Nasser Hund im Pool
Body & Soul

Hund und Hitze: Wie Hunde gut durch den Sommer kommen

Sommer, Sonne, 30 Grad – was sich für uns nach Urlaub, Freiheit und Eisdiele anfühlt, kann für Hunde schnell zur echten Belastungsprobe – und im schlimmsten Fall – zum Gesundheitsrisiko werden. Umso wichtiger ist es, die Vierbeiner im Sommer gut zu schützen. In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Fragen und Do’s & Don’ts im Umgang mit Hunden bei Hitze zusammengestellt. 

Text: Maximilian Zahn und Christin Müller

 

Ab wann ist Hitze für Hunde gefährlich?

Auch wenn es draußen „nur“ warm wirkt, für Hunde kann Hitze viel schneller kritisch werden, als wir denken. Zwar besitzen Hunde Schweißdrüsen an den Pfotenballen, diese reichen aber nicht aus, um die Körpertemperatur zu regulieren. Den größten Teil der Wärme geben sie über das Hecheln ab.

An diesen typischen Warnzeichen erkennen Sie, ob Ihr Hund überhitzt ist:

  • starkes, anhaltendes Hecheln (intensiver als sonst)
  • deutlich langsameres Laufen
  • auffällige Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
  • glasiger Blick

Spätestens wenn mehrere dieser Anzeichen auftreten, braucht Ihr Hund sofort eine Pause im Schatten, Ruhe und Zugang zu frischem Wasser. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel abkühlen und pausieren als zu wenig.

Was tun mit Hund bei Hitze? Do’s für Spaziergänge im Sommer

Hunde brauchen Bewegung – aber nicht um jeden Preis. Gerade im Sommer hilft dir ein einfacher Grundsatz: Lange Runden früh und spät, kurze Runden mittags.

  • Längere Spaziergänge in die frühen Morgen- und Abendstunden verlegen: Dann sind die Temperaturen deutlich angenehmer und der Kreislauf Ihres Hundes wird weniger belastet.
  • Mittagsrunden kurz und schattig halten: Wenn ein Gassi-Gang in der Mittagshitze nötig ist, dann möglichst im Schatten, in langsamem Tempo, auf weichem Untergrund (Gras, Erde, Waldwege).

Heißer Asphalt und Hundepfoten: Der 7-Sekunden-Test

Durch Sonneneinstrahlung heizt sich Asphalt oft deutlich stärker auf, als wir es über die Lufttemperatur wahrnehmen. Das kann schmerzhafte Verbrennungen an den Pfoten verursachen.

Ein einfacher Test:

Legen Sie Ihre Hand für etwa 7 Sekunden auf den Boden. Fühlt es sich für Sie zu heiß an, ist es auch zu heiß für Hundepfoten. Weichen Sie dann auf Gras, Erde oder schattige Wege aus oder verschieben Sie den längeren Spaziergang auf kühlere Tageszeiten.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze schützen?

Damit Ihr Hund gut durch heiße Tage kommt, helfen ein paar einfache Alltagsregeln:

  • Immer Wasser dabeihaben – unterwegs und im Büro: Stellen Sie ausreichend frisches Wasser in Reichweite Ihres Hundes bereit und kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Napf noch gefüllt ist.
  • Im Büro auf einen kühlen, zugluftfreien Platz achten: 
    • Der Liegeplatz sollte nicht direkt an Fensterfronten oder anderen Wärmequellen liegen. Lüften Sie regelmäßig und sorgen Sie für eine luftige, aber zugfreie Umgebung.
  • Kleinere Portionen füttern: An sehr warmen Tagen können kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten sinnvoll sein. Sie sind leichter verdaulich und belasten den Organismus weniger.
  • Fellpflege anpassen: Gerade Hunde mit viel Unterwolle genießen es, wenn lose Haare regelmäßig ausgebürstet werden. Das ersetzt keinen „Sommerhaarschnitt“, erleichtert aber die Thermoregulation.


Trinken ist auch für Hunde im Sommer besonders wichtig.

Was können Hunde bei Hitze spielen? Hitzefreundliche Beschäftigungen

Wilde Ballspiele in der prallen Sonne sind im Sommer keine gute Idee. Es gibt aber viele Alternativen, mit denen Sie Ihren Hund sinnvoll auslasten, ohne seinen Kreislauf zu überfordern.

