4 gute Tipps gegen Altersarmut bei Frauen

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15.07.2021
Gabriele Strasser
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Altersvorsorge? Dieses Wort findet neben Zoom-Meetings, Haushalt und dem restlichen Alltagsstress kaum Platz. Für viele ist Altersfinanzierung ein leidiges Thema, das mit Gedanken wie „Irgendwie wird das Geld schon reichen“ oder „Ich bin ja gesetzlich versichert“ auf der Prio-Liste ganz weit nach hinten rutscht.

Doch oft ist es ein Fehler, wenn frau das Thema Altersvorsorge nach hinten schiebt. Schließlich ist der sogenannte Gender Pension Gap ein verbreitetes Phänomen. Laut Bertelsmann Stiftung wird zum Jahr 2036 jede dritte alleinstehende Neu-Rentnerin auf finanzielle Unterstützung durch den Staat angewiesen sein. Damit das Geld im Alter reicht, kann man gar nicht früh genug damit beginnen, sich mit den Finanzen zu beschäftigen. Unsere Expert:innen beim pme Familienservice kennen vier gute Tipps für eine solide Altersvorsorge.

 

1. Rentenlücke berechnen

Die wenigsten haben sich die jährliche Renteninformation von der Rentenversicherung schon einmal genauer angeschaut. Und falls doch, haben sie Schnappatmung bekommen, wenn sie festgestellt haben, dass die gesetzliche Rente nur einen Bruchteil der Fixkosten decken wird. Deshalb ist ein erster wichtiger Schritt zur soliden Altersvorsoge die Berechnung der eigenen Rentenlücke. Prüfen Sie: Wie viel muss ich zusätzlich zu meinen bisherigen Absicherungen (Immobilien, gesetzliche Rente, private Rentenversicherungen etc.) bis zur Rente ansparen, damit ich meine Fixkosten gedeckt bekomme?

TIPP: Überprüfen Sie, ob die Rentenkasse alle Ihre Daten richtig hinterlegt hat (inkl. Elternzeit, Auslandsaufenthalte, Sabbatical etc.).

 

2. Sparplan erstellen

Um die Rentenlücke zu schließen, brauchen Sie einen Sparplan. Spätestens hier sagen die meisten: „Aber am Monatsende bleibt doch gar nichts mehr übrig zum Sparen!“. Das ist ein Denkfehler, denn der Sparbetrag soll nicht aus den monatlichen Überschüssen bezahlt werden, sondern ist Bestandteil der Fixkosten. Steht der Sparplan einmal fest, ist die Frage, wie das Geld investiert werden soll. Derzeit sind ETFs (Exchange Traded Funds) eine sehr beliebte Lösung. Mit einem ETF-Sparplan investieren Sie einen monatlichen Fixbetrag in ein vorher festgelegtes ETF-Portfolio und profitieren langfristig von der Rendite. Deshalb ist entscheidend: JETZT anzufangen zu sparen.

TIPP: Hilfreich ist der Artikel „Sparziel 100.000 Euro“ der Stiftung Warentest (online zum Kauf).

 

3. Freie Finanzberatung nutzen

Viele von uns haben irgendwann einmal Verträge abgeschlossen, die irgendwo vor sich hinschlummern. Was wir aber nicht mehr wissen: Lohnen sich diese Verträge noch? Was genau steht darin? Von Riester über Kapitallebensversicherung bis zur betrieblichen Altersvorsorge: Bei all diesen Produkten hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert, sei es durch den Gesetzgeber oder durch die Anbieter. 

Wir empfehlen an dieser Stelle den Rat einer freien Finanzberaterin oder eines freien Finanzberaters, die oder der gemeinsam mit Ihnen alle Verträge auf Rentabilität prüft sowie Alternativen mit Ihnen bespricht. Wichtig dabei ist, dass die Beraterin oder der Berater von Ihnen bezahlt wird, und nicht über Provisionen. Dafür müssen Sie zwar einmal Geld in die Hand nehmen, das lohnt sich aber langfristig mehr, als wieder ein Produkt zu kaufen, das nicht rentabel ist oder nicht zu Ihnen passt. Vor allem wenn Sie eher wenig Lust auf das Thema Finanzen haben, kann es sehr entlastend sein, es mit einem Berater gemeinsam anzupacken. Das sorgt für mehr Verbindlichkeit und Disziplin.

TIPP: Der ganzheitliche Blick auf Ihr Lebensmodell ist für die Wahl der richtigen Produkte entscheidend. Ideal ist ein Finanzberater, der sich individuell mit Ihnen, Ihren Zielen, Ihrer Lebenssituation und Ihrem Vermögen befasst. 

 

4. Du schaffst es!

Es ist ein Thema, das nicht jede mit Leidenschaft angeht, aber es ist wie ein Zahnarzttermin: Es muss gemacht werden – und wenn nicht, dann tut es irgendwann weh! Viele Frauen trauen sich immer noch nicht an die Finanzen ran und haben das Gefühl, dem Thema nicht gewachsen zu sein. Egal ob Betriebswirtin oder Erzieherin: Du musst deine Finanzen verstehen und Entscheidungen treffen. Also Ärmel hochkrempeln, sich durch die Investitionsmöglichkeiten wühlen und nicht aufgeben, bis man alles verstanden hat.

TIPP: Wer sich grundsätzlich mit seinem persönlichen Verhältnis zum Geld befassen möchte, hier ein Buchtipp: „Nimm das Geld und freu Dich dran“ von Petra Bock. 

 

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Berechnen Sie ganz einfach Ihre Rente mit dem Online-Rechner der Deutschen Rentenversicherung, und finden Sie heraus, wann Sie in die wohlverdiente Rente gehen können: 

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