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Führung & HR

Longevity: Ein Leben lang gesund im Job 

Von Longevity, einem langen und erfüllten Leben bis ins hohe Alter, träumen viele Menschen. Und obwohl wir immer älter werden, ist unsere Zukunft ungewiss. Viele stellen sich bereits darauf ein, länger zu arbeiten, als es unsere Eltern und Großeltern getan haben. Manche, weil die Rente nicht reicht, andere, weil der Job ein sinnvoller Teil ihres Lebens ist. Doch das Arbeiten weit über die 65 hinaus setzt einen guten Gesundheitszustand voraus. Wie schaffen wir es also, ein (Arbeits-) Leben lang und darüber hinaus gesund und fit zu bleiben?  ​​​​​​​

Was ist Longevity?

Longevity oder auch „Langlebigkeit“ liegt im Trend. Während der Begriff im ursprünglichen Sinne auf Maßnahmen abzielt, die uns möglichst (sehr) alt werden lassen, konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf ein langes und gesundes Arbeitsleben.

Verbringen wir doch – gleich nach dem Schlafen – den größten Teil unseres Lebens am Arbeitsplatz. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren das 2022 im Schnitt 21 Prozent der Woche, basierend auf dem bundesweiten Durchschnittswert von 34,7 Arbeitsstunden. Es lohnt sich also, näher hinzuschauen.

Longevity im Job braucht ganzheitliche Gesundheitsförderung

Longevity im Job ist die Fähigkeit, über einen langen Zeitraum hinweg gesund, produktiv und erfüllt zu leben und zu arbeiten. Es geht nicht nur darum, eine lange Karriere zu haben, sondern auch während dieser Zeit körperlich, geistig und emotional gesund zu bleiben. Aber wie gelingt das?

"Standen vor kurzem noch die Work-Life-Balance und Workation im Fokus der modernen HR, rückt jetzt die Gesundheit der Beschäftigten immer mehr in den Vordergrund“, sagt Meike Bukowski, Leitung Personalentwicklung bei der pme Familienservice Gruppe: "Mit dem sogenannten Employee Wellbeing schaffen Arbeitgeber eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung und ein höheres Wohlbefinden bei der Belegschaft.
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​​​​​​​Gezielte Gesundheitsmaßnahmen wie Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz, eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitsvorsorge, Stressmanagement und flexible Arbeitsbedingungen bieten einen wichtigen Lösungsansatz.

Jedoch ist hier das Zusammenspiel entscheidend, weiß pme-Health-Leitung Michèle Penz: "Wenn es um Gesundheit im Unternehmen geht, müssen zwei Rollen verteilt werden. Nicht nur der Beschäftigte ist für seine Gesundheit zuständig, vielmehr hat der Arbeitgeber den Auftrag, dafür zu sorgen, dass seine Teammitglieder nachhaltig gesund gehalten werden. Da reicht es nicht, zu sagen: ‚Iss einen Apfel am Tag‘. Es ist ein ganzheitliches Zusammenspiel aus vielen Faktoren, die das Arbeitsleben eines Arbeitnehmenden langfristig gesund halten. So ist es genauso wichtig, eine abwechslungsreiche Bewegung und ein gesundes Maß an Stress zu fördern als auch eine vielfältige Teamkultur. Auch die Wertschätzung für die getane Arbeit macht Menschen glücklicher und lässt sie gerne zur Arbeit kommen.“

 

Für Dr. Eva Elisa Schneider, Expertin für Mental Health im Job, spielt auch die Fähigkeit zur Erholung eine entscheidende Rolle: "Arbeit benötigt Energien, die wir bewusst wieder auffüllen müssen. Ein gutes Pausen- und Erholungsmanagement ist für ein langfristig gesundes Arbeitsleben also essenziell. Zum anderen ist der Einfluss von sozialen Kontakten auf unser Wohlbefinden und unsere Resilienz entscheidend. Wenn wir uns mit unseren Kolleg:innen verbunden fühlen und regelmäßig im Austausch sind, trägt das sehr positiv zu unserer Gesundheit bei und dazu, wie wir mit stressigen Phasen umgehen.“

