Content with tag kleinkinder .

Änderungen 2017 - pme Familienservice Blog

09.01.2017
Gabriele Strasser
1901

Zum 1. Januar wurden Leistungen für Familien wie Kindergeld, Kinderzuschlag und Kinderfreibetrag erhöht. Verzögerungen gibt es bei der geplanten Reform des Mutterschutzes sowie beim erweiterten Unterhaltsvorschuss.

Mehr Kindergeld

Das Kindergeld wurde zum 1. Januar 2017 angehoben – wenn auch nur marginal um zwei Euro. Somit beträgt das Kindergeld für das erste und zweite Kind nun 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind 223 Euro. Ab Januar 2018 soll das Kindergeld um weitere zwei Euro angehoben werden.

Höherer Kinderfreibetrag

Ebenfalls zum 1. Januar 2017 wurde der Kinderfreibetrag um 108 Euro auf 4.716 Euro erhöht. Zum Jahr 2018 wird der Freibetrag erneut ansteigen, dann auf 4.788 Euro. Der Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beträgt unverändert 2640 Euro.

Unterhaltsvorschuss wird ausgebaut

Mit dem Unterhaltsvorschuss unterstützt der Staat Alleinerziehende, wenn das andere Elternteil nicht oder unregelmäßig Unterhalt zahlt. Für Kinder von 0 bis 5 Jahren steigt der Unterhaltsvorschuss von 145 auf 150 Euro; für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 194 auf 201 Euro.

Das Bundeskabinett hat am 14. Dezember 2016 einen Gesetzentwurf beschlossen, der zum Ziel hat, die Unterhaltsvorschussleistungen auszubauen und für eine unbegrenzte Dauer und bis zur Volljährigkeit von Kindern zu zahlen. Für diesen so genannten „erweiterten Unterhaltsvorschuss“ werden derzeit noch die Bedingungen geklärt.

Kinderzuschlag steigt

Der Kinderzuschlag, eine Unterstützungsleistung für Familien mit niedrigem Einkommen, wurde zum 1. Januar von 160 auf 170 Euro erhöht.

Reform des Mutterschutzes verschoben

Die ebenfalls für den 1. Januar geplante Reform des Mutterschutzes wird voraussichtlich erst Mitte des Jahres 2017 in Kraft treten. Die Reform beinhaltet unter anderem Mutterschutz auch für Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen, Lockerungen bei Beschäftigungsverboten, eine längere Schutzfrist bei behinderten Kindern sowie Mutterschutz auch nach Fehlgeburten.