ElterngeldPlus wird immer beliebter

ElterngeldPlus wird immer beliebter

Am 1. Juli wird das ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus ein Jahr alt. Die Alternative zum Basiselterngeld bietet sich vor allem für Eltern an, die früh wieder in Teilzeit arbeiten möchten und sich die Kinderbetreuung partnerschaftlich teilen. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes wird sie immer mehr in Anspruch genommen.

Nach neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist die Inanspruchnahme des ElterngeldPlus erneut gestiegen. Im ersten Quartal 2016 haben sich insgesamt 17,4 Prozent der Eltern für das ElterngeldPlus entschieden. In Thüringen waren es sogar 28,3 %, gefolgt von Rheinland Pfalz mit 23,2 % und Niedersachsen mit 22,1 %. Im vorangegangenen Quartal waren es bundesweit noch 16 Prozent der Eltern, die sich für das ElterngeldPlus entschieden hatten. Dass die neue Leistung sich großer Beliebtheit erfreut, zeigen auch neueste demoskopische Daten des ifD Allensbach vom Mai 2016: Rund 1 Jahr nach Einführung des ElterngeldPlus bewerten knapp drei Viertel der Eltern mit minderjährigen Kindern (73%) und zwei Drittel der Bevölkerung (67%) dieses als gute Regelung


ElterngeldPlus: das wichtigste in Kürze
Das Elterngeld Plus bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit, bis zu 24 Monate – statt wie beim Basiselterngeld zwölf – in Teilzeit zur arbeiten und dabei bis zu 50 Prozent der bisherigen Elterngeldzahlung zu erhalten. Es gilt somit: ein Elterngeldmonat sind zwei ElterngeldPlus Monate. Eltern bekommen beim Elterngeld Plus also nur halb so viel Geld wie Bezieher des Standard-Elterngeldes. Dafür ist der Zeitraum, in dem die Familie Unterstützung erhält, doppelt so lang.


Arbeiten beide Elternteile für mindestens vier aufeinanderfolgende Monate durchschnittlich zwischen 25 und 30 Wochenstunden, gibt es zusätzlich einen "Partnerschaftsbonus" von vier Monaten Elterngeld Plus je Elternteil. Alleinerziehende können das ElterngeldPlus im gleichen Maße nutzen wie Paare und deshalb bis zu 28 Elterngeld Plus-Monate in Anspruch nehmen.

 

Dieser Bonus soll als Anreiz für eine partnerschaftliche Teilung der frühkindlichen Betreuung dienen und insbesondere Vätern die verstärkte Nutzung von Teilzeit erleichtern. Gleichzeitig erweitert das Elterngeld Plus die Wahlmöglichkeiten von Müttern und Vätern und stellt insbesondere Eltern besser, die sich nach der Geburt eines Kindes für einen schnellen beruflichen Wiedereinstieg in Teilzeit entscheiden.

 

 

„Mit dem ElterngeldPlus wird den verschiedenen Lebensentwürfen von Eltern noch mehr Rechnung getragen. Aus meiner Erfahrung als Elternberater weiß ich: Das Alleinverdienermodell hat ausgedient, in immer mehr Familien arbeiten Väter und auch Mütter und teilen sich die Erziehungsarbeit. Da das ElterngeldPlus Eltern begünstigt, die während des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten, trägt es der zunehmend gewünschten Flexibilität Rechnung."

 

Christian Keller, Produktverantwortlicher Elternberatung beim pme Familienservice