Frau sitzt auf dem Sofa und grübelt
Psyche

Overthinking stoppen: 5 Tipps gegen die Grübelei

Wir alle grübeln. Kommen wir aber aus dem Grübeln nicht mehr heraus, spricht man vom „Overthinking“. Und Overthinking belastet die Psyche auf Dauer, denn es sind selten positive Gedanken, die stundenlang kreisen. Welche Strategien und Übungen können uns helfen aus dem Gedankenkarussell auszusteigen und dieses Muster zu überwinden?


Expertin: Nina Lizon, Systemische Coachin | Redaktion: Sabrina Ludwig

 

Kurzüberblick

Overthinking stoppen bedeutet, das belastende Gedankenkarussell zu unterbrechen und neue Denkwege zu lernen. Studien zeigen: Über 91% unserer Sorgen treten nie ein. Coachin Nina Lizon rät zu 5 Übungen; Gedanken externalisieren, paradoxe Intervention, Gefühls-Tracking, 3R-Methode und Brain Dumping. So lässt sich Grübeln bewältigen und mehr innere Ruhe finden.

 

Warum die meisten Sorgen unbegründet sind (Studienfakten)

Die meisten unserer Sorgen sind hausgemacht. Über 91 Prozent der Angstgedanken werden nie Realität. So lautet das Ergebnis einer Studie der Pennsylvania State University (2019) mit Probanden mit einer generalisierten Angststörung. 

Die Teilnehmer protokollierten über zehn Tage hinweg jede einzelne Sorge in Echtzeit per Smartphone. Danach prüften die Wissenschaftler:innen, ob die befürchteten Ereignisse auch eingetreten sind. Das Ergebnis: Im Durchschnitt traten 91,4 Prozent der befürchteten negativen Ereignisse überhaupt nicht ein.

Aber heißt das jetzt, wir sollen uns deshalb keine Gedanken mehr über die Zukunft machen? Oder darüber, wie wir uns gegenüber unseren Freunden und Kollegen verhalten haben? Ob es in Ordnung war, die Kollegin auf ihren Fehler aufmerksam zu machen? Oder ob wir die Präsentation morgen gut genug vorbereitet haben?

Nein, denn unser kritisches Denken hat den Menschen beim Überleben geholfen und dabei, viele Probleme zu lösen. Vorausschauend denken zu können bedeutet auch, Gefahren frühzeitig zu erkennen und sich schützen zu können.

Es ist also normal, Phasen oder Themen zu haben, in denen wir uns den Kopf zerbrechen. Belastend wird das Nachdenken erst dann, wenn wir unsere Gedanken nicht stoppen können, sie negativer Natur sind und gegen uns selbst richten. 

Schlechte Nachrichten machen dir schlechte Laune? Zum Artikel: 7 Tipps, wie du trotz schlechter Nachrichten optimistisch bleibst



Was ist Overthinking?

Overthinking, zu deutsch „zerdenken“, ist eine Form des Grübelns. Die Gedanken kreisen um ein Problem, ohne dass es zu einer Lösung kommt. 

Ganz im Gegenteil: Statt Klarheit geht es einem nach dem Overthinking oft schlechter, man fühlt sich frustriert und demotiviert und es kann einem sogar leicht schwindelig sein vom vielen Gedankenkreisen.

Typisch für Overthinking ist:

  • Keine Lösung finden
  • Kein besseres Gefühl hinterher
  • Oft Selbstzweifel

Beispiel-Gedanken für Overthinking:

  • War das Lob vom Chef vorhin wirklich ehrlich?
  • Warum bekomme ich keine Antwort auf meine Mail? Habe ich etwas falsch formuliert?
  • So gut wie die Anderen werde ich das nie hinkriegen …!
  • Was wenn ich meine Entscheidung das bereuen werde?



Overthinking vs. normales Denken

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, dass normales Denken geradlinig verläuft, also von A nach B führt und zielgerichtet ist. Normales Denken führt zu Ideen und Lösungen. Und deshalb fühlen wir uns danach leichter und entspannter.