 

Der Blick in die Gesundheits-Glaskugel und der Mut, sich zu fragen, welcher Arbeitgeber man ist und welcher man sein möchte, lohnt sich für Personalverantwortliche. Denn nur zufriedene Beschäftigte können auch nachhaltig an das Unternehmen gebunden werden – bis ins Rentenalter und darüber hinaus. Wir haben fünf Faktoren ausfindig gemacht, die dabei helfen.

5 Trends für ein langes und gesundes (Arbeits-)Leben

1. Sozialer Zusammenhalt

Seit mehr als 80 Jahren begleiten Forscher der Harvard University mittlerweile 2000 Menschen aus drei Generationen, um herauszufinden, was das Wohlbefinden des Menschen positiv beeinflusst. Die Studie ergab, dass enge Beziehungen Menschen ein Leben lang glücklich machen – mehr als Geld oder Ruhm.

"Diese Bindungen schützen die Menschen vor den Unzufriedenheiten des Lebens, tragen dazu bei, den geistigen und körperlichen Verfall hinauszuzögern, und sind ein besserer Indikator für ein langes und glückliches Leben als die soziale Klasse, der IQ oder sogar die Gene.“ (The Harvard Gazette, 2017)

Die Ergebnisse haben die Studienleiter Robert Waldinger und Marc Schulz in ihrem Buch "The Good Life" 2023 veröffentlicht. Waldinger kommt zu dem Ergebnis, "… dass unsere Beziehungen und wie glücklich wir in unseren Beziehungen sind, einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit haben.“ ​​​​​​​Wer herzliche Beziehungen pflegte, lebte länger und glücklicher, so sein Ergebnis.

"Einsamkeit tötet. Es ist so stark wie Rauchen oder Alkoholismus.“ (Robert Waldinger) ​​​​​​​

Eine Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) analysierte zuletzt die Lebenszufriedenheit der Deutschen. Bis zu 30.000 Personen wurden zwischen 1995 und 2021 nach ihrer Zufriedenheit befragt. Das Ergebnis: Zwischen 2005 und 2021 stieg die Zufriedenheit von 6,8 Skalenpunkten auf 7,6.  Besonders zufrieden seien laut Studie die sogenannten „Silver Worker“, also die 66- bis 70-Jährigen, die über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten. Dabei spielten wohl weniger finanzielle Gründe eine Rolle, als vielmehr die Pflege sozialer Kontakte. Diese fehlten Menschen im Ruhestand eher.

Jürgen Griesbeck, Produktverantwortlicher Homecare-Eldercare beim pme Familienservice: "Wir modernen Menschen sind es gewohnt gerade über unsere berufliche Tätigkeit, zum Teil auch über die Familie, Zugehörigkeit zu erleben und soziale Bedürfnisse kontinuierlich zu befriedigen. Je älter man wird, desto weniger selbstverständlich ist es, neue Bekanntschaften zu machen. Daher kann das Arbeiten über 65 hinaus durchaus positive Effekte auf die mentale und körperliche Gesundheit haben. Eine weitere Möglichkeit bietet das bürgerschaftliche Engagement, im Grunde in jeder Lebensphase, aber gerade in der nachberuflichen Phase. Sinn, Zugehörigkeit, Erfolg werden hier noch einmal ganz anders möglich als in der gewohnten Blase. Zudem wird Struktur mitgeliefert, die gerade in der Rente verloren geht und zu Verunsicherung führt.“

Learning: Einsamkeit ist genauso schädlich wie Rauchen oder Alkohol trinken. Das soziale Umfeld macht den Unterschied. Wer gute Beziehungen hat oder enge soziale Kontakte pflegt, ist glücklicher und lebt länger.

