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Natalie Seitz ist zweifache Mutter und leitet das Team der Unternehmenssoftware im pme Familienservice – und das oft von ihrem Schreibtisch zu Hause aus. Wie soll das gehen? Wir haben mit der 36-Jährigen über ihren Job als Teamleiterin gesprochen und darüber, worauf es bei Bewerbern neben den Fachkenntnissen sonst noch ankommt.

Kannst du kurz umreißen, was deine Aufgaben als Leiterin der Unternehmenssoftware sind?

Meine Aufgabe ist es, unsere Jahresprojekte und mein Team zu koordinieren. Die Unternehmenssoftware ist von uns selbst programmiert – hausgemacht also – und muss immer wieder angepasst werden an unsere Bedürfnisse, neue Produkte und den Markt. Diese Entwicklungen behalte ich im Blick und plane dann entsprechend die zukünftigen Projekte. Ich besetze auch die Schnittstellenposition zwischen Unternehmenssoftware und Webprojekten. Wir haben eine Reihe von Webportalen, die eng mit unserer Unternehmenssoftware verknüpft sind. Hinzu kommen regelmäßige Feedbackgespräche mit meinen Teammitgliedern – typische Personalaufgaben – und Verwaltungsaufgaben wie zum Beispiel Budgetplanung.

Gibt es einen typischen Arbeitsalltag bei dir?

Typisch ist vor allem, dass ich mein Team virtuell leite. Meine Kolleginnen und Kollegen sitzen in Berlin, Ingolstadt und Hamburg – ich selbst arbeite und lebe in München und arbeite zu 40 Prozent im Mobile Office. Das bedeutet, ich habe täglich Telefontermine und arbeite viel mit Webinaren und Video-Chats. Bei uns findet ein typisches Meeting nicht am Tisch statt. Wir sitzen stattdessen vor unseren Bildschirmen und Webcams, können uns so aber immer gegenseitig sehen und bei Bedarf den eigenen Bildschirm für alle freischalten, wenn wir dem Team etwas zeigen wollen.

Wie kommt ihr als Team zusammen, wenn alles virtuell abläuft?

Das mag verwundern, aber das schaffen wir sehr gut. Erst vor kurzem sagte mir eine Kollegin im Mitarbeitergespräch, dass sie es erstaunlich findet, dass wir uns wie ein Team fühlen und auch füreinander greifbar sind – obwohl wir nicht an einem Ort sitzen.

Um das Bürogespräch über den Tisch ein wenig zu ersetzen, haben wir einen Gruppen-Chat eingerichtet. Hier kann jeder schnell in die Runde Fragen stellen, einen kurzen Stand durchgeben oder auch mal einen witzigen Kommentar abgeben. Der Vorteil daran ist, dass wir so kaum Lärm ausgesetzt sind durch Telefonate und andere typische Bürogeräusche. Wer sich konzentrieren will, schaltet den Chat einfach aus. Einmal im Monat bin ich aber auch in Berlin. Dort sitzen die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen. Trotz virtueller Räume ist der persönliche Kontakt nicht zu ersetzen.

Wie schaffst du es, als Mutter zweier kleiner Kinder ein Team zu leiten?

Bei uns im Team funktioniert alles auf einer puren Vertrauensbasis und mit viel Rücksicht auf die privaten Bedürfnisse und die Familie des anderen. Kontrollmechanismen durch Anwesenheitskultur, Personaleinsatzplanung oder Anwesenheitslisten werden ganz klar im pme Familienservice nicht gelebt. Die Ergebnisse zählen. Und das ist toll, denn so habe ich den Freiraum, den ich brauche, um alles zu managen. So können wir uns unsere Arbeitszeit wirklich flexibel gestalten und auch Termine – gerade mit und für die Kinder – auch innerhalb der typischen „Geschäftszeiten" wahrnehmen. In meinem Team gibt es zum Beispiel einen Vater, der alle zwei Wochen für die Betreuung der Kinder zuständig ist und somit einen Zwei-Wochen-Rhythmus mit anderen Arbeitszeiten hat. Das klappt wirklich sehr gut – es ist ein Nehmen und Geben.

Was zeichnet den Familienservice als Arbeitgeber für dich noch aus?

Was ich beim Familienservice zudem sehr schätze, ist dass man sich gerne ausprobieren kann – und sich in eine Richtung entwickeln darf, die nicht auf dem Papier steht. Und ich schätze die positive Fehlerkultur. Fehler dürfen gemacht werden.

Zum Schluss: Was sollte ein neues Teammitglied in der Unternehmenssoftware mitbringen?

Zum einen Fachkenntnisse und Erfahrung in der Filemaker-Programmierung. Zum anderen ist uns aber sehr wichtig, dass der- oder diejenige ins Team passt und auch Lust darauf hat, reinzupassen. Wir arbeiten gerne miteinander, verstehen uns gut und wollen alle etwas gemeinsam auf die Beine stellen – mit Spaß an der Arbeit. Das kann nicht funktionieren, wenn jemand zu Hause alleine vor sich hin programmiert und sich nicht austauschen will. Da unser Team quer durch die Republik verteilt ist, erfordert das von jedem, noch offener und klarer in der Kommunikation zu sein als vielleicht in einem Team vor Ort.