Business Frau berät Unternehmen mit Outplacement Beratung
Angebot

Outplacement: Partnerschaft mit Softdoor GmbH

Sie stehen vor Veränderungen im Unternehmen und wollen Ihre Mitarbeitenden nicht alleine lassen? Mit dem gebündelten Know-how des pme Familienservice und der Softdoor GmbH bieten Sie Ihren Mitarbeitenden eine professionelle und authentische Outplacement und Newplacement-Beratung und Begleitung. 

Unternehmen stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, Mitarbeiter:innen in Veränderungssituationen wertschätzend und professionell zu unterstützen – sei es durch Umstrukturierungen, wirtschaftliche Anpassungen oder geplante Veränderungen im Unternehmen. 

Gerade wenn es darum geht, Trennungsprozesse fair zu gestalten oder neue Perspektiven für Mitarbeitende zu eröffnen, sind individuelle, nachhaltige Lösungen gefragt. So schaffen Sie Sicherheit, eröffnen neue Perspektiven und stärken Ihre Arbeitgebermarke – selbst in herausfordernden Zeiten.

Unsere Partnerschaft mit Softdoor 

Mit der neuen Partnerschaft zwischen dem pme Familienservice und Softdoor bündeln wir ab sofort unser Know-how, um Unternehmen und Führungskräften im Bereich Outplacement und Newplacement eine ganzheitliche Begleitung zu bieten. Softdoor ist ein erfahrener Partner, der sich auf die professionelle Begleitung von beruflichen Neuorientierungsprozessen spezialisiert hat.

Ihre Vorteile als Arbeitgeber:

  • All-in-one: BGM, EAP und Outplacement/Newplacement-Beratung mit einem Dienstleister
  • Entlastung Ihrer Führungskräfte
  • Stärkung Ihrer Arbeitgebermarke durch faires Trennungsmanagement
  • Online, virtuell – an über 70 Standorten deutschlandweit
  • Verkürzung der Restlaufzeit von Arbeitsverträgen
  • Beschleunigung des Veränderungsprozesses 

Modulare Bausteine passend für Ihren Bedarf

Unser modulares Angebot ermöglicht es Ihnen, die passenden Bausteine für Ihre spezifische Situation auszuwählen. Von der strategischen Beratung über die Begleitung von Führungskräften bis hin zur individuellen Unterstützung der betroffenen Mitarbeitenden – wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess. 

"Veränderung ist für Unternehmen nie einfach – aber sie kann fair, transparent und professionell gestaltet werden. Mit Softdoor bündeln wir unsere Expertise aus BGM, EAP und Karriereberatung, damit Führungskräfte entlastet werden und Mitarbeitende neue Perspektiven entwickeln können. So entsteht Wertschätzung selbst in herausfordernden Phasen.“

Astrid Lethert, Strategische Produktentwicklung, pme Familienservice

Für wen ist unser Angebot geeignet? 

Unsere Outplacement- und Newplacement-Lösungen richten sich an Unternehmen, die vor diesen oder ähnliche Herausforderungen stehen: 



  • Einleitung von Change-Prozessen oder Umstrukturierungen 
  • Umgang mit leistungsgewandelten Beschäftigten
  • Schwierige Fällen des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) 
  • Vorbereitung von Fusionen oder Standortschließungen 
  • Gestaltung von altersbedingten Veränderungen in der Belegschaft
  • Vorbereitung von Personalanpassungen aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen 

So arbeiten wir mit Ihnen zusammen

So profitieren alle Beteiligten: Die ausscheidenden Mitarbeiter:innen erhalten Perspektiven und Halt, Führungskräfte gewinnen Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen, und verbleibende Teammitglieder erleben eine transparente und wertschätzende Unternehmenskultur.

1. Strategische Beratung und Vorbereitung 

In dieser Phase unterstützen wir Sie dabei, den Veränderungsprozess strategisch zu planen und alle Beteiligten optimal vorzubereiten. 

2. Analyse und Eignungsfeststellung 

Wir analysieren gemeinsam mit den betroffenen Mitarbeiter:innen ihre Kompetenzen, Potenziale und gesundheitliche Situation. 

3. Coaching und persönliche Begleitung 

Wir begleiten Ihre Mitarbeiter:innen ganzheitlich – mit Fokus auf persönliche Entwicklung, Gesundheit und emotionale Stabilität. 

4. Bewerbungsunterstützung und Karriereberatung 

Von der Erstellung überzeugender Bewerbungsunterlagen bis zur Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche – wir unterstützen Ihre Mitarbeiter:innen dabei, sich erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt zu präsentieren

5. Jobsuche und Vermittlung 

Wir unterstützen Beschäftigte aktiv bei der Suche nach passenden beruflichen Perspektiven – sowohl intern als auch extern. Dabei berücksichtigen wir individuelle Qualifikationen, Interessen und Rahmenbedingungen. 

