Anschlägen mit Vernunft trotzen

Anschlägen mit Vernunft trotzen

21.12.2016
Daniel Sebastian Erler
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Wir sind sehr betrübt über die Ereignisse in Berlin. Gerade jetzt müssen wir die Freiheit und Offenheit, die Deutschland stark machen, bewahren - auch vor unseren Ängsten und dem Wunsch nach einfachen Lösungen.

Seit Jahren haben wir alle gewusst, geahnt, befürchtet, es auch in Deutschland zu Anschlägen kommen kann. Dennoch ist der Schock groß! Ganz besonders bei solch menschenverachtende Taten fühlt man sich hilflos oder auch wütend. 


Es liegt nahe, dass nach einer Zeit der Trauer und der Bestürzung die Stimmen noch lauter werden, die nun nach harten Maßnahmen - mehr Überwachung, mehr Abschottung, weniger Toleranz und weniger Migration - rufen. 


Scheinbar einfache Lösungen, die in der Realität nicht mehr Sicherheit vor solchen Anschlägen bieten, dafür aber an den Grundfesten unserer offenen Gesellschaft nagen, in der die Würde des Menschen und das Recht auf Freiheit unantastbar sind. 


Wir leben in ungewissen Zeiten und viele Länder dieser Welt sind gezeichnet durch Terror, Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung. Trotz der Anschläge in Berlin, Paris, Brüssel, Würzburg etc. genießen wir, in Europa, beneidenswert viel Sicherheit und Freiheit und dies vor allem deshalb, weil Europa aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat. 


Genau deshalb ist es jetzt wichtig, dass wir uns nicht durch Angst und Hysterie leiten lassen sondern uns klar machen, dass Freiheit und Offenheit die Grundlage unserer Sicherheit und unseres Wohlstands in Deutschland und in Europa sind. 


Wenn wir unsere Werte aktiv gegen Terror, Angst und Populismus verteidigen, können wir in ungewissen Zeiten positiv in die Zukunft blicken, weil wir uns dann nicht von Weihnachtsmärkten fernhalten oder vor der Unterstützung schutzsuchender abhalten lassen.

Alexa Ahmad        und      Dr. Daniel Erler

Geschäftsleitung                            Leitung Unternehmenskommunikation