G20 - Kindernotfallbetreuung - pme Familienservice Blog

20.07.2017
Isabel Hempel
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Wie gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter extremen Bedingungen? Am Rande des G20-Gipfels in Hamburg betreute die pme Familienservice Gruppe 65 Kinder von Polizisten und Polizistinnen im Alter zwischen einem und 14 Jahren – zum Teil rund um die Uhr. Ein logistisches Großprojekt im Auftrag der Hamburger Polizei.

Über knapp drei Wochen konnten Polizistenfamilien, die beim G20-Gipfel eingesetzt wurden, auf die Notfall-Betreuung der pme Familienservice Gruppe vertrauen. Über eine bundesweite Hotline konnten die Familien rund um die Uhr eine Betreuung für ihre Kinder buchen. Knapp 400 Anfragen wurden von den Kolleginnen und Kollegen des pme Familienservice bearbeitet.

Insgesamt wurden 65 Kinder an 17 verschiedenen Standorten betreut – bei Tagesmüttern, in einer kooperierenden Kita oder – bei plötzlicher Erkrankung eines Kindes – sogar in der Wohnung der Eltern. Neben den hauseigenen Back-up-Einrichtungen in der Hamburger Hafencity, in Geesthacht, Bremen und Kiel und wurde in Norderstedt eigens ein Zweifamilienhaus kindgerecht eingerichtet. Zimmerkontingente in der Freiluftschule Neugraben wurden gemietet und Kooperationspartner in die Planung einbezogen. Für die Betreuung der Kinder bildete der pme Familienservice Teams aus pädagogischen Fachkräften, Kinderbetreuerinnen, Tagesmüttern und Tagesvätern.

 

„Sogar als unsere Kinder krank wurden
wurde innerhalb von wenigen Stunden eine private
Lösung nur für uns auf die Beine gestellt – ab
4.15 Uhr morgens.“
Mutter und Vater arbeiten bei der Polizei

 

Höchstmaß an Kreativität und Flexibilität

„Ein Projekt dieser Größenordnung konnten wir nur dank der Erfahrung aus unseren bundesweiten Back-up-Einrichtungen und den Ferienprogrammen umsetzen“, sagt Margit Werner, die den Hamburger Standort des pme Familienservice leitet.

Gefragt war ein Höchstmaß an Kreativität und Flexibilität: Für die Kinder wurden Eingewöhnungsabende und Schlafplätze organisiert, Beschäftigungsangebote geplant, Shuttles zum Schulunterricht und eine Hausaufgabenbetreuung auf die Beine gestellt. Jederzeit sorgten die pme Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für eine vollwertige Ernährung.

„Die höchste Belegung mit 99 Buchungen hatten wir in der Freiluftschule Neugraben in der Fischbeker Heide“, berichtet Margit Werner. Mitten in der Natur genossen Kinder aus Niedersachsen, die schon Schulferien hatten, ein Ferienprogramm mit Fußballplatz und Tischtennisplatte, Yoga, dem Kreativprogramm „Malen ohne Grenzen“ in direkter Nachbarschaft zu einem Schafstall mit 80 Heidschnucken.

 

„Ganz lieben Dank! Wir sind so froh, dass sich unsere
Jungs bei Euch so wohl fühlen! Ole war wieder
total begeistert und freut sich schon auf nächste Woche!“
Mutter von Ole, 2,5 Jahre, Schutzpolizistin


Sichere Oase in der Hafencity

Im „Coki“ in der Hamburger Hafencity wurden 70 Buchungen für Kindern im Alter zwischen anderthalb und zwölf Jahren verzeichnet. Die Back-up-Einrichtung des pme Familienservice bietet kindgerechte Räume mit Rutsche und Kletterwand, gemütliche Schlafplätze, ein Atelier zum Malen und Basteln, eine Bibliothek, einen Raum zum Planschen und einen großen, überdachten Außenspielplatz. „Auch Eltern, die im Vorfelde Bedenken hatten ihre Kinder in fremde Hände zu geben, ließen sie ruhigen Gewissens bei uns“, resümiert Margit Werner. Für den Fall, dass Eltern der betreuten Kinder im Einsatz verletzt worden wären, standen die Psychologen und Familienberater des Lebenslagen-Coachings der pme Famlienservice Gruppe auf Abruf bereit.


Über einem Zeitraum von knapp drei Wochen sorgten unsere Hamburger Kollegen und Kolleginnen dafür, dass 65 Kinder im Alter zwischen einem und 14 Jahren liebevoll betreut wurden. Die Kinder kamen aus 45 Familien in denen oft beide Elternteile bei der Polizei arbeiten. Im Vorfeld hatte der pme Familienservice von der Hamburger Polizei den Zuschlag für eine 24/7 Back-up Betreuung für Kinder aller Altersstufen erhalten.

Das Angebot richtete sich an Polizisten in Hamburg, Niedersachsen und dem Nordosten von Schleswig-Holstein, die für Sicherheit auf dem Gipfeltreffen sorgen sollten. Veranstaltungsort des G20-Gipfels war das Hamburger Messe- und Kongresszentrum. Rund 21.000 Polizisten waren während des Gipfels im Einsatz.