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Zu den Datenschutzeinstellungen »Welche Herausforderungen gibt es in Patchworkfamilien?
Neben den verschiedenen Familiensystemen bringt das Zusammenleben in einer Patchworkfamilie einige Herausforderungen mit sich:
- Verschiedene Loyalitäten: Kinder sind oft innerlich noch mit dem anderen Elternteil verbunden.
- Asymmetrie: Die neuen Partner:innen stehen oft „außen“ und haben keine gemeinsame Geschichte mit dem Kind
- Unklare Rollen: Wer darf was sagen, fühlen, regeln?
Dieses Gruppencoaching richtet sich an Männer und Väter in Trennung. Es unterstützt sie dabei, ihre neue Vaterrolle bewusst und gestärkt zu gestalten und Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Mit Raum für Austausch, Entwicklung und gegenseitige Unterstützung.
🗓️ 01.09.26 - 10.11.26 | 3 Veranstaltungstage
7 Tipps, wie das Zusammenleben als Patchworkfamilie gelingen kann
1. Zeit geben
Ein echtes "Wir”-Gefühl muss wachsen, nicht erzwungen werden. Dafür braucht es Zeit:
- Ankommen ≠ sofort funktionieren
- Kinder brauchen zuerst Sicherheit und Orientierung
- keine neue Familie „mit Ansage“
2. Beziehung vor Erziehung stellen
Neue Partner:innen sollten zunächst keine erzieherische Rolle übernehmen, sondern erst einmal Vertrauen durch Beziehung aufbauen. Ganz ohne Zwang.
- Aufbau einer Beziehungsbrücke zu den Kindern, z. B. durch kleine Rituale, Humor, Interesse
- Vertrauensaufbau stärkt langfristig die Akzeptanz und Bindung zwischen Kindern und neuen Partner:innen
3. Die Paardynamik schützen
Regelmäßige Zeit zu zweit ohne Kinder ist essenziell für die Beziehung als Paar und bildet eine wichtige Grundlage für eine gelingende Patchworkfamilie.
- Gespräche über Gefühle, Sorgen, Grenzen: „Was brauchst du, um dich hier nicht verloren zu fühlen?“
- Klarheit schaffen: Das Elternteil, das Kinder mit einbringt, muss beide Bindungen – zum Kind und zur Partnerin bzw. zum Partner – halten, aber nicht vermitteln, sondern gestalten.
Lesetipp: Kommunikation in der Partnerschaft: Transaktionsanalyse von Eric Berne
4. Regeln und Rollen klären: Wer ist wofür zuständig?
Klare, gemeinsam aufgestellte Alltagsregeln geben allen Familienmitgliedern Orientierung und Sicherheit.
Praktisch:
- Feste Alltagsregeln gemeinsam aufstellen z. B. Essenszeiten, Rückzugsräume, Bildschirmzeiten.
- Kinder sollten hierbei mitwirken können, nicht nur die Regeln „übernehmen“
- Elternteil muss klare elterliche Führung übernehmen und diese nicht abgeben an den/die neue Partner:in.
Emotional:
- Jede Beziehung braucht Raum, planen sie Zeiten ein für: Elternteil-Kind-Zeit, Paar-Zeit, Familien-Zeit
- Partner:in darf belastendes aussprechen, ohne Schuldzuweisung
5. Kommunikation und Transparenz ermöglichen: alle Stimmen hören
Regelmäßige Familiengespräche schaffen Ritual, Sicherheit und das Gefühl, gehört zu werden.
Zum Beispiel in wöchentlichen kurzen Familienrunden. Gesprächsfragen: "Was war schön? Was war schwierig? Was wünschst du dir?"
6. Emotionale Realität anerkennen
Kinder dürfen beide Elternteile lieben, und neue Partner:innen dürfen sich überfordert fühlen. Beides ist normal.
Für die Kinder:
- Kinder können Schuldgefühle gegenüber dem Elternteil entwickeln, bei dem sie gerade nicht mehr sind
- Kinder werden sich erst sicher fühlen, wenn sie nicht zwischen "zwei Welten“ entscheiden müssen.
Für neuen Partner:innen:
- Neue Partner:innen erleben oft Verlust: Aufmerksamkeit, Zeit, Paarbeziehung verändern sich.
- Diese Gefühle sind legitim, aber dürfen nicht auf die Kinder projiziert werden.
7. Lassen Sie sich beraten
Unsere Elternberater:innen begleiten Eltern in allen Fragen von der Schwangerschaft bis zum Erwachsenwerden des Kindes.
Persönlich und vertraulich: Wir sind online, telefonisch und vor Ort für Sie da. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite der pme Elternberatung.
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Zu den Datenschutzeinstellungen »Häufige Fragen zu Patchworkfamilien
Was ist eine Patchworkfamilie?
Eine Patchworkfamilie entsteht, wenn mindestens ein Elternteil Kinder aus einer früheren Beziehung in eine neue Partnerschaft mitbringt.
Welche Rolle sollte der neue Partner / die neue Partnerin in der Erziehung spielen?
In der Anfangsphase sollte die neue Partnerin oder der neue Partner keine erzieherische Hauptrolle übernehmen. Stattdessen empfiehlt sich der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zum Kind – durch Interesse, Rituale und Verlässlichkeit.
Was hilft Kindern in einer Patchworkfamilie am meisten?
Kinder in Patchworkfamilien brauchen vor allem Sicherheit, klare Strukturen und die Erlaubnis, beide Elternteile gleichermaßen lieben zu dürfen – ohne Loyalitätskonflikte.
Wie gehe ich mit Konflikten in der Patchworkfamilie um?
Regelmäßige Familiengespräche, klare Kommunikationsregeln und wenn nötig professionelle Beratung (z. B. Familientherapie oder Erziehungsberatung) helfen, Konflikte frühzeitig zu lösen.
Wann ist eine Familientherapie für Patchworkfamilien sinnvoll?
Familientherapie ist sinnvoll, wenn Konflikte eskalieren, Kinder unter anhaltenden Loyalitätskonflikten leiden oder die Kommunikation zwischen den Erwachsenen dauerhaft scheitert.
Wie erkläre ich meinem Kind, was eine Patchworkfamilie ist?
Erklären Sie Ihrem Kind altersgerecht, dass Familien viele Formen haben – und dass die neue Familie niemanden verdrängt, der schon da war. Betonen Sie: „Du hast jetzt mehr Menschen, die für dich da sind".
Quelle und weiterführende Informationen
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Patchworkfamilien: Sorgerecht, Umgangsrecht und finanzielle Regelungen (Familienportal.de/ Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
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Über Katrin Bachleitner
Katrin Bachleitner
Sozialarbeiterin (B.A.), Resilienztrainerin, systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin im pme Lebenslagen-Coaching, Fachberaterin in der pme Elternberatung
Katrin Bachleitner begleitet Menschen in herausfordernden Lebenslagen, in Orientierungsphasen und bei Trennungssituationen. Mit sechs Jahren Erfahrung im Jugendamt berät sie als Fachberaterin in der pme Elternberatung fachkundig zu familienbezogenen Fragestellungen.