Weltkindertag: Wir geben Kindern eine Stimme

Weltkindertag - pme Familienservice Blog

20.09.2017
Gabriele Strasser
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Was stört euch an Erwachsenen, was würdet ihr ändern? Wir haben Kinder nach ihrer Meinung gefragt.

Der heutige Weltkindertag steht unter dem Motto: „Kindern eine Stimme geben“. Viele deutsche Städte und Gemeinden sind beteiligt. Das deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland rufen dazu auf, mehr Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in Deutschland zu schaffen und mehr Ideen einzubringen – in Schulen, Kitas, Städten und Gemeinden und auf Landes- und Bundesebene.

Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes findet: „Um uns für die Belange und Bedürfnisse von Kindern einzusetzen müssen wir Kindern die Möglichkeit geben, sich Gehör zu verschaffen. Nur so schaffen wir die Basis für eine gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands, die dem demografischen Wandel Rechnung trägt und die Rechte von Kindern stetig zur Geltung bringt“.

Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland fügt hinzu: „Jedes Kind hat ein Recht darauf, bei wichtigen Entscheidungen gehört zu werden. In einer Gesellschaft, die immer mehr von älteren Menschen geprägt wird, ist die Stimme der nachwachsenden Generation ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes“.

 

Ich bestimme mit: Partizipation von Anfang an

Eine Forderung, die der pme Familienservice in seinen Kitas schon seit Langem unterstützt: „Kinder machen bei uns nicht nur mit - sie bestimmen mit. Wir nehmen uns im Alltag viel Zeit, um den Kindern zuzuhören und ihre Perspektive wahrzunehmen. Wir sprechen mit ihnen über ihre Meinungen und Wünsche und begeben uns dabei auf die Augenhöhe der Kinder. Jeder kann sich einbringen. So haben alle Kinder bei uns die Möglichkeit ihren Kita-Alltag mitzugestalten“, sagt Andrea Funke von der Zentralen Kita-Koordination der pme Lernwelten.


Wir fragen, Kinder antworten


Wenn du Präsident/in von Deutschland wärst, was würdest du ändern, wenn du könntest?

Ben Ole 5 Jahre:
„Ich würde die ganze Welt ändern, z.B. Häuser viel größer, cooler und hübscher und mit einem Keller“

Melina 5 Jahre:
„die Strände mit Schmetterlingen und ganz vielen Blumen verändern“

 

Was ärgert Dich an den Erwachsenen so richtig?

Tayfun, 5 Jahre:
"Alles! Ich kaufe mir nur Süßigkeiten und Kuscheltiere. Und die sagen nein!"

Alfred, 5 Jahre:
"Nichts, mir fällt nichts ein."

Alina, 5 Jahre:
"Dass ich immer aufräumen muss, das finde ich doof. Immer ganz, ganz kurz Fernsehen und dann muss ich schlafen."


Was genau ist der Weltkindertag?

1954 schlugen die Vereinten Nationen allen Mitgliedstaaten vor, einen weltweiten Kindertag ins Leben zu rufen. Die Ziele sollten sein: der Einsatz für die Rechte der Kinder und die Förderung der Freundschaft zwischen Kindern und Jugendlichen. Einmal im Jahr sollten sich die Mitgliedstaaten außerdem verpflichten, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen.

Ein Jahr später beteiligten sich bereits 40 Länder am Weltkindertag, heute sind es 145 Staaten weltweit. In Deutschland wurde der 20. September als jährlicher Termin festgelegt. In vielen Städten und Gemeinden in Deutschland werden Kinder an diesem Tag geehrt – etwa mit Kinder- und Familienfesten (das größte in Berlin), Ausstellungen und Diskussionen zwischen Kindern und Politikerinnen und Politikern.

Übrigens ist der Weltkindertag nicht zu verwechseln mit dem Internationalen Kindertag, der immer am 1. Juni begangen wird. Dieser hat seinen Ursprung in der DDR und wird ebenso einmal im Jahr gefeiert.