 

Gefühle nach normalem Denken:

  • Leicht
  • Entspannt
  • Gelassen
  • Klarer

Selbstreflexion und Selbstwahrnehmung sind meistens hilfreich – wir lernen etwas über uns, bekommen neue Perspektiven und lösen Probleme gezielt. Beim Overthinking dagegen meldet sich oft der innere, sehr strenge Kritiker, der uns verunsichert und Ängste schürt. 

Gefühle nach Overthinking:

  • Nervösität
  • Druck
  • Frust

Checkfrage an sich selbst: Führt mich mein Denken gerade zu einem nächsten konkreten Schritt? Oder drehe ich mich im Kreis? Und verstärkt meine Art des Denkens sogar meinen Stress und meine Angst?

 

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Zwei Arten von Overthinking: Rumination und Worrying

Rumination und Worrying sind Denkmuster, die sich ständig im Kopf wiederholen und ganz schön auf die Stimmung drücken können. 

Beim „Wiederkäuen“ (Rumination) denken Sie immer wieder über vergangene Fehler oder verlorene Chancen nach. 

Sorgen (Worrying) hingegen drehen sich um die Zukunft – was alles schiefgehen könnte oder worüber Sie sich unsicher sind. Beide können dazu führen, dass Sie ängstlich werden, schlechter schlafen oder in ein Stimmungstief rutschen.

„Ich habe dieses Thema oft im Coaching: Was denken andere über mich? Die meisten Menschen sind genauso mit sich selbst beschäftigt wie wir. Und denken meist nicht viel über uns.
Nina Lizon, Coachin für Frauen, München

Beispiele für Rumination: Grübeln über die Vergangenheit

  • War ich im Meeting vorhin zu unfreundlich?
  • Warum hat mich mein Freund nicht angerufen? Habe ich etwas falsch gemacht?

Beispiele für Worrying: Sorgen um die Zukunft

  • Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
  • Ich werde im Bewerbungsgespräch bestimmt versagen!
  • Das Date wird sicher nicht gut! 

Den "Grübel-Kreislauf" unterbrechen, indem Sie positive Gedanken aufschreiben. Wie das geht, lesen Sie hier: Positive Gedanken aufschreiben
 

Overthinking schüttet Dopamin aus!

Das ständige Nachdenken – ohne eine Lösung für das Problem zu finden – gibt unserem Gehirn einen Dopamin-Kick. Und das macht süchtig nach Grübeln. 

Allerdings: Das Grübeln gibt unserem Gehirn kurzfristig ein Gefühl von Kontrolle. Aber es hilft nicht langfristig weiter. Nach so einer intensiven Grübelphase kommt oft der Absturz und damit auch Erschöpfung und weniger Konzentration.

 

„Oft sind wir vor allem dann destruktiv unterwegs, wenn wir perfektionistisch sind. Zum Beispiel, wenn wir denken: Wenn ich jetzt noch ein 350 Mal meine E-Mail durchlese, dann bin ich auf der sicheren Seite. Perfektionismus kann auch sehr schnell zu Prokrastination führen, weil wir dann eben alles so perfekt machen und durchdenken wollen.“
Nina Lizon, Life & Business Coaching

Wie kann ich Overthinking stoppen: 5 Übungen

Mit diesen einfachen Übungen ist es möglich zu lernen, seine Gedanken besser zu steuern. Die Übungen sind alle einfach und wenn Sie die Übungen regelmäßig anwenden, lernt Ihr Nervensystem Ihre Gedanken auch mal ruhen lassen zu können.
 

Tipp von Coachin Nina Lizon

„Nehmen Sie sich die Übung, die Ihnen am schwersten fällt – und die Sie raus aus der Komfortzone führt.“

 

1. Gedanken externalisieren

Sobald Sie bemerken, dass Ihre Gedanken anfangen an zu kreisen;

1. Geben Sie ihnen eine Form (z.B. als Figur oder Gegenstand). Das hilft, sich einen Schritt von Ängsten und Sorgen zu distanzieren.