6. Nachbetreuung und Stabilisierung 

Auch nach erfolgreicher Vermittlung bleiben wir an der Seite Ihrer Mitarbeiter:innen und Ihres Unternehmens. Die Nachbetreuung sichert eine nachhaltige Integration und gibt allen Beteiligten Sicherheit. 

Jetzt unverbindliches Beratungsgespräch nutzen

Wir beraten Sie gerne persönlich und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die zu Ihrer Situation passt. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

Outplacement & Newplacement

null Burnout bei Mitarbeitenden: Was Führungskräfte wissen müssen

Mann an einem Hochseil im Berg

Burnout bei Mitarbeitenden: Was Führungskräfte wissen müssen!

Wenn ein Teamkollege nach einem Burnout in den Beruf zurückkehrt, fragen sich die Kolleg:innen und die Führungskraft fast immer etwas sorgenvoll: Wie sollen wir mit ihm oder ihr umgehen? Wird derjenige, wieder voll dabei sein? Carola Kleinschmidt ist Trainerin und Expertin für Burnout und weiß, wie Führungskräfte diesen Balanceakt schaffen.

Psychologin und Geschäftsführerin der Oberbergkliniken. Viele Jahre lang etablierte sie Konzepte für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Unternehmen. Kentgens hält viele Aufklärungsvorträge und Workshops in Unternehmen jeder Größe, und wohin sie auch kommt, sie trifft immer auf die gleiche Unsicherheit: "Wie gehe ich als Kollege oder Chef mit der Person um, die aus der Krankheitsphase zurückkommt?

Diese Frage beschäftigt sehr viele“, erklärt Kentgens. "Häufig haben die Fragenden in einer anderen Abteilung schon einmal beobachtet, dass jemand wieder im Büro erschien, aber nur wenige Stunden am Arbeitsplatz blieb und dann wieder nach Hause ging. Und sie fragten sich: Darf der das, weil er krank war? Wird das jetzt immer so sein?".

Wiedereingliederung nach dem Burnout: Stufenweise von vier bis acht Wochen

"Hier liegt meist ein Missverständnis vor", erklärt Psychologin Kentgens. Häufig wissen Chefs und Kollegen nicht, dass die Wiedereinsteiger eine stufenweise Wiedereingliederung machen. In dieser Zeit sind sie offiziell noch krankgeschrieben, die Krankenkassen zahlen die Lohnkosten.

In der Regel dauert eine stufenweise Wiedereingliederung vier bis acht Wochen. Diese Zeitspanne bietet den Rückkehrern die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt wieder an den Berufsalltag und ihre Tätigkeiten zu akklimatisieren – ohne zu viel Druck. "In dieser Zeit gelten besondere Absprachen, die ärztlich beziehungsweise therapeutisch untermauert sind. Es gibt einen verabredeten Stufenplan, der im Idealfall zwischen Rückkehrer, Behandler, Führungskraft, Personalbereich, Betriebsrat und Betriebsarzt vereinbart wurde", erläutert Kentgens. Das heißt, es ist gut möglich, dass pro Tag erst einmal nur wenige Stunden Arbeitszeit vereinbart wurden oder für diese Zeit noch andere Sonderregelungen für den Mitarbeiter gelten. Im Idealfall steigert sich die Belastbarkeit des Mitarbeiters kontinuierlich.

Wie mit dem Kollegen umgehen?

Kollegen, die das nicht wissen, sehen von außen natürlich schnell jemanden, der nur noch wenig belastbar ist. Und nicht selten etabliert sich dieses erste Bild vom Rückkehrer. Ein Teufelskreis kann beginnen: Man traut dem Mitarbeiter nicht viel zu – und nimmt ihm damit die Chance, sich wieder voll ins Alltagsgeschäft zu integrieren.

"Wir raten deshalb Führungskräften, im Team zu kommunizieren, in welchem Status der Mitarbeiter derzeit im Unternehmen unterwegs ist. Auch zeitlich befristete Sonderregelungen, die man mit dem Betroffenen ausgehandelt hatte, wie zum Beispiel der Verzicht auf Dienstreisen oder ein reduzierter Kundenkontakt, sollten kommuniziert werden, damit das Team Bescheid weiß".

Solche Verabredungen können auch nach der stufenweisen Wiedereingliederung noch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gelten. Auch dann ist es am besten, man kommuniziert das für alle. Diese Transparenz macht es viel einfacher, den Rückkehrer wieder gut ins Team zu integrieren, und beugt Gerüchten, falscher Rücksichtnahme und Tuscheleien vor.

Nach dem Burnout: Keine falsche Rücksichtnahme

Ist die Wiedereingliederung abgeschlossen, was in der Regel nach vier bis acht Wochen der Fall ist, dann ist der Mitarbeiter wieder gesund und damit auch wieder voll im Betrieb einsetzbar.

