Junge Frau tanzt fröhlich
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Emotional Reset – leichter ins neue Jahr starten

Neues Jahr, neue Vorsätze - viele Menschen nehmen sich vor, mehr Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren oder endlich den Keller aufzuräumen. Eine Frage stellen sie sich dabei jedoch seltener: 
Wie sieht es eigentlich in mir drinnen aus? 

Gerade Berufstätige kennen das: Ein neues Jahr beginnt, der Kalender ist frisch, Ziele sind definiert – aber innerlich ist noch vieles „offen“: alte Sorgen, ungelöste Konflikte, hoher Arbeitsdruck, familiäre Belastungen, Dauerstress. 

Ein Emotional Reset kann dabei helfen, diesen inneren Ballast wahrzunehmen, zu sortieren und in einem realistischen Rahmen loszulassen – und so klarer in das neue Jahr zu starten. 

Was ist ein Emotional Reset – und was nicht? 

Den Begriff „Reset“ kennen wir aus der Technik: etwas neu starten, nachdem es sich „aufgehängt“ hat.

Übertragen auf die emotionale Ebene meint ein Emotional Reset: 

Sie nehmen Ihre emotionale Situation bewusst in den Blick und treffen Entscheidungen, was Sie entlasten und was Sie künftig anders gewichten möchten. 

Ein Emotional Reset ist also ein bewusster emotionaler Neustart, der helfen kann, wieder mehr Klarheit, Stabilität und Handlungsfähigkeit zu gewinnen. 

Konkret bedeutet das: 

  • innehalten
  • hinschauen, statt nur zu funktionieren
  • unterscheiden: Was darf bleiben? Was darf kleiner werden oder gehen? ​​​​​​​

Genauso wichtig ist, was ein Emotional Reset nicht ist: 

  • kein „Wegmachen“ von unangenehmen Gefühlen 
  • kein „Ich denke jetzt nur noch positiv“ 
  • kein Programm, um noch leistungsfähiger zu werden 


Innehalten, durchatmen, Neustart.

Gefühle wie Angst, Traurigkeit oder Wut sind keine Störung, sondern Hinweise: Sie zeigen, wo Grenzen überschritten werden, wo Bedürfnisse zu kurz kommen oder wo etwas nicht zu Ihren Werten passt. 

Sie sind also nicht „kaputt“, nur weil Sie sich erschöpft, gereizt oder überfordert fühlen. Häufig ist schlicht zu viel gleichzeitig los – vor allem, wenn Beruf, Privatleben und eigene Ansprüche zusammenkommen. 

Woran Sie merken, dass ein Emotional Reset guttun könnte 

Typische Signale dafür, dass Ihr inneres System überlastet ist: 

  • Daueranspannung: Ihr Körper ist ständig in Alarmbereitschaft. 
  • Reizbarkeit: Sie reagieren schnell genervt oder verletzt – im Job ebenso wie privat. 
  • Emotionales Auf und Ab: Ein Tag voller Energie, der nächste wie ausgebrannt. 
  • Grübelkarussell: Ihre Gedanken kreisen abends oder nachts immer wieder um dieselben Themen. 
  • Vermeidung: Sie lenken sich viel ab, um unangenehme Gefühle nicht zu spüren. 
  • Verlust von Freude: Dinge, die Ihnen eigentlich Spaß machen, fühlen sich anstrengend oder nur noch wie Pflicht an. 

Diese Signale zeigen: Es ist viel zusammengekommen. Ein Emotional Reset setzt genau hier an – mit einem strukturierten, aber machbaren Blick auf das, was Sie gerade tragen. 

