You snooze, you lose? Wie Sie die Schlummertaste richtig nutzen

You snooze, you lose? Schlummertaste richtig nutzen - pme Familienservice Blog

14.02.2017
Christin Müller
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Kennen Sie das? Es ist morgens 6:00 Uhr. Der Wecker klingelt. Sie springen, fit wie ein Turnschuh, aus dem Bett und beginnen den Tag bestens gelaunt und entspannt mit einem gesunden Frühstück ... Nein? Dann ergeht es Ihnen wohl wie den meisten Berufstätigen. Bei mir sieht es meistens so aus: Der Wecker in meinem Smartphone klingelt pünktlich um 6:00 Uhr, ich schiebe den Schlummerregler auf Zzzz für Weiterschlafen, denn fünf, zehn oder fünfzehn Minuten später aufstehen ist eigentlich auch noch okay. Erkennen Sie sich darin eher wieder?


Wenn der Wecker dreimal klingelt

In den vergangenen Jahren wurde die Snooze-Taste immer wieder kontrovers diskutiert. Kern der Kritik an der Schlummertaste ist, dass sie die Betroffenen nicht fitter, sondern müder mache – und sogar Krankheiten befördere.
So schlecht wie ihr Ruf ist die Schlummerfunktion allerdings nicht. Denn nur wer unsanft aus dem Tiefschlaf gerissen wird (und somit zu früh) und sich mehrfach weitere Schlummerminuten ersnoozed, kann nicht mehr an die Schlafqualität anknüpfen, in der er sich vor dem Weckerklingeln befand. Dies kann eine sogenannte Schlafträgheit auslösen. Die Gefahr für einen erhöhten BMI steigt und auch das Risiko, an Krankheiten wie Diabetes zu erkranken. Es macht also keinen Sinn, sich den Wecker eine Stunde vor der eigentlichen Aufstehzeit zu stellen.

 

Gesellschaftskrankheit Müdigkeit

Da die wenigsten Menschen jedoch morgens fit und gut erholt aus den weichen Federn springen, kann die Schlummertaste aber auch wertvolle Aufwachminuten schenken. Der renommierte Schlafforscher David Dinges fand heraus, das die meisten Menschen keinen gesunden Schlaf haben und weniger als die empfohlenen sieben bis siebeneinhalb Stunden pro Nacht schlafen. Sie sind morgens entsprechend weniger gut ausgeruht. Wer nun die Schlummertaste drückt, hat die Möglichkeit, das Aufwachen ein wenig zu verlängern. Der Organismus gewöhnt sich langsam an das Aufstehen und das Aufwachen erfolgt sanfter.
Die Gefahr, dass Sie zu Ihrer gewohnten Aufwachzeit in den Tiefschlaf zurückfallen ist gering, da sich Ihr Körper langsam darauf einstellt, nun bald aufzuwachen. Wichtig dabei ist jedoch! Snoozen Sie nicht mehrfach hintereinander, sonst laufen Sie Gefahr in einen Schlaf-Wach-Rhythmus zu verfallen, der Sie noch müder macht.

 

Meine Tipps für ein besseres Aufwachen

  1. Gehen Sie rechtzeitig schlafen, so dass Ihr Körper Zeit hat, die er benötigt, um sich vollständig für den nächsten Arbeitstag zu regenerieren.
  2. Sie snoozen gerne und viel und fühlen sich morgens schlapp? Stellen Sie Ihren Wecker kurz vor dem Aufstehen, so, dass Sie nicht mehr als ein- bis zweimal die Schlummertaste in kurzen Intervallen drücken müssen. Gewöhnen Sie sich ab, den Wecker lange vor dem eigentlichen Aufstehen zu timen. Denn dann geht Ihnen wertvolle Schlafzeit verloren.
  3. Sie kommen morgens einfach aus dem Bett nicht raus – egal, was Sie tun? Dann stellen Sie sich doch den Wecker pünktlich oder ein paar Minuten später, aber nicht so spät, dass Sie hetzen müssen.
  4. Eine kleine Herausforderung an düsteren Wintertagen: Lassen Sie Licht rein! Morgens benötigt der menschliche Organismus viel Licht, um gestärkt und hellwach in den Tag zu starten.
  5. Stehen Sie langsam auf, nehmen Sie ein Glas Wasser (gegen die Dehydrierung) zu sich und führen Sie Ihrem Körper Energie hinzu, in dem Sie ein leichtes und gesundes Frühstück zu sich nehmen.

Übrigens: Haben Sie Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen? Wir widmen uns demnächst dem Thema hier im Blog.
Weitere erfrischende Morgenrituale finden Sie in einem älteren Beitrag.