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Notfallkoffer gegen Stress

09.01.2019
Sabrina Ludwig
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Krisen und stressige Situationen tauchen oft plötzlich auf. Dann ist schnelle Hilfe wichtig, um aus dem negativen Gedankenstrudel wieder herauszufinden. Der persönliche Notfallkoffer rüstet Sie gut aus gegen Stress.

Stress ade: So "packen" Sie Ihren eigenen Notfallkoffer

Um ihren Notfallkoffer zu „packen“, schreiben Sie zunächst alles auf, was Ihnen in vergangenen Krisen geholfen hat. Lassen Sie dabei alles weg, was Ihnen z. B. Schmerz zufügt. Danach können Sie diese Punkte in eine Reihenfolge bringen: Was hat Ihnen am besten geholfen? Schreiben Sie dann von diesen Dingen das auf eine Liste, was Ihnen am meisten zusagt, und konkretisieren es – zum Beispiel:

  • Bilder, die Freude machen, z. B. von lieben Menschen, einem Haustier, einer beruhigenden Landschaft
  • Düfte, die Ihnen wohltun (z. B. Lavendel)
  • Musik, die Freude macht, tröstet oder entspannt
  • Bewegung, die guttut, z. B. Joggen, Tanzen, Yoga
  • Etwas, das guttut, wenn man es anfasst, z. B. ein Stofftier oder Kissen
  • Notfalltropfen von Dr. Bach (Bachblüten)
  • Eine Meditations- oder Imaginationsübung auf CD, die guttut
  • Ein Gedicht, ein Text oder ein Spruch, der Sie aufbaut
  • Die Telefonnummer des besten Freundes oder Therapeuten
  • Ein Symbol mit persönlicher Bedeutung, z. B. eine Muschel
  • Etwas Süßes, Bonbon etc.


Alles, was Sie für hilfreich halten, kann auf diesem Notfallzettel stehen. Sie können ihn sichtbar aufhängen oder an eine gut erreichbare Stelle legen, um bei Bedarf darauf zugreifen zu können. Um diese Liste noch zu verstärken, können Sie sich einen „Notfallkoffer“ einrichten, in dem all die Dinge liegen, die Ihnen helfen, sich wieder besser zu fühlen. Dies kann ein Schuhkarton sein, eine besondere Schachtel oder ein kleiner Koffer. Und wenn Sie etwas Neues entdecken, das Ihnen guttut, ergänzen Sie die Liste bzw. den Koffer einfach.

 

Was lege ich in meinen Notfallkoffer? Wie sieht er aus?

Häufig stellt sich heraus, dass es einem mit einem Zettel oder Koffer schon deshalb besser geht, weil es ihn gibt – auch wenn man ihn gar nicht benutzt. Allein zu wissen, dass dort etwas ist, was einem helfen kann, sorgt – ähnlich wie bei einem Spickzettel aus der Schulzeit – dafür, dass es einem besser geht.

 

Methode: „Das Energiefass füllen“

 

Um im Beruf und im Privatleben kraftvoll und gesund agieren zu können, benötigen wir ausreichend Energie. Auf Dauer können wir unserem Energiesystem aber nur das entnehmen, was wir auch wieder nachfüllen. So ist es gut zu wissen, was unsere Energie zieht und was uns Energie gibt und wie wir diese langfristig erhalten können. Mit der Methode „Das Energiefass füllen“ können Sie herausfinden, wie es um den aktuellen Energiehaushalt bei Ihnen persönlich, in Ihrem Team oder in Ihrem Unternehmen bestellt ist. Die Methode kann einzeln, aber auch gemeinsam in kleinen und großen Gruppen durchgeführt werden.
 

