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Resilienz: Rosinen gegen Stress?

26.07.2018
Gabriele Strasser
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Ob in der Kinderbetreuung, im Beruf oder im Familienleben: Resilienz ist eine unverzichtbare Fähigkeit. Die gute Nachricht: Resilienz lässt sich trainieren. Das Team der pme Akademie gGmbH präsentiert zwei einfache Übungen.

Es gibt Menschen, die – so könnte man denken – als Kinder ein Vollbad in einem mit Zaubertrank gefüllten Kessel genommen haben. Sie durchstehen selbst schwere Krisen, tragen kaum Verletzungen davon und erholen sich rasch. Diese Superkraft wird auch Resilienz genannt.

Der Bambus ist ein Symbol für diese Qualitäten: Er steht stabil, neigt sich im Sturm, bricht aber nicht, sondern richtet sich wieder auf.

Ursprünglich wurde der Begriff Resilienz für Kinder verwendet, die sich trotz Armut und schwierigen Bedingungen zu stabilen und erfolgreichen Persönlichkeiten entwickelten. Mittlerweile steht „Resilienz“ ganz allgemein für die Fähigkeit, mit Krisen aber auch Alltagsstress umzugehen, ohne dabei körperlichen oder seelischen Schaden zu nehmen.
 

Mit Achtsamkeitsübungen Resilienz trainieren

Aber was ist mit uns „Sterblichen“, die nicht schon von früh auf mit einer solchen Widerstandskraft ins Leben gestartet sind? Es gibt Hoffnung! Denn was resiliente Menschen ausmacht, lässt sich erlernen und trainieren - Akzeptanz, Optimismus, Selbstwirksamkeit, Eigenverantwortung.

Achtsamkeit hilft uns dabei, widerstandsfähiger gegenüber den Widrigkeiten des Lebens zu sein und dennoch empfindsam zu bleiben. Achtsamkeitsübungen trainieren Aufmerksamkeit, laden dazu ein, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren und üben darin, nicht zu bewerten.
 

Zwei einfache Übungen für zwischendurch

Viele Übungen lassen sich gut in den Alltag einbauen – zum Beispiel in der Straßenbahn, während der Mittagspause oder kurz vor dem Einschlafen.

Übung Nummer 1:
Schließen Sie dabei nach Möglichkeit Ihre Augen und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Augenblick. Wo befinden Sie sich gerade? Welche Geräusche hören Sie? Welche Bewegungen nehmen Sie wahr? Nehmen Sie Ihren Atem wahr! Registrieren Sie, wie die Gedanken abschweifen und konzentrieren Sie sich jetzt wieder auf das hier und jetzt. Lassen Sie Ihre Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen. Wie fühlt es sich an, wenn Sie sich leicht bewegen?

 

Übung Nummer 2:
Eine Übung, die alle Sinne anspricht, ist die Rosinenübung: 
Bestimmt haben Sie schon einmal eine Rosine gegessen – als Teil eines Müslis, im Christstollen oder in einer Handvoll Studentenfutter. Aber wie schmeckt die einzelne Rosine? Wie fühlt sie sich an? Wie sieht sie aus? Welchen Geschmack verströmt sie, schon bevor Sie  angefangen haben, zuzubeißen? Wie verteilen sich das Aroma und die Süße im Mund? Wie lange hält dies an?
 

Wollen Sie mehr über das Thema erfahren?

„Rosinen gegen Stress“ - Achtsamkeit im Alltag“ ist auch der Titel des Intensivworkshops im Rahmen unseres pme-Kindertagespflegekongresses „Mit Herz und Verstand“, der vom 4. bis 5. Mai 2019 am Müggelsee in Berlin-Köpenick stattfindet. Informationen zum Kindertagespflege-Kongress 2019 finden Sie hier