So viele Kinder wie noch nie in Tagespflege

Viele Kinder in Tagespflege - pme Familienservice Blog

10.01.2018
Isabel Hempel
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Im Jahr 2017 wurden 162.395 Kinder in Tagespflege betreut. Das sind fast 10.000 Kinder mehr als im Vorjahr (+6%). Damit steigt ihre Zahl seit Jahren kontinuierlich und hat sich im Vergleich zu 2006 fast verdreifacht. "Die hohe Qualität der Tagespflege ist ein Grund für die große Nachfrage", sagt Anne Mader vom pme Familienservice.

 

Zahl der Tagesmütter und -väter stagniert

Dagegen bleibt die Anzahl der Tagesmütter und -väter seit etwa fünf Jahren stabil bei zuletzt knapp 44.000 Personen, was einem Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ihre Zahl ist damit seit 2006 nur um knapp 50 % gestiegen, so dass im Schnitt mehr Kinder auf eine Tagespflegeperson kommen: Im Jahr 2017 war eine Tagesmutter oder ein Tagesvater durchschnittlich für 3,7 Kinder zuständig. 2006 waren es lediglich 2,0 Kinder. Das zeigen Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung.


„Immer öfter kommen Eltern von ganz jungen Kindern (0-2 Jahre) und von Grundschulkindern (6-10 Jahre) mit der Nachfrage nach einem Platz in der Kindertagespflege. Zum einen bevorzugen Eltern von ganz jungen Kindern den kleinen überschaubaren und eher noch familiären Betreuungrahmen.“, sagt Anne Mader von der pme Familienservice Gruppe.  

Nicht mehr als fünf Kinder werden in einer Tagespflegegruppe – mit einem individuellen Betreuungsansatz und einer alltagsorientierten Pädagogik  – betreut, das spricht die Eltern immer häufiger an. „Ebenso geht es einigen Eltern von Grundschulkindern. Auch hier zählt die kleine Gruppe und die Ruhe zum Entspannen und Hausaufgaben zu machen. Das individuelle Eingehen auf die Besonderheit eines Kindes sind hier A und O!“, weiß die Expertin.  

Eine weitere Rolle spiele die hohe pädagogische Qualität. „Wenn ich bedenke, dass in keiner anderen Betreuungsform ein so hoher gesetzlicher Qualitätsanspruch besteht und jede Tagesmutter und jeder Tagesvater in Deutschland sich fortlaufend qualifizieren muss, dann wundert mich die erhöhte Nachfrage überhaupt nicht“, so Mader weiter.

 

Unterschiedliche Qualifikationsniveaus

Allerdings ist das Qualifikationsgefüge in der Kindertagespflege in den Ländern immer noch sehr heterogen. Die meisten Tagespflegepersonen mit fachpädagogischer Berufsausbildung arbeiteten im Jahr 2017 in Sachsen-Anhalt, Berlin und Hamburg, wobei Hamburg bei den Betreuungskräften mit geringer Qualifizierung ebenfalls zu den Spitzenreitern zählt – genauso wie Bayern und Baden-Württemberg.

Dennoch ist zwischen 2006 und 2017 in allen Ländern ein Trend zur Höherqualifizierung festzustellen. Dabei ist vor allem der Anteil der Personen mit einem Qualifikationskurs im Umfang von 160 Stunden und mehr stark gestiegen: im Saarland etwa von 0% auf 78%, in Niedersachsen von 4% auf 60% und in Bremen von 2% auf 60%.

 

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