7 gute Tipps für eine entspannte Zeitumstellung

Winterzeit: 7 Tipps für eine entspannte Zeitumstellung - pme Familienservice Blog

23.10.2019
Christin Müller
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Auch wenn der Wegfall der Zeitumstellung bald kommen wird, heißt es dieses Wochenende nochmal: die Uhren werden eine Stunde zurückgedreht. Im Detail heißt das, dass in der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober die Uhren von 3 Uhr auf 2 Uhr gestellt werden. Die Glücklichen unter uns können eine Stunde länger schlafen.

Wer jedoch einen sensiblen Biorhythmus oder kleine Kinder zu Hause hat, für den kann die Zeitumstellung mitunter anstrengend sein. Was für die einen eine Stunde mehr Schlaf bedeutet, heißt für die anderen beispielsweise eine Stunde früher aufstehen, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen.

Schon kleine Schwankungen im Biorhythmus können unseren Schlaf-Wach-Zyklus stören. Der Körper benötigt für die Umstellung, die einem kleinen Jetlag gleicht, einige Tage bis zu drei Wochen. Besonders empfindlich reagieren sensible Menschen, Senioren und Kinder. Gerade kleine Kinder schert es übrigens wenig, ob die Uhr umgestellt wurde.


Die innere Uhr ist schuld

Laut einer Umfrage der DAK (2014), in der 1.000 Personen befragt wurden, leiden vor allem Berufstätige nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Beschwerden. Jeder vierte Erwachsene zwischen 30 bis 44 Jahren hatte Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung. 81 Prozent der Befragten zwischen 18- und 29 Jahren fühlten sich müde und schlapp. Insgesamt fühlte sich jeder zehnte sogar depressiv. Jeder fünfte Befragte kam nicht pünktlich zur Arbeit. Probleme mit der Zeitumstellung haben also viele Menschen. Schuld ist der Biorhythmus - oder die innere Uhr, die aus dem Takt gerät. Erwachsene klagen über Schlafstörungen, Gereiztheit oder Konzentrationsprobleme, Kinder reagieren vor allem mit Einschlaf- oder Durchschlafproblemen, sind tagsüber müde oder appetitlos. Erst nach etwa 14 Tagen hat sich der Biorhythmus eingespielt.

 

Wir haben für Sie 7 Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, mit und ohne Kind besser in die Winterzeit zu starten.
 

Auf die Zeitumstellung langfristig vorbereiten

Wer sich von der plötzlichen Zeitumstellung nicht überraschen lassen möchte oder kleine Kinder hat, für den ist dieser Tipp Gold wert: Gehen Sie jeden Tag eine Viertelstunde später ins Bett! Bei Kindern empfiehlt es sich, die Anpassungsphase etwas länger zu ziehen, so dass sie am Tag der Zeitumstellung bereits körperlich „umgestellt“ sind. Auch der Mittagsschlaf sollte vor der Zeitumstellung leicht nach hinten geschoben werden. Legen Sie ihre Mahlzeiten an diesen Tagen ebenso immer ein wenig weiter nach hinten.

 

  Frische Luft steigert das Wohlbefinden

Das Allroundmittel Sauerstoff hilft auch bei der Umstellung auf die kalte Jahreszeit. Sollte Sie tagsüber die Müdigkeit überfallen, gehen Sie an die frische Luft und nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge. Der Sauerstoff aktiviert Ihren Körper und Sie können die Müdigkeit für den Rest des Tages hinauszögern.

 

  Tanken Sie Licht

Gehen Sie am späteren Nachmittag – aber noch bei Tageslicht – spazieren. Das eicht Ihre innere Uhr, stellt sie auf das längere Wachbleiben ein und gibt nochmal einen Energieschub für den bevorstehenden Abend.


  Power-Booster Kunstlicht

Auch blauhaltiges Kunstlicht am Nachmittag kann bei der Umstellung helfen. Denn Licht mit einem starken Blauanteil macht munter. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass Sie vor dem Einschlafen nicht mehr das Handy zur Hand nehmen sollten.

 

  Entspannungshelfer bei Einschlafstörungen

Bei Schlafstörungen helfen beruhigende Tees wie Melisse oder Baldrian, ein erholsames Bad oder kleine Entspannungsübungen. Nehmen Sie außerdem ab nachmittags Abstand von Wachmachern wie Kaffee oder Cola. Auf Alkohol sollten Sie in der Umstellungszeit möglichst ganz verzichten.


  Das richtige Essen

Eine ausgewogene Ernährung hat großen Einfluss auf Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Meiden Sie – vor allem am Abend - schwere, fettige Mahlzeiten. Sie belasten den Kreislauf zusätzlich und können einen ruhigen Schlaf beeinträchtigen.

 

  Sport

Sport macht müde! Bevor er das aber tut, aktiviert er jede Körperzelle. Sie fühlen sich frischer und entspannter. Legen Sie Ihr Work-Out daher lieber auf die späteren Nachmittags- oder frühen Abendstunden. Sie werden sich ausgeglichener fühlen und nachts besser schlafen.


 

Schafft die Europäische Union die Zeitumstellung jetzt eigentlich ab?

Viele EU-Bürger haben von der ewigen Zeitumstellung die Nase voll und wollen endlich ein Ende der Zeitumstellung. Wann die EU entsprechende Pläne umsetzt, ist noch nicht ganz klar. Bereits 2018 hatte die EU vorgeschlagen, die Zeitumstellung für 2019 in den EU-Staaten abzuschaffen. Allerdings: Derzeit gibt es noch ein paar Probleme bei der Absprache zwischen den EU-Ländern. Laut dem Plan der EU-Kommission kann nämlich jedes Land für sich entscheiden, in welcher Zeitzone es dauerhaft bleiben will. So wäre es möglich, dass Spanien sich anders entscheidet als sein Nachbarland Frankreich und Portugal. Es könnte ein "Flickenteppich verschiedener Zeitzonen in Europa" enstehen. Das Ende der Zeitumstellung wird deshalb wahrscheinlich erst gegen 2021 kommen.
 


Quellen:
http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/chronobiologie/zeitumstellung/tipps-fuer-die-anpassung_aid_25727.html
http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/sommerzeit-die-wichtigsten-tipps-zur-zeitumstellung-bid-1.568017
https://www.rund-ums-baby.de/newsletter/2018/familie/nl43_1.htm