"Ich schätze das selbstständige Arbeiten."

Kirstin Andretzki leitet seit fünf Jahren die Kita im 2. Stockwerk von „Kids & Co." in Frankfurt am Main. Zuvor war die 38-Jährige schon fünf Jahre als Co-Leitung und Erzieherin bei Kids & Co. tätig. Wir haben Kirstin gefragt, was sie seit einem Jahrzehnt beim pme Familienservice hält.

Liebe Kirstin, kannst du uns einen kurzen Einblick in deine Aufgaben als Kita-Leiterin geben?

Kirstin: Als Kita-Leitung gestalte ich jeden Tag aufs Neue den Arbeitsalltag, setze Prioritäten und muss mich fragen: Was ist jetzt für unsere Einrichtung wichtig? Wo besteht Handlungsbedarf? Was brauchen die Kinder, Eltern und Kolleginnen und Kollegen? Zu meinen Aufgaben gehören aber auch die Organisation des Dienstplans und regelmäßige Mitarbeiter- und Feedbackgespräche: von den kleinen „Türgesprächen" bis hin zu den einmal im Jahr stattfindenden „großen" Mitarbeitergesprächen.

Ich gehe auch immer noch sehr gerne und regelmäßig in die Gruppe zu den Kindern. Das ist auch wichtig, weil ich so den Einblick in den Gruppenalltag nicht verliere und unmittelbar sehe, was sehr gut läuft und wo es Situationen gibt, die wir noch besser machen können – für die Kinder, für die Eltern und für die Kolleginnen und Kollegen.

Was motiviert dich, auch nach zehn Jahren noch in der Kita zu arbeiten?

Was mich Tag für Tag motiviert, sind die Erziehungs- und Bildungskompetenzen meiner Kolleginnen und Kollegen weiterentwickeln zu können. Also meine Vorstellungen und die des Trägers von Haltung und Konzeption weiterzugeben und gemeinsam mit meinem Team das Bestmögliche für die Kinder und Eltern rauszuholen. Erst kürzlich hatten wir eine spannende Teamsitzung, dort trat das Thema Responsivität* im Kita-Alltag noch mehr in den Vordergrund. Da wollen wir noch mehr hinschauen und überlegen, wie wir das umsetzen können. Das ist die Arbeit, die mich immer wieder motiviert.

*(Anm. d. Red.: mit Kindern im Austausch sein)

Was zeichnet für dich den pme Familienservice als Arbeitgeber aus?

Die Flexibilität und das selbstständige Arbeiten – also das große Vertrauen, dass mir der Familienservice schenkt. Und auch die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Laptop und Smartphone, die eben erst flexibles Arbeiten möglich machen, wie beispielsweise das Arbeiten im Mobile Office. Außerdem schätze ich das große Angebot an hausinternen Fortbildungen. Nach zehn Jahren hat man natürlich viele hausinterne Weiterbildungen besucht und greift dann auf externe Anbieter zurück. Aber auch das ist kein Problem. Ich selbst werde jetzt eine Ausbildung zur Marte Meo-Therapeutin* absolvieren und freue mich schon darauf.

*(Anm. d. Red.: Marte Meo ist der Name für eine Entwicklungs- und Kommunikationsmethode, die mit Hilfe des Mediums Video Beratung und Unterstützung in unterschiedlichsten Kontexten ermöglicht)

Du hast eine kleine Tochter. Lässt sich dein Beruf mit der Familie gut vereinbaren?

Ja, auf jeden Fall. Es ist überhaupt kein Problem, wenn ich meine Tochter zu Kids & Co. mitnehme, weil zum Beispiel ihre Kita geschlossen hat. Letztens habe ich auch an einer Telefonkonferenz aus dem Auto teilgenommen, weil ich auf dem Weg war, meine Tochter abzuholen. Durch die technische Ausstattung ist das eben unkompliziert möglich und gibt mir auch gewisse Freiheiten.

Welche Tipps kannst du neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die Hand geben?

Sie sollen all ihre Ressourcen und Interessen auspacken und sie sichtbar machen. Wir haben in einer Teamsitzung genau dieses Thema aufgegriffen: Wie können wir die Kolleginnen und Kollegen noch mehr motivieren zu zeigen, was sie können und wollen? Dabei zeigte sich, dass die eine Kollegin sehr gerne mit den Kindern raus in die Natur geht, die andere eher nicht, dafür aber liebend gerne mit den Kindern spielt. Uns ist es wichtig, dass genau so etwas zur Sprache gebracht wird. Denn nur so können wir es schaffen, dass jeder seinen Neigungen nachgehen kann und in der Kita einbringen kann, was er wirklich gerne macht und warum er oder sie Erzieher geworden ist.