Gute Ideen für Beschäftigung bei Hitze:

  • Nasenarbeit im Schatten: Zum Beispiel Leckerli-Suchspiele im Garten oder in der Wohnung. Das fordert den Kopf, aber nicht den Puls.
  • Ruhige Trainingsübungen: Tricks, Impulskontrolle, kleine Gehorsamsübungen – kurze Einheiten, die Konzentration statt Schnelligkeit verlangen.
  • Entspannung statt Action: Kuscheleinheiten, Massage, gemeinsames Chillen an einem kühlen Ort. Auch das ist wertvolle Zeit zusammen und hilft Ihrem Hund, herunterzufahren.​​​​​​​

Darf mein Hund Eis essen? Kühlung von innen für Hunde im Sommer

Die gute Nachricht: Ja, Hunde dürfen Eis essen – aber bitte hundegerecht. 

Klassisches Milcheis, Schokolade oder stark gezuckerte Sorten sind für Hunde tabu. Es geht aber auch einfach und sicher selbst gemacht.

Selbst gemachtes Hunde-Eis – einfache Ideen:

  • Naturjoghurt (laktosearm oder -frei, je nach Verträglichkeit) mit etwas Wasser verdünnen, in Silikonformen oder einen Kong füllen und einfrieren.
  • Püriertes, hundegerechtes Obst (z. B. Banane oder etwas Wassermelone ohne Kerne und Schale), mit Wasser mischen und einfrieren.
  • Brühe-Eis: etwas natriumarme, ungewürzte Fleischbrühe mit Wasser verdünnen und in Eiswürfelformen einfrieren.

Wichtig:      

  • Eis immer in kleinen Portionen geben und beobachten, ob Ihr Hund es gut verträgt.
  • Zu harte, große Eisblöcke können Zähne belasten – lieber kleinere Portionen oder leicht angetaut anbieten.
Gefrorenes rohes Fleisch: Hinweis für Barfer:innen

Gefrorenes rohes Fleisch kann an heißen Tagen eine besondere Leckerei sein – sollte aber nur in kleinen, gut angetauten Portionen gegeben werden. Tiefgefrorene große Fleischstücke können Zähne belasten und den Magen reizen. Beobachten Sie, wie Ihr Hund das gefrorene Fleisch verträgt, und setzen Sie es eher als gelegenen Extra-Snack ein, nicht als tägliche „Hauptkühlung“.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze abkühlen? Kühlung von außen

Neben Wasser und angepasster Bewegung gibt es praktische Möglichkeiten, Ihren Hund zusätzlich zu kühlen:

  • Feuchte Tücher oder Kühlmatten: Eine kühle, leicht feuchte Unterlage kann sehr angenehm sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund selbst entscheiden kann, ob er darauf liegen möchte oder nicht.
  • Kühlspielzeug aus dem Kühlschrank: Es gibt spezielles Spielzeug, das Sie mit Wasser füllen und kühlen können. Oder Sie füllen einen Kong mit etwas Futter, frieren ihn ein und lassen Ihren Hund im Schatten daran schlecken. 
  • Wasserspaß mit Maß: Viele Hunde lieben Planschbecken oder seichte Uferbereiche. Kurze Abkühlungen sind super, aber vermeiden Sie dauerhaftes, sehr wildes Toben im Wasser – auch das kann den Kreislauf belasten.

Don’t: Hund im Sommer im Auto lassen

Ein besonders wichtiges Don’t im Umgang mit Hund und Hitze:

Hunde dürfen im Sommer nicht im Auto zurückgelassen werden, auch nicht „nur fünf Minuten“ und auch nicht bei leicht bewölktem Himmel.


Hunde sollten im Sommer nicht im Auto zurückgelassen werden. Überhitzung und Kollaps drohen.

  • Bereits ab etwa 20 Grad Außentemperatur kann sich ein Auto in kurzer Zeit massiv aufheizen.
  • Die Innentemperatur steigt um mehrere Grad oft innerhalb von Minuten.
  • Beispiel: 24 Grad Außentemperatur können sich im Auto innerhalb von 10 Minuten auf rund 31 Grad erhöhen.​​​​​​​

Für Hunde kann das lebensgefährlich werden. Sie können der Hitze nicht entkommen, hecheln sich im Stress weiter hoch und drohen zu kollabieren.