Warum ein Emotional Reset zum Jahresanfang sinnvoll ist 

Der Jahresbeginn ist ein natürlicher Zeitpunkt für Reflexion und Neuorientierung: 

  • Was lief gut im letzten Jahr? 
  • Was hat mich gestresst oder überfordert? 
  • Was möchte ich im neuen Jahr anders machen? ​​​​​​​

 Der Blick geht dabei häufig auf äußere Themen: Job, Ziele, Organisation, Gesundheit, Finanzen. Ein Emotional Reset ergänzt diese Perspektive um die innere Ebene: 

  • Welche Gefühle und Themen aus dem letzten Jahr trage ich noch mit mir herum? 
  • Welche Situationen oder Menschen haben mich emotional besonders belastet? 
  • Welche inneren Sätze begleiten mich ständig, zum Beispiel: 
  •     •    „Ich darf mir keine Fehler leisten.“
  •     •    „Ich muss stark sein.“ 
  •     •    „Ich darf niemanden enttäuschen.“ ​​​​​​​

So wird der Jahresanfang zu einer Gelegenheit, nicht nur Ihren Kalender, sondern auch Ihre innere Ausrichtung bewusst zu überprüfen – und dort anzusetzen, wo Sie Entlastung brauchen. 

Emotional Reset in 4 Schritten: emotionalen Ballast loslassen 

Für einen Emotional Reset müssen Sie nicht Ihr gesamtes Leben umkrempeln. Schon kleine, konsequente Schritte – eine Grenze klarer ziehen, einen Gedanken bewusst hinterfragen, eine kurze Pause ernst nehmen – können viel bewirken. 


Wie kann der Rucksack im neuen Jahr leichter werden? Machen Sie die Bestandsaufnahme.

Versuchen Sie diese Schritte einzeln oder nacheinander. 

Schritt 1: Innehalten – Ehrliche Bestandsaufnahme 

Nehmen Sie sich 10 bis 15 Minuten Zeit, möglichst ohne Unterbrechungen. Papier und Stift reichen. 
Fragen für den Einstieg: 

  • Was hat mich im letzten Jahr emotional am meisten belastet? 
  • Welche Situationen oder Menschen tauchen in meinen Gedanken immer wieder auf? 
  • Welche Gefühle habe ich besonders oft weggedrückt (z. B. Angst, Wut, Traurigkeit, Scham)? 

Schreiben Sie alles ungefiltert auf. Achten Sie auf Wiederholungen – hier liegen oft Ihre Hauptthemen. Dieser Schritt schafft Klarheit – und die ist Grundlage für Veränderung. 

Schritt 2: Sortieren – Was soll leichter werden? 

Stellen Sie sich vor, Sie tragen einen Rucksack ins neue Jahr. Darin liegen: 

  • alte Sorgen 
  • unerfüllte Erwartungen 
  • Selbstkritik
  • Schuldgefühle 
  • Ärger und Enttäuschungen 

  Fragen Sie sich: 

  • Was davon möchte ich nicht mehr so schwer tragen? 
  • Welche ein bis zwei Themen sollen im neuen Jahr weniger Raum einnehmen? 

Sie müssen nichts sofort lösen. Es reicht, klar zu benennen, zum Beispiel: 

  • „Ich möchte weniger von dem Gefühl mitnehmen, immer perfekt sein zu müssen.“ 
  • „Ich möchte den alten Streit nicht mehr täglich im Kopf durchspielen.“ 

Dieses innere „Stopp, so nicht mehr“ ist bereits ein zentraler Schritt im Emotional Reset. 

Schritt 3: Grenzen neu setzen – Überlastung reduzieren 

Emotionaler Druck entsteht häufig dort, wo Menschen dauerhaft über ihre Grenzen gehen – gerade im beruflichen Alltag: 

  • Ja sagen, obwohl innerlich ein klares Nein da ist 
  • Verantwortung für Themen übernehmen, die nicht im eigenen Einflussbereich liegen 
  • die eigenen Bedürfnisse dauerhaft hintenanstellen 

 Fragen Sie sich: 

  • In welchen Bereichen habe ich im letzten Jahr regelmäßig meine Grenzen ignoriert? 
  • Was hat mich emotional besonders ausgelaugt? 

 Kleine, konkrete Schritte können sein: 

  • einen Termin absagen oder verkürzen 
  • Erreichbarkeit (beruflich wie privat) klarer begrenzen 
  • eine Aufgabe delegieren oder später starten 
  • im Gespräch formulieren: „Das ist in diesem Umfang für mich nicht leistbar.“ 

So reduzieren Sie nach und nach das, was Sie dauerhaft überfordert. 

Schritt 4: Nähren – Platz schaffen für das, was guttut 

Emotionalen Ballast loszulassen bedeutet auch, bewusst mehr von dem einzubauen, was stärkt. 