2. Setzen Sie dann Ihre Sorge metaphorisch auf den Beifahrersitz. 

2. Paradoxe Intervention

Bei der paradoxen Intervention geht es darum den Gedanken ganz freien Lauf zu lassen, bis hin zur Absurdität:

  • Übertreiben Sie den negativen Gedanken bewusst bis zur Absurdität
  • Erkennen Sie, dass auch das schlimmste Szenario zwar möglich, aber recht unwahrscheinlich ist.

Was die Übung bringt: Gefühle, die wir verdrängen, werden meist nur stärker. Übertreiben Sie Ihre Sorgen bewusst in einem ruhigen Moment, können Sie sie oft entlarven – vielleicht sogar mit einem Schmunzeln. Statt die negativen Gedanken wegzudrücken, geben Sie sich ihnen hin. So merken Sie: Selbst im schlimmsten Fall finde ich wieder einen Weg weiter.

3. Gefühls-Tracking

Overthinking kann auch ein Vermeidungsmechanismus sein. Es steckt häufig ein Gefühl dahinter, das nicht gefühlt werden möchte und dann durch intensives Nachdenken weggeschoben wird. 

Wenn wir aber lernen, uns auf unseren Körper zu konzentrieren, erreichen wir den Kern und können die Grübelmaschinerie stoppen:

  • Fragen Sie sich: Welches Gefühl will gerade gefühlt werden?
  • Bleiben Sie einen Moment in diesem Gefühl, ohne es zu verdrängen
     
Tipp von Coachin Nina Lizon

"Fangen Sie mit weniger starken und akuten Gefühlen an, wie z.B. Langeweile. Wo im Körper spüren Sie diese?"

4. Die 3R-Methode

Die 3R-Methode hilft Ihnen dabei, die Gedanken bewusster wahrzunehmen und hilfreicher zu gestalten. Und vor allem: Gedanken zu finden, die Sie unterstützen – nicht kritisieren oder klein machen.

1. Recognize (Erkennen)


Erkennen Sie, welche negativen Gedanken sich bei Ihnen immer wiederholen. Zum Beispiel: „Ich bin nicht gut genug“, „Ich sollte mich gar nicht auf das Projekt melden“ oder „Wer bin ich, mich auf die Stelle zu bewerben?“ Schreiben Sie diese Gedanken am besten konkret auf oder sprechen Sie sie laut aus, um sie sichtbar zu machen.

2. Reflect (Reflektieren)


Fragen Sie sich, welches Bedürfnis hinter diesen Gedanken steckt. Was verbirgt sich wirklich dahinter? Meist stecken hinter Zweifeln und Ängsten wichtige Wünsche und Bedürfnisse, die Sie ernst nehmen sollten.

3. Reposition (Neu positionieren)


Finden Sie Gedanken, die Ihnen weiterhelfen, anstatt Sie kleinzumachen. Wichtig dabei ist: Es geht nicht darum, schlechte Gedanken einfach durch gute zu ersetzen oder sich ständig optimieren zu wollen. Stattdessen suchen Sie nach Gedanken, die Sie unterstützen, ohne Sie zu bewerten, zu vergleichen oder kleinzumachen.

5. Brain Dumping

Brain Dumping, auch bekannt als „Gedankenmüll abladen“, ist eine wirkungsvolle Methode zur mentalen Entlastung. 

Alle Gedanken, Aufgaben und Sorgen werden ungefiltert und ohne Bewertung schriftlich festgehalten –auf Papier oder digital. Diese Technik hilft, Stress abzubauen, Grübeleien zu stoppen und schafft klare Gedanken, indem sie das Gehirn von der dauerhaften Informationsspeicherung entlastet. 

1. Setze dir eine tägliche Gedankenzeit

2. Schreibe alles ungefiltert auf

3. Schließe bewusst ab

Hinweis: Übungen sind mit Tipps von Nina Lizon entstanden. Persönliche Erfahrungen und Empfehlungen helfen, Overthinking im Alltag zu bewältigen.


 

FAQ: Overthinking stoppen – die wichtigsten Antworten

Was ist Overthinking und wie erkenne ich es?


Overthinking bezeichnet das wiederholte, unproduktive Grübeln über Probleme, ohne zu einer Lösung zu kommen.