Unsere klare Empfehlung:

  • Planen Sie Einkäufe und Erledigungen so, dass Ihr Hund gar nicht erst im Auto warten muss.
  • Wenn Ihr Hund nicht mit in den Laden darf: lieber zu Hause lassen oder eine Betreuung organisieren.​​​​​​​

Welche Hunderassen vertragen Hitze besonders schlecht?

Nicht alle Hunde kommen gleich gut mit hohen Temperaturen zurecht. Einige benötigen einen besonders sorgfältigen Schutz:

  • Kurznasige Rassen (z. B. Mops, Französische Bulldogge): Sie haben ohnehin oft Atemprobleme, die sich bei Hitze verstärken.
  • Welpen und ältere Hunde: Ihr Kreislauf ist empfindlicher, sie regulieren ihre Temperatur schlechter und ermüden schneller.
  • Hunde mit dunklem Fell: Dunkles Fell zieht mehr Sonnenwärme an, der Körper heizt sich schneller auf.
  • Hunde mit viel Unterwolle: Sie tragen sprichwörtlich einen „Pelzmantel“ und können Hitze schlechter abgeben.

Für diese Hunde gilt in besonderem Maß: Ruhe ist im Sommer wichtiger als Action. Sie sollten lieber mehrere kurze, ruhige Runden in kühleren Zeiten als ausgedehnte Sporteinheiten in der Mittagshitze machen.

Fazit: Hund und Hitze – Do’s & Don’ts für einen entspannten Sommer

Hunde begleiten uns durch den Alltag, ins Büro, in den Urlaub und natürlich durch die warmen Monate. Mit einigen bewussten Do’s & Don’ts für Hunde im Sommer können Sie viel dazu beitragen, dass Ihr Hund die Hitze gut verkraftet:

  • Spaziergänge in die kühlen Tageszeiten verlegen und heißen Asphalt meiden
  • Warnzeichen für Überhitzung ernst nehmen und immer frisches Wasser bereithalten
  • Hunde niemals im Auto zurücklassen – auch nicht „nur kurz“
  • Besondere Rücksicht auf Risikogruppen wie Welpen, Senior:innen, kurznasige und dunkelhaarige Hunde nehmen
  • Im Sommer mehr Ruhe zulassen und auf hitzefreundliche Beschäftigung setzen
  • Für zusätzliche Abkühlung sorgen – zum Beispiel durch Schattenplätze, Kühlunterlagen, Kühlspielzeug und gelegentlich selbst gemachtes Hunde-Eis

So wird der Sommer für Mensch und Hund zu einer möglichst unbeschwerten Zeit.

FAQ: Hund und Hitze – die häufigsten Fragen

Ab wann ist Hitze für Hunde gefährlich?

Schon wärmere Sommertage können belastend sein, vor allem bei direkter Sonne, hoher Luftfeuchtigkeit oder viel Bewegung. Spätestens ab Temperaturen um 25–30 Grad sollten Sie Spaziergänge in kühlere Tageszeiten legen und auf Warnzeichen wie starkes Hecheln, Müdigkeit oder verlangsamtes Laufen achten.

Ab wieviel Grad darf ein Hund nicht im Auto gelassen werden?

Es gibt keinen sicheren Grenzwert. Bereits ab etwa 20 Grad Außentemperatur kann sich ein Auto in kurzer Zeit so stark aufheizen, dass es für Hunde gefährlich wird. Die sicherste Regel lautet daher: Hunde im Sommer grundsätzlich nicht im Auto zurücklassen – auch nicht „nur kurz“.

Darf mein Hund Eis essen?

Ja, wenn es hundegerecht ist. Selbst gemachtes Hunde-Eis aus Naturjoghurt, etwas Obst oder verdünnter, ungewürzter Fleischbrühe ist eine gute Möglichkeit. Wichtig sind kleine Portionen und gut verträgliche Zutaten. Zucker, Schokolade und stark gewürzten Produkte sind tabu.

Wie kann ich meinen Hund bei Hitze abkühlen?

Hilfreich sind Schattenplätze, frisches Trinkwasser, feuchte Tücher oder Kühlmatten, kühlende Leckereien wie Hunde-Eis sowie Kühlspielzeug aus dem Kühlschrank. Zusätzlich sollten Spaziergänge in die Morgen- und Abendstunden verlegt und körperliche Anstrengung reduziert werden.

Was können Hunde bei Hitze spielen?