Fragen Sie sich: 

  • Was gibt mir wirklich Kraft? 
  • In welchen Momenten fühle ich mich ruhig, klar oder authentisch? 

Beispiele können sein: 

  • Zeit in der Natur 
  • Gespräche mit Menschen, bei denen Sie sich sicher fühlen 
  • ruhige Zeit ohne Bildschirm 
  • eine kreative oder praktische Tätigkeit 
  • sanfte Bewegung 
  • kurze, bewusste Pausen im Alltag 

 Wählen Sie eine Sache, die realistisch ist, und integrieren Sie sie bewusst in Ihren Wochenrhythmus. 
So wird der Emotional Reset zu einem Prozess, der nicht nur entlastet, sondern Ihre Widerstandskraft stärkt. 

Methoden, die Ihren Emotional Reset unterstützen 


Aufschreiben hilft dabei, die Gedanken zu sortieren.

Sie müssen emotionalen Ballast nicht „aus dem Stand“ loslassen. Unterschiedliche, alltagstaugliche Wege können Sie begleiten – ohne starres Programm.

  • Schreiben: Kurze Notizen oder ein Tagebuch helfen, Gedanken und Gefühle zu strukturieren. 
  • Bewusste Pausen: kleine Unterbrechungen im Alltag, in denen Sie nicht reagieren müssen, sondern kurz durchatmen. 
  • Gespräche: Austausch mit Menschen, denen Sie vertrauen, oder ein professionelles Gespräch (z. B. Beratung, Coaching). 
  • Bewegung: Spaziergänge, Treppen statt Aufzug, einfache Dehnübungen – jede Form von Bewegung unterstützt den Stressabbau. 
  • Körperwahrnehmung: kurz wahrnehmen, wie Sie sitzen oder stehen, wie Sie atmen, kann helfen, wieder bei sich anzukommen. 
  • Tapping (Klopfakupressur): Tapping, auch Klopfakupressur genannt, ist weit mehr als nur „Erste Hilfe“ in angespannten Momenten. Die Methode ist ein wirkungsvolles Werkzeug, um emotionalen Ballast aktiv zu bearbeiten und nach und nach loszulassen. 
  • Indem Sie bestimmte Punkte sanft beklopfen und sich dabei innerlich einem belastenden Thema zuwenden, können Sie dessen emotionale Intensität Schritt für Schritt reduzieren. So lassen sich tief verankerte Muster nachhaltig verändern – statt sie nur zu verwalten. 
Gruppencoaching: Mit Tapping zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit

Im Gruppencoaching "Mit Tapping zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit" lernen Sie eine Methode zur Förderung der emotionalen Resilienz kennen und anwenden. Entdecken Sie, wie Sie sich Schritt für Schritt von belastenden Gefühlen und einschränkenden Denkmustern befreien können, um zu einem positiven Lebensgefühl zu gelangen.

 

Entscheidend ist nicht, welche Methode Sie wählen, sondern dass Sie Ihren inneren Signalen überhaupt Raum geben und erste Schritte gehen. Alles Weitere darf sich entwickeln – in Ihrem Tempo und passend zu Ihrem Leben. 

null Auch für Anfänger: kostenloser Online-Yoga Kurs

Curvy Frau macht Yoga vorm Laptop
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Kostenlos: Mit Online-Yoga durchs ganze Jahr

Deutschlands größtes Online-Yoga mit über 10.000 angemeldeten Teilnehmer:innen geht auch 2026 weiter. Das ganze Jahr über, jeden Dienstagabend. Sei dabei! 

Unsere zertifizierten Yogalehrerinnen Vera und Ellen nehmen häufige arbeitsplatzspezifische Belastungen in den Blick und stellen über das Jahr ein abwechslungsreiches Programm zusammen. Ob Schulter, Nacken, unterer Rücken, Beckenboden oder Füße: Unsere Körperteile, die im Alltag oft belastet sind, bekommen in den Yoga-Sessions die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Entspannungseinheiten und Atemübungen helfen dir, zur Ruhe zu kommen. 

