Content with tag krippe .

Vorleseapp - pme Familienservice Blog

04.12.2017
Gabriele Strasser
263

Anlässlich des Vorlesetages am 17. November war ich zu Besuch in der Kindertagesstätte meines sechsjährigen Sohnes Robin. Dort durften wir im angeschlossenen Hort inmitten von Decken und Kissen in einer kuscheligen Hochebene  in den Büchern schmökern.

Dabei waren sechs Jungs zwischen 3 und 6 Jahren und ich war sehr froh, dass mein Sohn mich bei der Bücherauswahl gut beraten hat. Mit im Gepäck waren ein Ninjago-Buch, „Der Grüffelo" und "Das Grüffelokind“. Außerdem ein iPad mit der pixi-Vorleseapp, um dem Ganzen einen digitalen Touch zu verleihen.

Zunächst nahmen wir uns (natürlich) das Ninjago-Buch vor. Mit Feuereifer waren die anwesenden „Ninja-Profis“ bei der Sache und erweiterten das Vorgelesene mit ihrem Wissen. Auch der Ninjago Turbomove musste am Schluss noch vorgeführt werden.

 

Ein Vorteil der App: Figuren erwachen zum Leben


Nach diesem gelungenen Start wechselten wir zum iPad, bestückt mit dem pixi-Buch „Meine ersten Bücher“. Das Spannendste an so einer Vorleseapp sind ganz klar die verschiedenen Möglichkeiten: Man kann sich die Geschichte entweder vorlesen lassen oder selbst lesen und sich dabei sogar aufnehmen. Außerdem kann man noch Geräusche ein- und ausblenden – kurzes Antippen genügt, und das Baby pupst, der tollpatschige Vater klappert mit dem Geschirr. Verständlich, dass die Kinder damit viel Spaß hatten. Fazit der Kinder: „Beim Buch kann man aber nichts antippen und es bewegt sich auch nichts.“ „Man hört nicht Buch, man spielt Buch.“


Besser mit wenigen Kindern

Mein Fazit: Die pixi-Vorleseapp ist eine schöne und dabei kostenfreie App (ohne Werbung), die Kinder zu aktiven Zuhörern und Entdeckern macht. Der große Vorteil eines digitalen Buches ist ja, dass die Kinder eingeladen werden zu interagieren. Damit erreicht man oft auch Kinder, die bisher nicht so gerne gelesen haben. Ich würde aber empfehlen, so eine Vorleseapp mit maximal zwei Kindern zu nutzen. Doch auch wenn wir beim Wischen und Tippen viel Spaß hatten, ist für mich das ruhige Buch die bessere Option – vor allem, wenn es um die Gutenachtgeschichte geht.


Ein empfehlenswerter Klassiker: Der Grüffelo

"Der Grüffelo" und "das Grüffelokind" sind bei uns zu Hause alte Bekannte, die immer wieder gerne aus dem Bücherschrank geholt werden. Und nicht nur meine Söhne, sondern auch ich lese sie immer wieder gerne und nutze dabei verschiedene Stimmen und viel Dramatik und freue mich über große runde Kinderaugen. Die schönen Illustrationen lassen einen immer wieder Kleinigkeiten entdecken und regen die Fantasie an... und genau das ist es, das wohl Schönste am (vor)lesen.

 

Spaß mit Vorleseapps – 5 Tipps

  • Gemeinsames Erlebnis: Nehmen Sie sich besonders bei jüngeren Kindern etwas Zeit, um die App gemeinsam zu entdecken!
  • Gespräche: Bei Apps gilt wie bei Büchern: Kinder lieben es, über ihre Lese-Erlebnisse zu reden! Und Eltern erfahren so, welche Geschichten oder Spiele ihre Kinder mögen.
  • Vorleseoptionen: Für die gemeinsame Beschäftigung z.B. mit einer Bilderbuch-App ist es von Vorteil, wenn die Vorlesefunktion an- und abschaltbar ist und ggf. auch die eigene Stimme aufgenommen werden kann. So können Kinder und Eltern auch einmal nur zu den Bildern erzählen oder man kann ein individuelles Vorlesebuch erstellen.
  • Leselernhilfe: Sollen Apps das Lesen lernen unterstützen, ist es günstig, wenn die vorgelesenen Wörter synchron hervorgehoben werden. Das entspricht dem bewährten Modell, dem Vorlesetext mit dem Finger zu folgen.
  • Heldinnen und Helden: Bekannte Buchfiguren machen neugierig auf die App-Umsetzung - und können umgekehrt auch wieder zum Buch zurückführen. Das klappt insbesondere bei Buchreihen sehr gut!