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Frühjahrsmüdigkeit – pme Familienservice Blog

25.04.2019
Sabrina Ludwig
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Die Tage werden sonniger, die Temperaturen steigen und wir platzen vor Freude und Elan. Wir bepflanzen Balkone, befreien Fahrräder aus dunklen Kellerhöhlen und joggen durch unsere Lieblingsparks... Mag sein, dass andere Menschen das tun. Sie aber wollen lieber die Decke über den Kopf ziehen und nur eins: schlafen? Dann gehören Sie zu den Menschen, die an Frühjahrsmüdigkeit leiden.

Woher kommt die viel zitierte Frühjahrsmüdigkeit?


Der Wetterumschwung verlangt unserem Organismus einiges ab. Durch die wärmeren Temperaturen weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sackt ab. Das macht insbesondere diejenigen unter uns schlapp, die sowieso schon einen niedrigen Blutdruck haben. Auch unsere Hormonproduktion ist stark beeinflusst. Das zunehmende Tageslicht aktiviert die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin. Gleichzeitig ist noch das für den Schlaf zuständige Hormon Melatonin in hohem Maß aktiv, das sich über die Wintermonate viel gebildet hat. Die Wechselwirkung dieser beiden Botenstoffe macht den Körper müde und beschert Kreislaufprobleme.


Zum Glück verabschiedet sich die Frühjahrsmüdigkeit von alleine wieder. Ungefähr vier Wochen dauert es, bis sich der Körper an die neuen Temperaturen gewöhnt hat.

 

Mit diesen 5 Tipps schlagen Sie die Frühjahrsmüdigkeit in die Flucht:
 


Fenster auf und frische Luft einatmen!

Öffnen Sie gleich morgens nach dem Aufstehen das Fenster und nehmen Sie ein paar kräftige und tiefe Atemzüge der frischen Luft. Kühle Luft ist ein Kältereiz für den Körper und macht wach. Auch ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen belebt die müden Geister, da der Körper in der Nacht dehydriert.



  Heiß-kalte Wechselduschen bringen den Kreislauf in Schwung

Eine kalt-warme Wechseldusche am Morgen regt den Kreislauf und die Durchblutung an und stärkt zudem das Immunsystem. Achten Sie nur darauf, mit kaltem Wasser aufzuhören. Achtung: Bei manchen chronischen Krankheiten sind kalte Güsse nicht geeignet. Wer morgens nicht gerne duscht, kann sich mit einigen Spritzern kalten Wassers ins Gesicht beleben.



  Raus an die frische Luft und Sonne tanken!

Bewegung und Sonne: Beides bringt den Körper dazu, das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin zu bilden und die Produktion des Schlafhormons Melatonin zu hemmen. Machen Sie doch gleich ab morgen einen Spaziergang ins Büro oder schwingen Sie sich aufs Rad statt die U-Bahn oder das Auto zu nehmen. Wem das zu weit ist: Steigen Sie einfach ein, zwei Stationen früher aus und gehen Sie den Rest zu Fuß. Wer gar keine Lust auf Bewegung hat, sollte zumindest die müden Glieder so oft es geht in die Sonne strecken!

 


Nüsse machen glücklich und wecken die Lebensgeister. Verantwortlich dafür ist die Aminosäure L-Tryptophan, die dafür sorgt, dass der Körper das Glückshormon Serotonin produzieren kann.
 


 
  Essen Sie sich wach

Die Aminosäure L-Tryptophan sorgt dafür, dass Serotonin im Gehirn gebildet werden kann. Jeder Erwachsene sollte täglich mindestens 3,5 bis 6 Milligramm L-Tryptophan pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Die L-Tryptophanreichsten pflanzlichen Lebensmittel sind: Nüsse (vor allem Cashew-Kerne), Bohnen (besonders Sojabohnen) sowie Samen (Sonnenblumenkerne, Sesam, Amaranth, Quinoa, Hafer, Hirse), Weizenkeime und Pilze. Auch Käse und einige Fischsorten wie Makrele und Lachs kurbeln die Ausschüttung des Hormons Serotonin an.

Eiweißreiche Ernährung aus Fleisch und Milchprodukten kann dagegen sehr leicht zu chronischem Serotoninmangel führen (Eiweiß verhindert den Transport von L-Tryptophan ins Gehirn). Auch Koffein hemmt offenbar ein Enzym, welches aus L-Tryptophan gerne Serotonin herstellen würde.

 

  
  Beleben Sie Ihren Geist mit ätherischen Ölen

Einfach und sehr wirksam gegen die Trägheit im Frühling sind ätherische Öle. Besonders gut eignen sich Rosmarin und Zitrusdüfte wie Orange und Lemongrass. Sie heben die Laune, fördern die Konzentration und beleben den Geist. Reiben Sie ein paar Tropfen morgens auf ihr Handgelenk und riechen Sie immer wieder daran, wenn die Müdigkeit Sie überfällt. Oder geben Sie das Öl in eine Duftlampe. Achten Sie nur darauf, dass Sie 100 Prozent reine Öle verwenden. Andere Produkte sind womöglich gepanscht und können Allergien hervorrufen.

 

Wichtig: Wer sich über längere Zeit oder ungewöhnlich stark erschöpft fühlt, sollte auf jeden Fall seinen Arzt um Rat fragen.

 

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