Sei live dabei oder übe mit der Aufzeichnung flexibel in deinem eigenen Tempo – wie es am besten in deinen Alltag passt.

Du hast Fragen vorab? Wirf gerne einen Blick in unsere FAQs.

Kostenloses Online-Yoga: unsere Yoga-Lehrerinnen

Unsere Yoga-Lehrerinnen Vera und Ellen sind zertifizierte Trainerinnen mit großer Erfahrung. Sie unterrichten im Wechsel den Online-Yoga-Kurs des pme Familienservice. 

Kickstart-Übung fürs neue Jahr: Katze-Kuh (Marjariasana) im Sitzen

Die "Katze-Kuh-Position" ist eine Yoga-Übung, die normalerweise auf der Yogamatte praktiziert wird. Hier eine angepasste Version, die du ganz bequem auf einem Stuhl durchführen kannst. 

  1. Sitzhaltung: Setze dich aufrecht auf einen Stuhl, die Füße stehen parallel auf dem Boden.
  2. Handplatzierung: Positioniere die Hände auf den Oberschenkeln oder Knien.
  3. Einatmen - Kuh-Position: Hebe den Brustkorb leicht an – senke den Bauch nach vorne – rolle die Schultern nach hinten und unten – schaue nach oben, um den Hals zu verlängern.
  4. Ausatmen - Katzenposition: Runde den Rücken nach oben, wie eine Katze, die sich streckt – lass den Kopf nach unten sinken, um die Wirbelsäule zu krümmen – spanne die Bauchmuskeln an.
  5. Wiederholung: Wechsle im Atemrhythmus zwischen der Kuh- und der Katzenposition.

Diese angepasste Version auf dem Stuhl ermöglicht eine sanfte Dehnung der Wirbelsäule und fördert die Beweglichkeit, auch wenn du nicht auf dem Boden sitzen kannst. Beachte jedoch, dass es wichtig ist, auf deinen Körper zu hören und die Übung in einem Bereich durchzuführen, der für dich angenehm ist.

Kostenloses Online-Yoga: ab sofort auf YouTube

Unsere beliebte Yoga-Stunde am Dienstagabend ist ab sofort auf YouTube verfügbar. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Um sicherzustellen, dass du immer auf dem Laufenden bist, abonniere einfach unseren YouTube-Kanal und klicke auf die Benachrichtigungsglocke. So wirst du benachrichtigt, sobald ein neues Video veröffentlicht wird. 

Termin: Ab sofort bis 31.12.26, jeweils dienstags von 20:00 bis 21:30 Uhr
Veranstaltungsort: virtuell
Kontakt: veranstaltungen@familienservice.de
Kosten: kostenfrei

Hier gehts zu unserem YouTube-Kanal

pme health: Effektives BGM im Blended Learning Format

Unsere Angebote zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zeichnen sich durch Ganzheitlichkeit und Individualität aus. Von der Strategieentwicklung über die Bedarfsanalyse bis hin zur Evaluation etablieren, ergänzen und optimieren wir das BGM-Portfolio von Unternehmen, um deren Belegschaft gesund, leistungsstark und motiviert zu halten. 

Die persönliche Betreuung von Mitarbeitenden nach einem neuen ganzheitlichen Mind-Body & Soul-Ansatz ist einer unserer Schlüsselfaktoren und geht Hand in Hand mit unserem Blended-Learning-Konzept. Wir kombinieren digitale und Live-Formate zur Bewegungsförderung, Ernährung, Stressprävention und Achtsamkeit und stellen unser Wissen orts- und zeitunabhängig zur Verfügung. Das realisieren wir u. a. mit dem Einsatz der Mindance-App für mentale Gesundheit.

#pmebewegt: Witzige Videos und spannende Online-Kurse zum Mitmachen!

Um mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, haben wir #pmebewegt entwickelt: Mit kurzen, witzigen Videos zeigen wir, wie sich mehr Bewegung in den Alltag integrieren lässt.

Unsere Online-Kurse finden live statt und sind für jede:n geeignet: Von einer kurzen, bewegten Pause am Schreibtisch über Sofa-Yoga, für das du nicht mal die Couch verlassen musst, bis zu einem abendlichen Rücken-fit-Kurs ist für alle etwas dabei.