Betriebliches Gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement bei pme

27.04.2019
Christin Müller
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Morgen ist „Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“. Diesen Aktionstag möchten wir nutzen, um mit unserer Kampagne „Dick im Geschäft“ (mehr dazu ab Mai hier im Blog) auf Benachteiligung von übergewichtigen Beschäftigten in der Arbeitswelt hinzuweisen und ihrer Folgen für die psychische und körperliche Gesundheit.

Dick im Geschäft: Diskriminierung im Alltag

Mit der Kampagne „Dick im Geschäft“ macht der pme Familienservice darauf aufmerksam, dass Übergewichtige Diskriminierung im Alltag und Berufsleben täglich erleben. Der pme Familienservice stellt sich entschieden gegen die Stigmatisierung von übergewichtigen Menschen und eine Benachteiligung aufgrund des Körpergewichts. Alexa Ahmad, CEO der pme Familienservice Gruppe: „Das Brennen für den Job und Spaß an der Arbeit sind weitaus wichtiger als die Körperfülle. Wir zeigen, dass wir der Arbeitgeber sind, bei dem sich Bewerber und unsere Teammitglieder in ihrer Haut wohlfühlen können“. Ein wichtiger Faktor dabei ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement beim pme Familienservice

Zufriedenheit und Spaß bei der Arbeit sind wichtige Voraussetzungen um gesund zu bleiben und sich dauerhaft wohlzufühlen. „Mit unserem Gesundheitsmanagement wollen wir die Arbeit beim pme Familienservice so gestalten, dass sie die Gesundheit und Motivation jedes Einzelnen fördert und die gute Zusammenarbeit in den Teams unterstützt“, so Petra Dinkelacker, Produktverantwortliche Betriebliches Gesundheitsmanagement im pme Familienservice. Das Angebot wird stetig erweitert und den Bedürfnissen aller angepasst.

Der pme Familienservice bezuschusst beispielsweise gesundheitsfördernde Maßnahmen wie Präventionskurse, Yoga, Fitnesskarten für alle – egal welchen Körperumfang sie haben. „Darüberhinaus bieten wir ein kostenfreies gesundes Mittagessen in unseren Kantinen an. Unsere umfangreichen Beratungsangebote können von allen Mitarbeitern 24/7 genutzt werden und der Betriebsarzt hat für medizinische Fragen stets ein offenes Ohr“, führt die Gesundheitswissenschaftlerin weiter an. „Vorrangiges Ziel unseres Gesundheitsmanagements ist es nicht, Teammitglieder dazu zu drängen ab- oder zuzunehmen,  sondern dabei zu unterstützen, gesund und achtsam zu leben. Hierfür haben wir zusätzlich zu unseren Gesundheitsangeboten, auch Angebote wie Stressprävention, Resilienztraining  und Coaching und wir legen großen Wert auf gesunde Führung und gute Teamentwicklung“, so Petra Dinkelacker.

Die Arbeitsbedingungen aller Teammitglieder sollen im Hinblick auf das körperliche und psychische Wohlbefinden langfristig gesundheitsförderlich gestaltet werden; Belastungen sollen verringert und Ressourcen gestärkt werden.

 

Schlank = gesund, Übergewichtig = krank?

Neben Studien die belegen, dass Menschen mit Übergewicht im Berufsalltag benachteiligt werden, gibt es medizinische Studien darüber, dass Menschen, die psychischem Druck, täglichen Sticheleien oder gar Mobbing ausgesetzt sind, stark leiden und in ihrer Arbeitsleistung und psychischen Gesundheit eingeschränkt werden, die sich wiederum auf die körperliche Gesundheit auswirkt.

Claudia Luck-Sikorski, Professorin für Psychische Gesundheit und Psychotherapie an der Hochschule für Gesundheit in Gera sagte im Zuge der Präsentation des DAK XXL-Reports 2016: „Ausgrenzung und Stigmatisierung verschlimmern die Lage der Betroffenen. Sie können wie ein chronischer Stressor wirken, der krank machen kann.“ Menschen haben eine stereotype Vorstellung von übergewichtigen und adipösen Menschen im Kopf, derer sie sich selten wehren können. Sie gelten dann als faul, langsam, schwach. Dies wiederum kann zu Depressionen führen.

 

Diagramm XXL Report

Quelle: Hochschule für Gesundheit Gera

 

Dicksein ist laut Ärzte Zeitung (2018) mit vielen seelischen Belastungen verbunden – im Privatleben wie im Job. Manche Firmen setzen Übergewichtige nicht im Kundenkontakt ein oder sie werden anderweitig benachteiligt. Häufig reichen aber auch schon gehässige Blicke oder beleidigende Kommentare von Kollegen. Diese dauerhafte unterschwellige Abwertung zermürbt auf Dauer. Inaktivität und Mutlosigkeit werden verstärkt, manchmal sogar Depression gefördert. Das kann zum Teufelskreis werden.

Petra Dinkelacker: „Gesundheit wird sehr individuell erlebt und ist auch kein „absoluter“ Zustand. Gesundheit verändert sich mit den Lebensphasen und lässt sich nicht (ausschließlich) an Laborwerten festmachen. So können Menschen, die sich psychisch gestärkt und nicht gestresst fühlen viel leistungsfähiger und ausgefüllter sein als andere – egal, ob schlank oder übergewichtig. Ein funktionierendes BGM kann das unterstützen, in dem sie Mitarbeiter/innen in den jeweiligen Phasen und Herausforderungen unterstützt, Akzeptanz fördert und Wissen um mögliche Bewältigungsstrategien erweitert.“

Sie sind daran interessiert, bei uns zu arbeiten? Sie finden unsere Stellenangebote auf unserer Karriereseite. Weitere Informationen zu der Kampagne "Dick im Geschäft" finden Sie ebenso auf unserer Website.

 

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