Ideal sind ruhige Beschäftigungen: Nasenarbeit, Suchspiele, Intelligenzspielzeug, kurze Trainingsübungen im Schatten oder in der Wohnung sowie Entspannungsübungen. Wildes Rennen und Springen in der Sonne sollten Sie vermeiden. 

null Kinderkrankentage 2026 und Kinderkrankengeld: Was steht mir zu?

Eine Miniatur-Frau mit Baby sitzt auf einem Stapel von Münzen neben einem Haufen von Rechnungen und ein Miniatur-Mann mit Baby neben ihnen.
Eltern & Kind

Kinderkrankentage 2026 und Kinderkrankengeld

 

Ein krankes Kind stellt insbesondere berufstätige Eltern vor eine große Herausforderung: Sie wollen im Job ihr Bestes geben und gleichzeitig für ihr Kind da sein. Der Gesetzgeber sieht für diese Situationen die Kinderkrankentage vor. Wir fassen zusammen, was Eltern im Jahr 2025 zusteht.

Verena Klein, pme-Fachberaterin "Eltern & Kind" hat die wichtigsten Bedingungen zusammengefasst.

Wer hat Anspruch auf Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld?

Unter folgenden Voraussetzungen haben Eltern Anspruch auf Kinderkrankentage:

  • Sie sind berufstätig.
  • Sie sind gesetzlich krankenversichert und haben selbst Krankengeldanspruch.
  • Ihr Kind ist ebenfalls gesetzlich krankenversichert.
  • Ihr Kind ist unter 12 Jahre alt (bei behinderten Kindern gibt es keine Altersgrenze).
  • Ihr Kind lebt in Ihrem Haushalt.
  • Ein ärztliches Attest bestätigt die Erkrankung Ihres Kindes.
  • In Ihrem Haushalt lebt kein anderer Erwachsener, der sich um Ihr Kind kümmern kann.

Wie viele Kinderkrankentage stehen mir 2025 zu?

  • 2026 stehen jedem gesetzlich versicherten Elternteil pro gesetzlich versichertem Kind 15 Arbeitstage im Kalenderjahr zu.
  • Wenn Sie mehrere Kinder haben, stehen jedem Elternteil maximal 35 Arbeitstage im Kalenderjahr zu.
  • Alleinerziehende haben Anspruch auf 30 Kinderkrankentage bei einem Kind und maximal 70 Tage im Jahr bei mehreren Kindern.

Wer zahlt meinen Lohn, wenn das Kind krank ist?

Bei den Kinderkrankentagen handelt es sich um eine zeitlich begrenzte Freistellung, die Sie bei Ihrem Arbeitgeber anmelden müssen. Ob diese Freistellung von Ihrem Arbeitgeber bezahlt wird oder nicht, hängt von Ihrem Arbeits- bzw. Tarifvertrag ab.

Für beide Varianten gibt es eine gesetzliche Grundlage.

Nach § 616 BGB ist eine bezahlte Freistellung grundsätzlich möglich, wenn man unverschuldet für eine verhältnismäßig unerhebliche Zeit an der Arbeitsleistung verhindert ist. Die bezahlte Freistellung kann zeitlich begrenzt werden; oft liegt die Grenze bei 5 Tagen im Jahr, denn nach aktueller Rechtsprechung müsste ein Unternehmen das Gehalt für bis zu fünf Arbeitstage fortzahlen.

Der Arbeitgeber kann die bezahlte Freistellung nach § 616 BGB jedoch vertraglich ausschließen.

Wenn die bezahlte Freistellung ausgeschlossen ist oder die verfügbaren bezahlten Tage bereits genutzt wurden, greift § 45 SGB V. Dieser sieht eine unbezahlte Freistellung mit der Möglichkeit des Krankengeldbezugs vor, wenn man zur Beaufsichtigung, Betreuung und Pflege eines erkrankten Kindes der Arbeit fernbleiben muss.

Wie hoch ist das Kinderkrankengeld?

