Neues Jahr, neue Gesetze

neue Gesetze 2018 - pme Familienservice Blog

03.01.2018
Gabriele Strasser
1997

Wie jedes Jahr gelten pünktlich zum 1. Januar neue Gesetze und Regelungen. Zum Thema Mutterschutz traten einige neue Regelungen schon 2017 in Kraft, nun gibt es weitere Änderungen.

Mutterschutz: Die wichtigsten Neuerungen

  • Die Schutzfrist von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes gilt nun auch auch für Schülerinnen und Studentinnen.
  • Arbeitgeber sollen ab sofort für jeden Arbeitsplatz eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung vornehmen. Jeder Arbeitsplatz soll daraufhin überprüft werden, ob besondere Schutzbedürfnisse für schwangere oder stillende Frauen bestehen. Zusätzlich werden vertiefte Gefährdungsbeurteilungen für den individuellen Arbeitsplatz der betreffenden Mitarbeiterin vorgeschrieben.
  • Es gilt ein allgemeines Beschäftigungsverbot für werdende Mütter, die Arbeiten in einem vorgegebenen Zeittempo erledigen sollen.
  • Frauen haben mehr Mitspracherecht bei der Gestaltung der Arbeitszeit und dürfen unter bestimmten Bedingungen bis 22 Uhr und an Sonn- und Feiertagen arbeiten.
  • Für Frauen, die nach der zwölften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erleben, gilt nun ein Kündigungsschutz von vier Monaten.
  • Bringt eine Frau ein Kind mit Behinderung zur Welt, wird die Mutterschutzfrist nach der Geburt von acht auf zwölf Wochen verlängert

 

Kindergeld, Kinderfreibetrag und Unterhaltsvorschuss steigen

  • Das monatliche Kindergeld wurde angehoben. Für die ersten beiden Kinder gibt es nun jeweils 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind sind es 200 Euro und bei jedem weiteren Kind 225 Euro.
  • Der Kinderfreibetrag erhöht sich um 72 Euro auf 4788 Euro. Der Freibetrag für den Betreuungs-, Erziehungs-, oder Ausbildungsbedarf beträgt unverändert 2640 Euro.
  • Die Höhe des Unterhaltsvorschusses steigt 2018 für Kinder bis 5 Jahren von 150 auf 154 Euro monatlich, für Kinder von 6 bis 11 Jahren von 201 auf 205 Euro monatlich und für Kinder von 12 bis 17 Jahren von 268 auf 273 Euro monatlich.


Quelle: BMFSFJ