 

Fragen zur Selbstreflexion für Personalverantwortliche
  • Was ist meine Rolle im Unternehmen? Und wie unterstütze ich andere?
  • Wie aktiv beteiligen sich meine Beschäftigten an Teamaktivitäten oder sozialen Ereignissen bei der Arbeit?
  • Welche Aktivitäten während und außerhalb der Arbeitszeit stärken den sozialen Zusammenhalt im Team?
  • Wie offen und ehrlich kommunizieren die Teammitglieder untereinander? Was wünschen sich meine Teammitglieder im Bezug auf sozialen Zusammenhalt - vom Unternehmen, von mir und untereinander?

2. Gesunde Ernährung und Bewegung

2.1 Ernährung

Haben Sie schon einmal etwas von der „Ernährung der Hundertjährigen“ gehört? Es gibt Gegenden, die sogenannten „Blue Zones“, in denen die Menschen überdurchschnittlich lange und gesund leben. In diesen Regionen werden Menschen häufiger 100 Jahre und älter als woanders.

Der preisgekrönte Journalist und Bestsellerautor Dan Buettner hat auf seinen Reisen für National Geographic fünf “Blue Zones” ausfindig gemacht, darunter Okinawa (Japan) und Sardinien (Italien). Alle fünf Regionen weisen Gemeinsamkeiten auf, die darauf schließen lassen, warum die dort lebenden Menschen so lange gesund leben.

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Dazu gehört eine überwiegend vegetarische Ernährung. Tierische Produkte werden in der Regel in geringerem Umfang verzehrt. Hinzu kommen eine mäßige Kalorienzufuhr, ein geringer Tabak- und Alkoholkonsum, höhere körperliche Aktivitäten und eine große soziale Interaktion – eine Lebensweise, von der wir sicher einiges lernen können.

Der Ernährungsreport 2023 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zeigt, dass auch den meisten Deutschen (91 Prozent) eine gesunde Ernährung wichtig ist. Für Ältere ab 60 Jahren ist dieser Aspekt mit 94 Prozent sogar noch wichtiger. Nur noch 20 Prozent der Befragten verzehren täglich Fleisch oder Wurst (2015 waren es noch 34 Prozent). Gleichzeitig werden vegetarische und vegane Alternativen zu tierischen Produkten immer beliebter (10 Prozent, 2020 waren es noch fünf Prozent).


 

2.2. Bewegung

Auch Bewegung zählt zu den Faktoren, die den Unterschied machen: Kraft- und Ausdauersport können positive Einflüsse auf das Altern haben. Schon kleine Bewegungseinheiten sind besser als keine: Treppensteigen statt Fahrstuhl fahren oder mal laufen und das Auto stehen lassen hilft, fitter zu bleiben. 

pme-Eyperte Jürgen Griesbeck: "Ich habe zwanzig Jahre Altenpflege gemacht, war viele Jahre in einer Psychosomatischen Klinik und arbeite seit 28 Jahren beim Familienservice, habe eine Familie gegründet, Kinder großgezogen, meine Eltern jahrelang gepflegt – und während all dieser Jahre habe ich täglich Sport gemacht. Ich bin absolut davon überzeugt, dass ich diesen Lebensmarathon ohne regelmäßige Bewegung nicht geschafft hätte.“
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Learning: Eine ausgewogene Ernährung und angemessene Bewegung sind das A und O für langanhaltend gesunde Beschäftigte. Sie verleihen die benötigte Fitness bis ins hohe Alter.
 

Fragen zur Selbstreflexion für Personalverantwortliche
  • Was machen wir im Bereich Ernährung und Bewegung schon gut und wo haben wir Potenzial?
  • Wie können wir die Arbeitsplätze so gestalten, dass sie die Beschäftigten in einem gesunden Lebensstil unterstützen?
  • Wie kann ich ein Umfeld gestalten, in dem es Spaß macht, körperliche Aktivitäten oder gesunde Ernährungsgewohnheiten in den Alltag zu integrieren (bspw. Challenges, gemeinsame Aktionen usw.)?