  • Das Kinderkrankengeld beträgt i. d. R. bis zu 90% des Nettoverdienstes, ist jedoch gedeckelt (s. Punkt 4).
  • Es kann bis zu 100% des Nettoverdienstes betragen, wenn in den vorangegangenen 12 Kalendermonaten steuerpflichtige Einmalzahlungen (z.B. Weihnachtsgeld) gezahlt wurden.
  • Der Höchstsatz bemisst sich an der jährlich angepassten Beitragsbemessungsgrenze 2026: 5.812,50 € pro Monat).
  • Als Brutto-Kinderkrankengeld erhält man 70% der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze, das entspricht 135,63 € pro Tag im Jahr 2026.
  • Vom Brutto-Kinderkrankengeld werden anschließend Beiträge für Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.
  • Das Kinderkrankengeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt.

Entsprechend ist das Kinderkrankengeld deutlich niedriger als der eigentliche Nettoverdienst der Eltern.

Bei stationärer Aufnahme des Kindes gilt ein unbegrenzter Anspruch auf Kinderkrankengeld.

Wie beantrage ich Kinderkrankengeld?

Wenn Sie mit Ihrem kranken Kind zum Kinderarzt/zur Kinderärztin gehen, erhalten Sie eine sogenannte „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“.

Auf der Rückseite oder im unteren Teil der Bescheinigung finden Sie den Antrag auf Krankengeld. Diesen füllen Sie mit Ihren persönlichen Daten vollständig aus. Im Anschluss reichen Sie die Bescheinigung bei Ihrer Krankenkasse ein. Geben Sie an, ob Sie Recht auf eine Entgeltfortzahlung durch Ihren Arbeitgeber haben oder nicht.  

Informieren Sie Ihren Arbeitgeber so früh wie möglich, dass Sie aufgrund der Krankheit Ihres Kindes zu Hause bleiben müssen. Geben Sie an, wie lange Sie voraussichtlich zu Hause bleiben müssen. Falls dies noch unklar ist, können Sie auch sagen, dass Sie die Situation weiter beobachten werden. In vielen Fällen benötigt der Arbeitgeber einen Nachweis über die Krankheit des Kindes („Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“), besonders wenn Sie länger als 3 Tage zu Hause bleiben.

Alle Unterlagen müssen vollständig ausgefüllt bei der Krankenkasse des Antragstellers eingereicht werden.

So geht es mit dem Kinderkrankengeld weiter

Ihr Arbeitgeber übermittelt einen Nachweis über das ausgefallene Arbeitsentgelt an Ihre Krankenkasse. Nachdem diese mit dem Nachweis Ihr individuelles Kinderkrankengeld berechnet hat, erhalten Sie das Kinderkrankengeld auf Ihr angegebenes Bankkonto.

Weitere nützliche Informationen rund um Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld

Auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten, haben Anspruch auf Kinderkrankentage und Kinderkrankengeld, wenn sie ihre Tätigkeit aufgrund der Betreuung des kranken Kindes nicht ausüben können.

Man kann den Anspruch auf Kinderkrankengeld von einem auf den anderen Elternteil übertragen, wenn beide Eltern berufstätig und gesetzlich krankenversichert sind. Der Arbeitgeber muss jedoch zustimmen.

Privat krankenversicherte Eltern haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Es gibt jedoch Versicherungen, bei denen das Kinderkrankengeld zusätzlich mit aufgenommen werden kann. Ist das Kind selbst privat krankenversichert, besteht kein Anspruch auf Kinderkrankengeld, auch wenn ein Elternteil gesetzlich versichert ist.

Muss ein Kind aufgrund eines Unfalls betreut werden, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten, insofern sich der Unfall im Kindergarten, im Hort oder in der Schule bzw. auf dem Weg dorthin oder von dort nach Hause ereignet hat.

Eltern, deren Kind schwerstkrank ist und eine sehr geringe Lebenserwartung hat, können zeitlich unbegrenzt Krankengeld bekommen. Das Kind muss dazu nicht in ihrem Haushalt leben.

Eltern, die Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld beziehen, erhalten ihre Leistungen weiterhin, wenn Sie ihr krankes Kind pflegen und dem Amt zu dieser Zeit nicht zur Verfügung stehen können. Arbeitslosen steht die gleiche Anzahl an Kinderkrankentagen zu wie Berufstätigen.

Ein krankes Kind kann den gewohnten Familien- und Berufsalltag erheblich auf den Kopf stellen. Der pme Familienservice bietet berufstätigen Eltern Unterstützung und Beratung, beispielsweise mit der Vermittlung von Kinderbetreuer:innen, Notbetreuungspersonen und Haushaltshilfen. Wir stehen Ihnen gerne mit weiteren Informationen zur Verfügung!

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