Stellen Sie sich folgende Materialien bereit und planen Sie zehn bis 20 Minuten Zeit für die Übung ein:

  • Ein vorbereitetes Flipchart, auf das ein leeres Energiefass gezeichnet ist, und ein Flipchartpapier mit den zwei bis drei weiter unten genannten Fragestellungen
  • Sie können auch vorbereitete Vorlagen, die ein leeres Energiefass zeigen, für jeden Einzelnen austeilen.
  • Dicke Stifte
     

Anleitung für die Übung in einer größeren Gruppe:

  • Die Seminarleitung führt in die Methode ein und zeigt auf das vorbereitete Flipchart mit dem leeren Energiefass.
  • Die Seminarleitung erklärt, dass das Energiefass unterschiedlich gefüllt sein kann, abhängig von der persönlichen Verfassung, den erlebten Herausforderungen, dem subjektiven Stresserleben etc.
  • Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer soll nun für sich überlegen, wie hoch der Energiestand ist (für sich persönlich, für das Team, für das Unternehmen).
  •  Die Seminarleitung kann beispielhaft erläutern, wie der Füllstand der Energiefässer dargestellt werden kann, zum Beispiel: „Ich bewege mich schon seit längerer Zeit am Rande meiner Kräfte. Die Füllung meines Energiefasses schwankt zwischen 20 und 40 Prozent" (unterer Bereich); „Mein Energiefass ist gut gefüllt, ich habe Energie für die aktuellen Herausforderungen, es darf aber nichts Unerwartetes oder Zusätzliches kommen. Die Füllung schwankt zwischen 50 und 70 Prozent" (mittlerer Bereich); „Mein Energiehaushalt ist sehr gut gefüllt, ich fühle mich den aktuellen Herausforderungen und Beanspruchungen gewachsen. Mein Energiefass ist zu 80 Prozent oder mehr gefüllt“ (oberer Bereich).
  • Die Seminarleitung fragt: Wie ist der Füllstand aktuell bei Ihnen?
  • Ist die Frage im Plenum beantwortet, zeichnet die Seminarleitung, die jeweilige Kleingruppe oder der oder die Einzelne den Füllstand auf dem Energiefass ein.
  • Im nächsten Schritt sollen folgende drei Aspekte ergänzt werden (die dritte Frage ist optional):
  • Durch welche Aktivitäten, Situationen, Begebenheiten etc. füllt sich mein Energiefass?
  • Durch welche Aktivitäten, Situationen, Begebenheiten etc. leert sich mein Energiefass?
  • Mit welchen Maßnahmen kann ich meinen Energiehaushalt langfristig und dauerhaft stärken? Nennen Sie erste kleine konkrete Schritte.
  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schreiben in Stichpunkten auf die linke Seite des Energiefasses, was Ihnen Energie gibt. Auf der rechten Seite halten sie fest, was ihnen Energie zieht. Die Seminarleitung hat vorher entsprechend zwei Pfeile gezeichnet, die aus dem Energiefass heraus- bzw. hineinzeigen. Die Teilnehmer können nacheinander ihre Aspekte aufschreiben, oder sie stehen gemeinsam vor der Metaplanwand oder dem Flipchart und schreiben ihre Gedanken einzeln auf. Bei mehr als acht Teilnehmenden empfehlen wir ein zweites Flipchart einzusetzen und in Gruppen zu arbeiten.
  • Ideen für Maßnahmen die zur langfristigen Stärkung des Energiehaushaltes beitragen, können unter das Fass oder auf einem gesonderten Papier festgehalten werden.
  • Im Verlauf des Seminars nimmt die Seminarleitung an geeigneten Stellen Bezug auf die Aspekte, die hier zusammengetragen wurden.
  • Es gibt zusätzlich die Möglichkeit zu schauen, auf welche der Dinge, die Energie ziehen, der Einzelne oder die Gruppe überhaupt Einfluss haben. Es ist hilfreich zu unterscheiden: Wo liegt mein Einflussbereich? Wo sollte und kann ich mir Unterstützung holen? Dinge, die ich nicht beeinflussen kann, sollten auch nicht meine Energien absorbieren.