 

3.  Resilienter Umgang mit Stress

Aktuell leben wir in sehr unruhigen Zeiten. Wir müssen uns mit einer Vielzahl von Krisen auseinandersetzen, wie steigender Inflation und erhöhten Lebenshaltungskosten, Klimawandel und politischen Krisen. Hinzu kommen privater und beruflicher Stress, den jeder Mensch sowieso schon hat. 

Psychiaterin Dr. Eva Elisa Schneider: "Ein gewisses Maß an Stress kann im Arbeitsleben immer mal wieder vorkommen. Entscheidend ist jedoch, wie gut wir uns von dem Stress erholen können. Wer also Zeit in Regeneration und in eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben investiert, profitiert mehr davon als jemand, bei dem diese Aspekte in einer Schieflage sind. Unsere Psyche gesund zu halten ist ein wesentlicher Motor für ein gesundes, langes Leben. Es lohnt sich also sehr, unserem Geist ähnlich wie  unserem Körper proaktiv Gutes zu tun.“

Die TK-Stressstudie 2021 belegt, dass die Deutschen mit ihrem Leben sehr zufrieden sind, solange sie nicht zu häufig gestresst sind. Ein Viertel der Befragten (26 Prozent) fühlt sich jedoch häufig gestresst. In den Top 3 der Stressverursacher steht dabei die Arbeit ganz oben auf der Liste. Die Studie verdeutlicht auch, dass ein hoher, langanhaltender Stress einerseits psychische Beschwerden wie Depressionen und Burnout fördert, andererseits aber auch körperliche Leiden wie Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen und Erkältungserkrankungen.

Laut dem aktuellen AXA Mind Health Report 2024 leidet ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) unter mentalen Problemen wie Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Erkrankungen. Die meisten von ihnen sind im berufstätigen Alter. Eine Dependenz ist denkbar.

"Eine Reduktion des Stresses in der Gesellschaft, beispielsweise durch entsprechende Präventionsprogramme, würde den Gesundheitszustand der Gesellschaft verbessern.“ (TK Studie, 2021)

Ein ganzheitliches Stressmanagement scheint unumgänglich, reüssiert die TK-Studie. Gesundheitliche Stresspräventionsmaßnahmen wie Rückenschule, Zeitmanagementseminare, Achtsamkeitskurse, individuelle Beratungsangebote und Anreize zu gesunder Ernährung und Sport sind wichtige Maßnahmen im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung.

Eine weitere mögliche Maßnahme ist die Ausbildung von Ersthelfer:innen für mentale Gesundheit, die in Akutsituationen oder bei Beratungsbedarf einen Erstkontakt für das betroffene Teammitglied darstellen und an professionelle Beratungsstellen verweisen können. Die Ergebnisse der Studie zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Geist und körperlicher Gesundheit, was darauf hindeutet, dass für Arbeitgeber ein ganzheitlicher Ansatz zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz unumgänglich ist.

Learning: Hoher, langanhaltender Stress kann sich sehr schädlich auf Körper und Psyche auswirken. Pausen sind wichtig. Ein kluges Stressmanagement mit betrieblichen Anti-Stress-Angeboten hilft, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.
 

Fragen zur Selbstreflexion für Personalverantwortliche
  • Wie gehe ich mit Stress um und welchen Umgang lebe ich vor?
  • Haben wir Strategien im Umgang mit Stress oder Druck am Arbeitsplatz?
  • Was brauchen meine Beschäftigten für ein arbeitsförderndes Umfeld, in dem sie sich gleichzeitig wohlfühlen können?
  • Was sind unsere größten Stressfaktoren auf der Arbeit und was sind mögliche entlastende Lösungen (Sätze, Handlungen etc.)?