Typische Anzeichen sind: keine Verbesserung des Gefühls, das Ausbleiben von Lösungen und häufige Selbstzweifel. Betroffene fühlen sich nach dem Grübeln oft schlechter und empfinden Frustration oder Erschöpfung.

Wie unterscheidet sich Overthinking von normalem Denken?


Normales Denken verläuft zielgerichtet, führt zu Lösungen und gibt ein entspanntes, klares Gefühl. Overthinking hingegen dreht sich im Kreis, verstärkt Stress und Unsicherheit, und endet selten mit einem nächsten konkreten Schritt. 

Welche Formen von Overthinking gibt es?


Es gibt vor allem zwei Arten:

1. Rumination („Wiederkäuen“): Kreisende Gedanken um Vergangenes, etwa Fehler oder verpasste Chancen.

2. Worrying (Sorgen): Grübeln über mögliche zukünftige negative Ereignisse oder Unsicherheiten.
Beide Muster können die Stimmung verschlechtern und zu Schlafproblemen führen.

Sind meine Sorgen meistens begründet?


Nein, laut einer Studie der Pennsylvania State University (2019) treten im Durchschnitt 91% der befürchteten negativen Ereignisse nie ein. Die meisten unserer Sorgen sind daher unbegründet und entstehen im Kopf – ein Beleg dafür, dass Overthinking selten hilfreich ist.

Warum fällt es so schwer, Overthinking zu stoppen?


Grübeln gibt dem Gehirn kurzfristig ein Gefühl von Kontrolle und schüttet sogar Dopamin aus, was das Verhalten beinahe „süchtig“ macht. Langfristig verschlechtert sich durch Overthinking aber das Wohlbefinden, und es kann zu Prokrastination und Perfektionismus führen.

Was hilft gegen Overthinking?

Welche Übungen gibt es?
Diese fünf Übungen helfen gegen kreisende Gedanken:

1. Gedanken externalisieren: Gedanken eine symbolische Form geben (z. B. als Gegenstand oder „auf den Beifahrersitz setzen“).

2. Paradoxe Intervention: Sorgen ins Absurde steigern, um zu erkennen, wie unwahrscheinlich viele Ängste sind.

3. Gefühls-Tracking: Das dem Grübeln zugrunde liegende Gefühl bewusst wahrnehmen und erlauben.

4. Die 3R-Methode: Negative Gedanken erkennen, das Bedürfnis dahinter reflektieren und die Perspektive verändern.

5. Brain Dumping: Alle Gedanken ungefiltert aufschreiben, um das Gehirn zu entlasten.

Ist Overthinking gefährlich oder krankhaft?


Overthinking ist zunächst eine normale Reaktion und hat evolutionsbiologische Hintergründe. Erst wenn Grübeln dauerhaft die Lebensqualität beeinträchtigt, Stress oder Ängste verstärkt und zu Schlafproblemen führt, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.

null Quereinstieg zum Erzieher beim pme Familienservice

Junge Frau schaut kleinem Mädchen zu
Pädagogik

Quereinstieg als Erzieher:in bei pme

Viele Wege führen in die Kita. Unsere Teammitglieder erzählen, wie ihnen der Quereinstieg gelungen ist.

Die pme Lernwelten bieten viele Ausbildungsmöglichkeiten im pädagogischen Bereich: Zum Beispiel als Sozialpädagogische Assistenz, Erzieherin oder Erzieher, Duales Studium der Kindheitspädagogik, Anerkennungspraktika und Pflichtpraktika. Auch ein Quereinstieg ist auf vielen verschiedenen Wegen möglich. 

Pädagogisches Personal ist gefragt wie nie. Wer in einer Kita oder Kinderkrippe arbeitet, hat beste Zukunftsaussichten, viele Möglichkeiten, sich einzubringen, und einen erfüllenden Job. Auch wer keine pädagogische Ausbildung hat, kann mitunter zusätzlich zu pädagogischen Fachkräften in einer Kinderkrippe, einem Kindergarten oder einem Hort arbeiten.

Und für die spätere Ausbildung oder Umschulung zur Erzieherin oder zum Erzieher gibt es verschiedene Wege, zum Beispiel:

  • die praxisintegrierte Ausbildung,
  • die Ausbildung in Teilzeit,
  • die Externenprüfung.

