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Kitabetrieb in Bremen: Qualität braucht verlässliche und faire Rahmenbedingungen

 

(Bremen, 20. November 2025) Die pme Familienservice Bremen gGmbH, Trägerin von acht Kindertageseinrichtungen in Bremen, muss Insolvenz anmelden. Nach jahrelangen Verhandlungen, einem teilweise gewonnenen Gerichtsverfahren und einem 1,2 Millionen Euro-Darlehens einer Tochtergesellschaft konnte eine auskömmliche Finanzierung durch die Stadt Bremen nicht erreicht werden. Die Stadt Bremen hat mitten in laufenden Verhandlungen und wenige Wochen vor Weihnachten, ihre Zahlungen eingestellt und damit einen Insolvenzantrag erzwungen. 

 

  • Zukunft von acht Kitas in Bremen ungewiss
  • 430 Kinder und 120 Beschäftigte betroffen

Jahrelange Unterfinanzierung führt zu Millionendefiziten

Seit Jahren weist die pme Familienservice Bremen gGmbH die Stadt Bremen auf die gravierende Unterfinanzierung ihrer acht Kindertageseinrichtungen hin. Der Referenzwert für die Kita-Finanzierung wurde seit 2008 nicht angemessen an die gestiegenen Kosten angepasst. Personal-, Sach- und Immobilienkosten werden nicht vollständig gedeckt, der Index-Zuschlag für Kitas in sozial benachteiligten Stadtteilen für den Träger gestrichen. 

Die daraus resultierenden Defizite sind dramatisch: Bis Ende 2024 hat sich ein Verlust der Gesellschaft in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro angesammelt. Eine Schwestergesellschaft hat bereits Darlehen in Höhe von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und darf keine weiteren Kredite ohne Aussicht auf eine nachhaltige Lösung gewähren.

Gerichtserfolge bleiben ohne Konsequenzen

Um ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, hat die pme Familienservice Bremen gGmbH mehrere Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht Bremen angestrengt. Im Juni 2025 gewann pme in wichtigen Teilen ein Gerichtsverfahren für das Zuwendungsjahr 2022: Das Gericht verpflichtete die Stadt Bremen, den Antrag von pme unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu bescheiden.
 

„Wir haben alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft und vor Gericht Erfolge erzielt. Die Stadt Bremen kann oder will ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur auskömmlichen Finanzierung nicht nachkommen", erklärt Alexa Ahmad, Geschäftsführerin der pme Familienservice GmbH. 

Gespräche gescheitert – Stadt stellt ohne Vorwarnung Zahlung ein

Am 10. Oktober 2025 fand ein Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt Bremen statt. pme hatte acht konkrete Voraussetzungen formuliert, damit ein Weiterbetrieb der Kitas möglich ist:

  • Vollständige Bearbeitung aller ungeprüften Verwendungsnachweise seit 2019
  • Umsetzung des bestehenden Gerichtsurteils
  • Abschluss aller anhängigen Gerichtsverfahren durch einen Vergleich
  • Vollständiger Ausgleich des Defizits für 2025 und 2026
  • Erstattung von Immobiliennebenkosten und Indexsteigerungen
  • Anerkennung des Indexstatus für Kitas in benachteiligten Stadtteilen
  • Finanzierungszusage für das Projekt "Systemische Kita"
  • Aktive Unterstützung bei der Platzbelegung

In den letzten Wochen führte pme intensive Gespräche mit der Stadt Bremen. Am 18. November 2025 erhielt pme ein Schreiben, in dem die Stadt den gewährten Zuwendungsbescheid 2025 zurücknimmt und mitteilt, die laufenden Zahlungen für November und Dezember 2025 einzustellen. Damit wurde von der Stadt die gemeinsame Suche und die Verhandlung übe einen geordneten Weiterbetrieb der Einrichtungen beendet.

„Wir haben alles versucht. Die Stadt ist nicht gewillt, ihrer Verantwortung nachzukommen", so Alexa Ahmad. „Wir waren bereit, für die Kinder, Eltern und unsere Teammitglieder trotz hoher Defizite weiterzumachen. Die Stadt Bremen stellt mitten in laufenden Verhandlungen ihre Zahlungen ein. Ohne diese Mittel dürfen wir nicht einmal mehr die Novembergehälter zahlen, obwohl wir das Geld noch auf unserem Konto haben. Jetzt müssen wir schweren Herzens die Konsequenzen ziehen."

Kein Einzelfall: Auch "Petri und Eichen" musste Insolvenz anmelden

Im Juni 2025 musste der größte Kinder- und Jugendhilfeträger in Bremen, "Petri und Eichen", mit rund 500 Beschäftigten Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. Der Träger musste sich von seinen vier Kindertagesstätten trennen – alle vier wurden von KiTa Bremen übernommen. (Buten und Binnen, 24.09.2025)

„Der Fall Petri und Eichen zeigt deutlich, dass die Finanzierungspraxis der Stadt Bremen strukturell nicht auskömmlich ist", betont Alexa Ahmad. „Selbst große, etablierte Träger werden in die Insolvenz getrieben."

Auswirkungen auf Kinder, Familien und Mitarbeitende

Von der Insolvenz sind acht Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 540 Plätzen und rund 120 Mitarbeitende betroffen. pme setzte sich im Vorfeld parallel aktiv für eine Übernahme der Kitas ein, um die Betreuung der Kinder sicherzustellen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Kein Träger wollte eine Übernahme im laufenden Jahr vornehmen. Die abrupte Einstellung der Zahlungen zwingt aufgrund gesetzlicher Bestimmungen die Geschäftsführung nun zu einem unmittelbaren Insolvenzantrag.