4. Generationenmanagement

Noch vor wenigen Jahren gab es die Regel “Wer länger im Unternehmen ist, sagt den Jüngeren, wo es langgeht”. Dass das schon lange nicht mehr zeitgemäß ist und die verschiedenen Generationen voneinander lernen können und auch sollten, ergibt Sinn. Dass die Babyboomer und die Generationen X, Y und Z aber erfolgreich zusammenarbeiten, setzt ein kluges Management dieser Altersgruppen voraus. Nur so fühlen sich die „Alten“ von den „Jungen“ nicht übergangen und die Jungen von den Alten nicht bevormundet. Ein Generationenmanagement kann demnach das Arbeitsklima enorm positiv beeinflussen. 

Judith Degrell-Lipinski von der IHK Mittlerer Niederrhein, die seit 2024 einen Zertifikatslehrgang zum Generationenmanager anbietet: "Generationenmanagement ermöglicht den Wissensaustausch durch Nutzung von Potenzialen mehrerer Generationen, was zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Innovation im Unternehmen beiträgt. Es werden verschiedene Bedürfnisse und Erwartungen berücksichtigt. Somit können Unternehmen Respekt und Wertschätzung gegenüber Mitarbeitenden sicherstellen." ​​​​​​​

Mehr Infos zur Ausbildung: Generationenmanager:innen

Learning: Wenn verschiedene Generationen im Unternehmen aufeinandertreffen, kann das sehr viele Vorteile für das Team haben. Ältere Kolleg:innen können von den jüngeren lernen und andersrum. Eine gute Zusammenarbeit setzt jedoch ein geschicktes Generationenmanagement voraus.

 

Fragen zur Selbstreflexion für Personalverantwortliche
  • Was sind meine Vorurteile gegenüber den anderen Generationen, und sind diese wirklich so?
  • Was können die jüngeren Kolleg:innen von den älteren lernen und andersrum?
  • Warum ist es wichtig, ein gutes Generationenmanagement bei uns im Unternehmen zu leben, und wie könnten drei konkrete Ziele aussehen?

 5. Sinnhaftigkeit is Queen

Bei allen Faktoren, die dabei helfen, Menschen ein Leben lang fit und zufrieden zu halten, darf eine Sache nicht fehlen:

Wenn Menschen Freude an dem haben, was sie tun – in ihrem Beruf, in ihren Beziehungen oder in ihren Hobbys –, kann dies helfen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Ein erfülltes Leben, das von Spaß und Freude geprägt ist, kann dazu beitragen, dass Menschen gesündere Entscheidungen treffen, sei es in Bezug auf Ernährung, Bewegung oder Stressmanagement.

Dr. Eva Elisa Schneider: "Was sich aber sehr positiv auf unsere Gesundheit auswirkt, ist, wenn wir Sinn in unserer Arbeit erleben, wenn sie uns Spaß macht und wir an ihr wachsen und wenn wir soziale Kontakte knüpfen. Diese Faktoren halten uns gesund.“

​​​​​​​Dabei bedeutet Spaß nicht unbedingt, ständig vergnügt zu sein. Es geht vielmehr darum, eine Balance zu finden und auch schwierige Zeiten mit einer positiven Einstellung anzugehen. Die Fähigkeit, Spaß zu haben und Freude zu empfinden, selbst inmitten von Herausforderungen und großem Stress, kann eine wertvolle Ressource sein, die dazu beiträgt, ein erfülltes und langes Leben zu führen.

Learning: Arbeit macht nur dann glücklich und hält über einen langen Zeitraum gesund, wenn sie sinnvoll ist und Freude bereitet.

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Fragen zur Selbstreflexion für Personalverantwortliche
  • Warum arbeite ich in diesem Unternehmen und was macht mir besonders Freude an meinem Job?
  • Warum arbeiten meine Beschäftigten in meinem Unternehmen?
  • Was erfüllt meine Kolleg:innen im Beruf? Was macht sie besonders glücklich?
  • Gibt es Veränderungen, die ich initiieren könnte, um die Arbeit sinnvoller zu gestalten?

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