7 Schlafmythen – und warum sie Quatsch sind

14.03.2019
Sabrina Ludwig
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Acht Stunden Schlaf müssen sein, ein Glas Rotwein lässt uns besser einschlafen, der Schlaf vor Mitternacht ist der Erholsamste. Um den Schlaf ranken sich viele Mythen. Zum Internationalen Weltschlaftag am 15. März 2019 decken wir sieben der berühmt-berüchtigsten Schlafmythen auf.

Acht Stunden Schlaf pro Nacht sind optimal

So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden ist auch ihr Bedürfnis nach Nachtruhe. Ideal ist alles zwischen sechs und acht Stunden Schlaf pro Nacht, sagen Schlafforscher. Sieben Stunden plus oder minus einer Stunde sind also ganz normal. Wichtig ist, dass Sie Ihren Schlaf als erholsam empfinden. Und ist er das schon nach sechs Stunden, dann brauchen Sie eben auch nicht mehr Schlaf.
 

 

Der Schlaf vor Mitternacht ist am erholsamsten

Auch wenn Sie erst nach Mitternacht ins Bett fallen, brauchen Sie nicht um Ihren gesunden Schlaf zu fürchten. Der Schlaf kurz nach dem Einschlafen ist der tiefste. Die Uhrzeit spielt hierfür keine Rolle – allerdings die Routine des Zubettgehens. Für wen es üblich ist, spät ins Bett zu gehen, der wird auch nach Mitternacht tief schlafen. Wer für seine Verhältnisse ungewohnt spät ins Bett geht, der wird anschließend auch weniger tief schlafen.
 

 

Man sollte möglichst hart und kühl schlafen

Auch diese Aussage gehört ins Reich der Mythen. Denn der auszuwählende Härtegrad der Matratze ist vom Gewicht der Person abhängig. Ideal ist deshalb eine punktelastische Matratze, die nur an den Stellen nachgibt, wo der Körper direkten Druck auf die Matratze ausübt. Die Zimmertemperatur sollten Sie zwischen 16 und 20 Grad einstellen. Auch wichtig: Das Bett sollte nicht zu nah oder sogar direkt am Fenster stehen, sondern an der wärmsten Wand.
 

 

Ein schnarchender Partner stört den Schlaf

Ihr Partner sägt in der Nacht ganze Wälder nieder und Sie können nicht einschlafen? Die Konsequenz ist also: Getrennte Betten? Das muss nicht sein. Sicher haben es Menschen mit einem leichten Schlaf schwer neben einem laut schnarchenden Partner ins Reich der Träume zu fallen. Französische Forscher fanden allerdings heraus, dass sich Menschen mit einem festen Schlaf davon wenig beirren lassen. Zwar sei der Schlaf in Nächten mit Partner etwas leichter und man wache häufiger kurz auf. Den erholsamen Tiefschlaf jedoch störe der Schnarcher nicht.
 

 

Ein Glas Rotwein am Abend lässt uns besser einschlafen

Gegen ein Glas Rotwein als Schlummertrunk ist nichts einzuwenden. Allerdings sollten sich Menschen mit Schlafproblemen auch dieses eine Glas Wein sparen. Der Alkohol stört den natürlichen Verlauf von Tief- und Traumphasen. Alkohol behindert zudem die Atmung und kann im schlimmsten Fall sogar zu Atemaussetzern führen (Apnoe). Statt zur Flasche zu greifen, ist die gute alte warme Milch mit Honig die bessere Wahl.
 

 

Wer nachts schlecht schläft, sollte Mittagsschlaf halten

Auf keinen Fall! Wenn Sie Schlafprobleme haben, dann sollten Sie sich die Müdigkeit auch für die Nacht aufsparen und besser tagsüber auspowern. Stehen Sie also lieber früh auf, sorgen Sie für ausreichend Bewegung und legen Sie sich erst ins Bett, wenn Sie auch wirklich müde sind. Aber Vorsicht! Sport regt den Kreislauf an und sollte deshalb nicht kurz vor dem Schlafen betrieben werden. Dann lieber einen gemütlichen Spaziergang um den Block machen.
 

 

Sport fördert den Schlaf

Ja, das stimmt. Aber es kommt auf den Zeitpunkt an. Wenn Sie sich kurz vor dem Schlafengehen zu sehr auspowern, werden Sie auch eher schlecht einschlafen. Trainieren Sie also lieber mittags oder am frühen Abend, so dass Sie noch eine längere Ruhephase vor dem zu Bett gehen haben. Und wenn Sie abends noch Sport machen wollen, dann praktizieren Sie lieber sanfte Sportübungen, zum Beispiel Yoga oder Pilates.


Quelle: DAK Gesundheit und Apotheken Umschau