 

„Viele Wege führen in die Kita! Zwar sind die regionalen Vorgaben hinsichtlich der Qualifikationen sehr unterschiedlich, aber in gemeinsamen Gesprächen und in Kooperation mit Jugendamt, Berufs- und Hochschulen finden wir immer kreative Wege, um diesen Traum zu verwirklichen“.                  Stephanie Niemierza, zentrale Kita-Koordination des pme Familienservice

Quereinstieg und Umschulung zur Erzieher:in – pme-Teammitglieder erzählen

In manchen Regionen ist es möglich, ohne pädagogische Ausbildung in der Kita zu arbeiten und die Fachkräfte zu unterstützen.

Beim pme Familienservice sind viele Menschen beschäftigt, die über eine Aushilfstätigkeit oder eine Elternzeitvertretung den Einstieg in die Kita geschafft haben. So etwa Annette, die als Springerin bei den Locomotion Kids in Düsseldorf in den Beruf reinschnupperte und über Elternzeitvertretung fest in die Gruppe kam. Mit ihrer Kreativität bereichert die gelernte Grafikdesignerin das pädagogische Angebot, sie hat außerdem die Schwerpunkte Sprache und Bewegung.  

Erst Ferienbetreuerin, dann Gruppenleiterin

Von der Ferienbetreuerin zur Springerin. Das waren Sonjas erste Stationen in der Kita. Vorher war sie im Einzelhandel tätig. Auch bei Sonja war eine Elternzeitvertretung der Einstieg. Nach einer praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin ist sie inzwischen Gruppenleiterin und Beauftragte für tiergestützte Pädagogik und widmet sich dem Schwerpunkt Naturwissenschaften. 

Um mit Kindern zu arbeiten, arbeitete Heike für den pme Familienservice als Kinderfrau im Privathaushalt und übernahm unter anderem Notbetreuungseinsätze. Ihr Wunsch war immer schon, in einer Kita zu arbeiten. Nach einem Gespräch mit ihren Ansprechpartnerinnen beim pme Familienservice ging er schließlich in Erfüllung. „Mit über 50 Jahren bin ich jetzt in meinem Traumberuf angekommen“, sagt Heike. 

Teodora war viele Jahre in der PR-Welt erfolgreich. Während einer Auszeit kam sie über eine Freundin als Aushilfe in die Kinderkrippe. Schon bald bot ihr die Leitung eine unbefristete Vollzeitstelle an. „Ich komme jeden Tag mit einem Glücksgefühl in die Einrichtung“, sagt sie. Der nächste Schritt in ihrer Karriereplanung ist ein duales Studium der sozialen Arbeit. 

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Aus einem anderen Land

Wer aus einem anderen Land nach Deutschland kommt, erlebt oft, dass ausländische Berufs- und Studienabschlüsse nicht anerkannt werden. Diese Erfahrung machte auch Olivia, die in Brasilien Lehramt studiert hatte. Mit Unterstützung durch den pme Familienservice war allerdings die Arbeit in einer pme-Kinderkrippe in Bonn möglich. Nach einer zweijährigen Qualifizierung in Kleinkindpädagogik ist Olivia nun Gruppenleiterin in der Kita, außerdem Multiplikatorin für Pikler-Pädagogik und Haussprecherin. 

Wiedereinstieg nach langer Pause? Das geht!

Du hast eine pädagogische Ausbildung, aber lange nicht im pädagogischen Bereich gearbeitet?

Auch Petra kam nach einer langen Pause zurück. Als in den 1980er Jahren ihre Stelle in der Kita gestrichen wurde, begann sie auf Anraten der Arbeitsagentur eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich. Heute kaum vorstellbar: Damals gab es tatsächlich zu viele Erzieher:innen. Nach 25 Jahren im Büro erwachte in Petra der Wunsch, wieder mit Kindern zu arbeiten. Bei den Locomotion Kids in Düsseldorf wurde sie mit offenen Armen empfangen und ist jetzt „endlich wieder angekommen!“

Quereinsteiger*innen herzlich willkommen!