„Unser oberstes Ziel ist es für die Kinder, Familien und unsere Teammitglieder eine gute Lösung zu finden", erklärt Alexa Ahmad. „Nun wird es Aufgabe der Insolvenzverwaltung sein, zeitnah Perspektiven zu schaffen. Wir haben 1,2 Millionen Euro an Darlehen gegeben, jahrelang verhandelt und vor Gericht gewonnen. Wir waren sogar bereit, weitere überschaubare Defizite zu tragen. Mehr können wir nicht tun! Jetzt ist die Stadt Bremen am Zug. Sie muss eine auskömmliche Finanzierung zusichern oder die Kitas selbst übernehmen. Die Verantwortung für diese Krise liegt eindeutig bei der Stadt Bremen."

Über die pme Familienservice Bremen gGmbH

Die pme Familienservice Bremen gGmbH betreibt acht Kindertageseinrichtungen in Bremen mit insgesamt ca. 430 Betreuungsplätzen und fast 120 Mitarbeitenden. Die Einrichtungen wurden im Rahmen der städtischen Angebotsplanung errichtet und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Kinderbetreuung in Bremen. Die pme Familienservice Bremen gGmbH ist eine Tochtergesellschaft der pme Familienservice GmbH, einem der führenden Anbieter von Kinderbetreuung und Familienservice in Deutschland.

Pressekontakt

Daniel Erler
Leitung Unternehmenskommunikation
pme Familienservice Bremen gGmbH
Flottwellstraße 4-5
10785 Berlin
 
Tel: +49 30 26393566
E-Mail: daniel.erler@familienservice.de 

null Betreuungsengpass? Notbetreuung im Back-up

Zwei lachende Mädchen
Pädagogik

Betreuungsengpass? Back-up!

Unkompliziert, freundlich, liebevoll: Eltern geben unseren Back-up-Einrichtungen Bestnoten.

Wenn die Kita geschlossen hat, die Tagesmutter krank ist oder eine Dienstreise ansteht, springen unsere Back-up-Einrichtungen mit hochwertiger, individueller Kinderbetreuung ein. Die Ergebnisse unserer Befragung zur Zufriedenheit zeigen wieder einmal, wie wohl sich Kinder und Eltern mit dieser Betreuungsform fühlen.

An der Befragung im dritten Quartal 2025 nahmen rund 650 Familien teil. Das sind die wichtigsten Ergebnisse:

  • 98,7 % % bestätigten, dass sie und ihr Kind freundlich empfangen wurden.
  • 96,8 % der Eltern gaben an, dass sich ihr Kind in der Back-up-Betreuung wohlgefühlt hat.
  • 96,8  % fanden die Atmosphäre in der Einrichtung angenehm.
  • 98,7 % freuten sich über die reibungslose Anmeldung.
  • 99,6 % finden es wichtig, dass ihr Arbeitgeber dieses Angebot zur Verfügung stellt.

Das sagen die Eltern

Neben Optionen zum Anklicken hatten die Eltern auch Gelegenheit, freie Feedbacks zu formulieren. Hier einige Antworten auf die Frage „Was hat Sie an unserem Angebot besonders überzeugt?“:

"Sehr gute Erreichbarkeit, immer freundliches Personal. Meine Kinder und ich lieben es."
Dr. med. Fiona Schedel

"Ich konnte durch das Back-up Angebot schon etliche Tage, an denen mein Schulkind nicht in der Schule betreut werden konnte, mit dem pme Back-up-Angebot überbrücken."

"Ganz tolle individuelle Betreuung, sogar für ein Kind mit Behinderung!" 

"Ihr Service ist Gold wert und gerade in meinem Beruf als Flugbegleiterin, mit sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten, sehr sehr wichtig."

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Jede Rückmeldung kommt an

Wir freuen uns, dass so viele Familien an der Befragung teilgenommen haben. Dadurch erhalten wir wichtige Hinweise, in welchen Bereichen die Eltern zufrieden sind und wo es Ansätze für Verbesserungen gibt. Mit einem festgelegten Prozess sorgen wir dafür, dass jede Rückmeldung im jeweiligen Back-up-Center ankommt.

Individuell und altersgerecht: Beste Betreuung für jedes Kind

Unsere Back-up-Einrichtungen bieten den Beschäftigen unserer Kundenunternehmen mit entsprechendem Vertrag kurzfristige und flexible Betreuung für Kinder von unter einem Jahr bis 12 Jahren.  Sie sind die optimale Betreuungslösung, wenn z. B. durch eine Erkrankung der Tagesmutter oder Ferienschließzeiten Engpässe entstehen oder Berufstätige bei Dienstreisen, Urlaubsvertretungen, kurzfristig angesetzten Terminen oder Seminaren Bedarf an spontaner Betreuung haben. Die Betreuungsteams stellen sich jeden Tag neu auf die Zusammensetzung der Gruppe ein und sorgen mit altersgerechten Aktivitäten dafür, dass der Tag ein schönes Erlebnis wird.

„In unseren Back-up-Einrichtungen finden Kinder Geborgenheit und erhalten gleichzeitig passend zu ihrem Alter anregende Impulse. Unser Ziel sind spielerische Lernerfahrungen für Kinder und Entlastung für Eltern. Durch hohe Qualitätsstandards, definierte Prozesse und regelmäßigen fachlichen Austausch schulen und unterstützen wir unsere pädagogischen Teams und sorgen somit in unseren Back-ups für Qualität, Spaß und Flexibilität.“ Annika Weißhuhn, Back-up-Leitung

 

 

 

Lernen Sie unsere Back-up-Einrichtung kennen!

Sie wollen zusammen mit Ihrem Kind das Back-up unverbindlich kennenlernen? Vereinbaren Sie per E-Mail oder Telefon einen Schnuppertermin. Hier finden Sie die Adressen und Kontaktdaten unserer Einrichtungen