Manchmal braucht es jedoch einen großen Mut, um nicht aufzugeben und weiterzugehen. 

Dieser Moment hat mich gelehrt, dass Zuversicht nicht bedeutet, die Augen vor Problemen zu verschließen, sondern den Mut zu finden, trotz allem weiterzumachen.

Vorträge, Workshops, Podcasts, die unsere Resilienz fördern

Die Initiative „Lost in Space?“ lädt mit Offenheit und Neugier ein, neue Wege zu erkunden, die uns in diesen intensiven Zeiten Halt und Richtung geben. Denn Lösungen zu finden erfordert Kraft – und ist nur gemeinsam möglich. 

Mit inspirierenden Vorträgen, interaktiven Workshops, Podcasts und Blogartikeln schaffen wir Raum, um innere Klarheit und Stärke zu finden und resilient zu bleiben. Begleiten Sie uns auf eine spannende Reise zu neuen Perspektiven und Chancen!

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