„In den pme-Kitas profitieren wir sehr von Kolleg:innen, die über den Quereinstieg zu uns kommen“, sagt Stephanie Niemierza. „Viele entdecken dabei ganz neue Potenziale an sich. Sie erleben, wie viel Spaß die Arbeit im Team macht, und entscheiden sich, diesen Berufsweg langfristig einzuschlagen. Wir haben schon viele Fachkräfte über diesen Weg gewonnen und beste Erfahrungen gemacht. Quereinsteiger:innen haben sich meist sehr bewusst für diesen Berufsweg entschieden und arbeiten mit viel Herz, Engagement und Motivation. Oft bringen sie aus früheren Berufen Kenntnisse und Fähigkeiten mit, die das pädagogische Angebot der Kita bereichern. Und beim pme Familienservice erhalten sie viele Möglichkeiten, sich einzubringen“. 

Umschulung oder Weiterqualifizierung: verschiedene Varianten möglich

Eine Tätigkeit als Ergänzungskraft oder Kindergartenhelfer:in ist für viele der ideale Einstieg in die Arbeit in der Kita.

Wer später einen Schritt weitergehen möchte, kann eine nebenberufliche oder praxisintegrierte Ausbildung absolvieren, zum Beispiel zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum Erzieher. Eine solche Qualifizierung, die unter anderem gemeinnützige Organisationen und Fachschulen anbieten, eröffnet Karrieremöglichkeiten wie etwa eine Gruppenleitung oder sogar Einrichtungsleitung. 

Der Abschluss zur staatlich anerkannten Erzieherin oder zum Erzieher lässt sich ebenfalls über eine Teilzeitausbildung erreichen, bei der am Abend und an den Wochenenden Unterricht stattfindet. Die Ausbildung richtet sich unter anderem an Menschen, die bereits Erfahrungen im erzieherischen Bereich gesammelt haben, aber noch keinen Abschluss besitzen, oder an Kinderpfleger:innen, die sich weiterqualifizieren möchten. Die zweijährige Ausbildung erfordert allerdings Disziplin und ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Unser Teammitglied Mia ist Theater- und Sprachpädagogin und arbeitet seit einiger Zeit in der pme-Kita Bülowkids. Sie hat die Teilzeitausbildung neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als pädagogische Zusatzkraft durchlaufen, um als Fachkraft arbeiten zu können.

 

Einstieg über Nichtschülerprüfung/Externenprüfung

Ein anspruchsvoller Weg zum Abschluss als Erzieher:in ist die sogenannte Nichtschüler- oder Externenprüfung, bei der man sich die pädagogischen Inhalte und das nötige Fachwissen größtenteils im Selbststudium aneignen muss. Unser Teammitglied Nicole hat diesen Weg gewählt. Sie hatte das erste Staatsexamen Lehramt Realschule abgelegt, sich aber im Referendariat gegen den Lehrerberuf entschieden. „Die Externenprüfung war ganz schön happig. Ich erhielt nur die Namen der Lernmodule aus der Schule und musste mir sämtliche Inhalte innerhalb von 6 Monaten alleine erarbeiten“, erinnert sie sich. Doch sie hat es geschafft und arbeitet mittlerweile seit acht Jahren glücklich im Erzieherberuf.

Wir beraten dich gerne!

Diese Beispiele zeigen nur einen Teil der Möglichkeiten, und die Bedingungen für die Arbeit in der Kita sind regional sehr unterschiedlich. Wir beraten dich gerne individuell, wenn du dich für den Quereinstieg in einer der Lernwelten-Kitas interessierst.

Schreib einfach eine kurze Mail an lernwelten@familienservice.de. Wir melden uns bei dir.

Weiterführende Informationen:

Nichtschülerprüfung
 

Kita.de Wissen Quereinstieg

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Über die pme Lernwelten

Als Träger von über 90 Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen bieten wir Eltern und ihren Kindern eine hochwertige und flexible Pädagogik an. In unseren bunten Teams bringen sich Menschen aus unterschiedlichen Nationen ein, mit vielfältigen Talenten und Interessen.

Zu unseren aktuellen Erzieher-Stellenangeboten kommst du hier.