"Nach der Wiedereingliederung und wenn eventuelle Sonderabsprachen ausgelaufen sind, gilt der Mitarbeiter wieder als voll belastbar", erklärt Kentgens. Das ist aus Sicht der Psychologin auch richtig, denn gerade nach einer psychischen Krise bestehe die Gefahr, dass die Person in einer gewissen Schonhaltung verharre – oder vom Umfeld aus falscher Rücksichtnahme in die Ecke "Der ist nicht mehr belastbar" gedrängt werde."

Solche Entwicklungen sind für die Gesundheit und vor allem für die Genesung kontraproduktiv", erklärt Kentgens. Deshalb ist das Ziel der Wiedereingliederung, dass der Beschäftigte am Ende wieder seinen alten Arbeitsplatz mit den dort üblichen Beanspruchungen ausführen kann. Nach gelungener Behandlung hat sich im Idealfall die Haltung des Mitarbeiters sowie seine Resilienz und Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen verbessert – inklusive der Fähigkeit, auch mal "nein" zu sagen.

"Die größte Sorge der Betroffenen ist, dass sie nach der Rückkehr ins Unternehmen schief angeschaut werden."

Falls der Beschäftigte bereits vor der Rückkehr in den Beruf oder auch im Rahmen der Wiedereingliederung bemerkt, dass er gewisse Tätigkeiten, die zuvor zu seinen Aufgaben gehörten, nicht mehr ausführen möchte, dann ist es nicht an der Führungskraft oder am Team, ihm diese automatisch abzunehmen. Vielmehr ist der Mitarbeiter um sein Aufgaben- und Belastungsfeld zu verändern, erklärt Kentgens. Das heißt, er kann mit seiner Führungskraft und auch auf der Ebene der Personalabteilung über seine Aufgaben verhandeln, um die Arbeit für sich passend zu gestalten.

Auch die Gespräche im Rahmen der Wiedereingliederung können der Ort für solche Justierungen sein. Manche Burnout-Betroffenen möchten beispielsweise ihre Arbeitszeit reduzieren oder weniger Kunden betreuen als zuvor, vereinzelt auch in andere Positionen mit weniger Verantwortung wechseln. "Dieser deutliche Appell an die Eigenverantwortung und Klarheit der ehemals Betroffenen mag rigide klingen", sagt Kentgens. Aber sie weiß aus dem Alltag der Therapeuten, die mit Burnout-Betroffenen arbeiten: "Die größte Sorge der Betroffenen ist, dass sie nach der Rückkehr ins Unternehmen über Monate hinweg schief angeschaut werden, dass man ihnen nichts mehr zutraut und sie genau deshalb auch nicht wieder leistungsfähig werden können". Die Klarheit im Wiedereingliederungsprozess wirkt dieser Diskriminierung entgegen und ist deshalb heilsam – für alle Beteiligten.

 

Über Carola Kleinschmidt:

Carola Kleinschmidt ist Diplombiologin, Journalistin und zertifizierte Trainerin (Zusatzausbildung Kommunikationspsychologie, Schulz-von-Thun-Institut/Uni Hamburg).

Sie beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Thema "Gesundheit & Arbeitswelt“. Ihr Sachbuch "Bevor der Job krank macht" bezeichnet das Magazin Stern als „eines der besten Bücher zum Thema Burnout“. Es verkaufte sich über 25.000 Mal. Folgebücher: "Das hält keiner bis zur Rente durch“ (2014), "Burnout – und dann?“ (2016). Carola Kleinschmidt hält Vorträge und gibt Workshops in Organisationen und Unternehmen zum Thema "Gute Arbeit & psychische Gesundheit". www.carolakleinschmidt.de

 

 

 

Literaturtipp: „Burnout – und dann?“ (2016)

Jedes Jahr steigen Millionen Menschen nach einem Burnout wieder ins Leben ein. Sie alle fragen sich: Wie wird mein Leben weitergehen? Muss ich mit Rückfällen rechnen? Was und wie viel muss ich in meinem Leben verändern?

Carola Kleinschmidt hat viele Betroffene über Jahre begleitet. Sie beschreibt, wie das Leben nach der Krise aussieht, welche Schwierigkeiten im neuen Alltag auftreten und was die Menschen ausmacht, die die Erschöpfungsspirale für immer hinter sich lassen. Kurz-Interviews mit Experten ordnen die individuellen Erfahrungen in ein breiteres Bild ein und erklären, welche Strategien sich am besten eignen. So ergibt sich ein umfassendes Bild davon, wie man nach einem Burnout zurück zu einem positiven Lebensgefühl findet und dafür sorgt, dass das auch so bleibt.